Senior Karl Voll hat wieder gebastelt: Zu "Zahlbach Süd" kam jetzt "Zahlbach Am End" hinzu, wie es bis etwa 1960 bestand. Zusammengenommen haben beide Teile eine Fläche von etwa 17 x 7,50 Metern. Deswegen musste Karl Voll den Teil "Süd" schweren Herzens einlagern, der 2015 einige Monate lang im ehemaligen Geschäft von Justin Albert in der Forstmeisterstraße ausgestellt war. Als der Besitzer des Gebäudes wechselte, musste der Künstler das Mini-Zahlbach jedoch wieder mit nach Hause nehmen. Der neue Teil "Am End" ist im Moment bei ihm im Keller aufgebaut.

Suche nach Ausstellungsort

Schon seit einiger Zeit ist Karl Voll auf der Suche nach einem neuen Ausstellungsort für sein kleines Zahlbach. "Das Problem ist die Fläche", meint er. Für das ganze, im Maßstab 1:25 gebaute, Dorf bräuchte man eigentlich einen ganzen Saal. So etwas zu finden ist schwierig.

Material: 95 Prozent Holzabfälle

Der Teil "Am End" belegt im Keller des Hobby-Bastlers eine Fläche von etwa 8 x 4,50 Metern und umfasst circa 45 Gebäude. "Zu 95 Prozent besteht alles aus Holzabfällen", erklärt Karl Voll. Hauptsächlich verarbeitet er alte Obstkisten, die ihm von der Firma Mönch aus Großenbrach und Anwohnern gebracht werden. Irgendwann habe er das Haus seiner Oma, schließlich sein eigenes und die Nachbarschaft aus Holz nachgebaut und sei so auf den Geschmack gekommen. Mittlerweile umfasst die ganze Sammlung ca. 90 Gebäude, die er, bis auf einige geringfügige Änderungen aus optischen Gründen, detailgetreu nachgebaut hat. Für ein Haus brauche er etwa eine Woche. "Die komplette Bauzeit ist schwer zu ermitteln", sagt Karl Voll. Er schätzt sie auf etwa sechs bis sieben Jahre.