Wird die geplante Hackschnitzelheizung für die Scheßlitzer Schulen einer der ersten Bausteine für die künftigen Regionalwerke? Im Kreis- und Umweltausschuss zeichnete sich jedenfalls die Tendenz zu einer solchen Lösung ab. "Eine Einbindung in die Regionalwerke wäre sehr gut", sagte Kreisbaumeisterin Gabriele Pfeff-Schmidt.

Das Biomasseheizwerk soll das Schulzentrum mit Realschule, Mittelschule und Giechburgschule (Förderschule) sowie das Feuerwehrgerätehaus in der Bamberger Straße bereits im kommenden Winter mit Wärme versorgen. Der Kreisausschuss und der Umweltausschuss hatten im vergangenen Dezember beschlossen, dass der Landkreis die Trägerschaft dafür übernimmt. Pfeff-Schmidt infomierte die Mitglieder beider Gremien nun über den neuesten Stand.

Geändert hat sich zum einen der Standort. Anstatt per Bauleitplanung eines neues Gebiet ("Südwest II") zu erschließen, soll die Anlage nun auf einer Parzelle neben der Mittelschule errichtet werden, die zu einem bereits erschlossenen Gewerbegebiet gehört. Zum einen wird dadurch der Bau der geplanten Erschließungsstraße nicht sofort nötig, zum anderen erspart es den Bau einer etwa 40 Meter langen Gasleitung. Gas wird aber dennoch benötigt, denn zur Spitzenlastabdeckung soll nicht mehr - wie bislang vorgesehen - die altersschwache Heizung der Realschule in die Anlage integriert, sondern ein neuer Gaskessel gebaut werden.

Die veranschlagten Kosten für die gesamte Anlage steigen damit auf etwa 1,357 Millionen Euro. "Unter dem Strich müssen wir nicht mehr zahlen", betonte Pfeff-Schmidt auf entsprechende Nachfragen von Johann Pfister (BBL) und Bernd Fricke (Grüne) zu der Kostenmehrung. Eine Sanierung der alten Heizung, so die Kreisbaumeisterin, wäre unwirtschaftlicher. Die Gesamtkosten sollen durch Eigenkapital des Landkreises (731 000 Euro, die mit den Gebühren der Endabnehmer refinanziert werden sollen), einen - bereits beantragten - Zuschuss durch das Technologie- und Förderzentrum Straubing (69 000 Euro) sowie ein Darlehen von der KfW-Bank (557 000 Euro) finanziert werden. Bei der Liquidität des Landkreises sei Letzteres zwar eigentlich nicht notwendig, merkte Kreiskämmerer Klaus Motschenbacher an. Die KfW-Konditionen seien jedoch sehr günstig.

Geprüft werden müssen nun doch die vorliegenden Angebote zur Lieferung von Hackschnitzeln. Benötigt werden davon pro Jahr gut 700 Tonnen. Die Vergabe ist noch nicht beschlossen, klar ist jedoch, dass sowohl die Waldbesitzervereinigung als auch die kreiseigene Abfallwirtschaft für das Brennmaterial sorgen werden.