Als Naherholungsgebiet ist der Zückshuter Forst bei den Bürgern von Gundelsheim, Kemmern, Breitengüßbach und Memmelsdorf schon lange beliebt. Nun haben sich die vier angrenzenden Gemeinden zusammengetan um aus den Waldwegen ein Netz von Wanderwegen mit einheitlicher Beschilderung zu machen. Und einen Namen hat das Ganze auch schon: "Wanderparadies Zückshuter Forst". Im Mai soll es offiziell eingeweiht werden.

"Damit wird eine jahrelange Forderung der Bürger endlich angepackt", sagt Gundelsheims Bürgermeister Jonas Merzbacher (SPD), dessen Gemeinde das Vorhaben federführend betreut. Bisher habe es nur einen ausgewiesen Radweg durche den Wald gegeben und ansonsten keinerlei Beschilderung. Das soll sich nun ändern. Der Auftrag für die Beschilderung wurde vom Gemeinderat, nachdem ihm Gestaltungsvorlagen präsentiert wurden, inzwischen vergeben. Das Anbringen der Schilder - Wegweiser und Schautafeln sollen auf Stahlrohre montiert mit Beton im Boden verankert werden - ist laut Merzbacher mit der zuständigen Forstbehörde bereits abgesprochen. Denn der Zückshuter Forst ist als gemeindefreies Gebiet Teil der bayerischen Staatswälder. Auch über Details des Wegeunterhaltes habe man konkrete Absprachen getroffen.

Zentraler Rundweg


Insgesamt sind es nach dem aktuellen Stand der Planung 19,4 Kilometer Wanderwege, die im Zückshuter Forst ausgewiesen werden. Startpunkte sind in allen angrenzenden Ortschaften: Gundelsheim, Kemmern, Breitengüßbach, Zückshut, Laubend, Merkendorf und Weichendorf. Untereinander soll sie ein zentraler, fünf Kilometer langer Rundweg verbinden. Zur Einweihung im Mai plant Merzbacher unter anderem ein Anwandern mit seinen Bürgermeisterkollegen aus den beteiligten Orten.

Das Wegenetz, das zum Beispiel schon jetzt von der Walking-Abteilung aus Gundelsheim rege genutzt wird, soll nicht nur den Bürgern der Anrainergemeinden für die Naherholung dienen. Merzbacher macht sich auch Hoffnung auf überörtliche, wenn nicht gar überregionale Aufmerksamkeit für das grüne Schmuckstück Zückshuter Forst. Schließlich gebe es in den Ortschaften rund um das Waldgebiet auch gute Übernachtungsmöglichkeiten. "Demnächst auch wieder in Gundelsheim", betont der Bürgermeister mit Blick auf die Umbau- und Wiederbelebungspläne für den ehemaligen Gasthof Schiml. Zudem seien auch ausreichend Parkmöglichkeiten für Wanderer vorhanden, die das künftige "Wanderparadies" von weiter entfernten Orten ansteuern. Weitere Werbemaßnahmen sind deshalb schon geplant. So soll etwa zur offiziellen Eröffnung im Mai eine Wanderkarte für das Gebiet präsentiert werden.

Werbung soll auch zur Finanzierung der Beschilderung beitragen. Neben Sponsoren wie Sparkasse oder VR Bank denkt Merzbacher dabei vor allem an die Gastronomie in den Ortschaften rund um das Wandergebiet. Sie sollen - gegen eine Gebühr - auf den Schautafeln auf sich aufmerksam machen können. "Die Resonanz darauf ist absolut positiv", betont Merzbacher.