Der Hintergrund: Angela Merkel hatte zehn deutsche Unternehmer zum "Mittelstandsgespräch" ins Kanzleramt eingeladen, Unternehmer, die ihre Unternehmen werteorientiert und nachhaltig führen.
Drei Fragen der Kanzlerin"Frau Merkel stellte jedem Gesprächsteilnehmer drei Fragen", so Joachim Galuska. "Sie wollte wissen, was wir unter dem Begriff Werteorientierung verstehen und wie wir sie leben. Dann warum wir das machen und wie wir darauf gekommen sind. Und letztlich, welche Unterstützung wir uns von der Politik wünschen."
Und wie war es für Sie, einmal im Kanzleramt zu sein? Galuska: "Es war sehr beeindruckend dort. Alles ist sehr groß, sauber und aufgeräumt. Wenn man hineinkommt, ist es erst einmal wie am Flughafen. Man muss durch eine Sicherheitsüberprüfung, bei der man komplett durchleuchtet wird. Bei unserer Führung war auch immer ein Sicherheitsmann dabei, der aufpasst, wo wir lang geführt wurden. Das Kanzleramt ist ein sehr monumentales, symbolträchtiges Gebäude. Man spürt ganz deutlich, dass hier das Schaltzentrum der Macht ist." Auch die Anordnung sei interessant, mit den Ministerien und der gegenüberliegenden Anordnung von Bundeskanzleramt und Reichstag symbolisiere das Kanzleramt das Band der Einheit, da es das ehemalige Ost- und West-Berlin miteinander verbindet. Im Innenbereich sei alles hell mit vielen Fenstern und viel Licht. "Als normaler Mensch kommt man sich fast ein bisschen klein vor, angesichts dieser übermächtigen Kulisse".
Eindrücke eines BesuchersWie war es, die Kanzlerin persönlich zu treffen? "Für mich war es eine große Ehre, eingeladen zu sein", so Galuska. Die Kanzlerin habe ihre persönliche Wertschätzung ausgedrückt. "Ich hatte am Ende des Gesprächs den Eindruck, von einer vernünftigen Person regiert zu werden und fühle mich als Bürger bei ihr in guten Händen." Sie sei sehr sachlich gewesen, sagte Galuska, "ich hatte den Eindruck, dass sie sich große Gedanken und Sorgen darüber macht, wie es mit unserem Land weitergeht."