"Historische Kulturlandschaftselemente" - im Mai 2014 wurde im Rathaus von Burkardroth ein Projekt auf den Weg gebracht, das in die Tiefe der Ortsentwicklung gehen soll. Das Planungsteam der Verwaltungsstelle des Biosphärenreservates Rhön um Dr. Doris Pokorny und die Arbeitsgemeinschaft Dr. Thomas Büttner + Armin Röhrer, die auch die vorhergehenden Projekte in Fladungen, den Walddörfern, im oberen Sinntal und in Geroda fachkundig begleitet hatten, erläuterten
damals die Vorgehensweise, den Zeitplan und den Hintergrund zu der "Erfassung der historischen Kulturlandschaftselemente für den Markt Burkardroth".

Ergänzend dazu, so das Konzept, wird in jedem Ort ein "Rat der Weisen" berufen, der sich aus ortskundigen Bürgern zusammensetzt, die das Projekt ehrenamtlich begleiten. Es sind in der Regel Senioren, die als Zeitzeugen oder durch Überlieferung in der Familie auf eine lange Erlebensphase zurückblicken und das Geschehen in Dorf und Flur vor allem für die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg beurteilen können. Die Bewertung aller dokumentierten Elemente erfolgt nach ihrer Bedeutsamkeit, Erhaltungswürdigkeit und nach ihrem touristischen Potenzial.


Erste Umsetzung auf dem Weg

Eine erste Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse ist in der Gemarkung Frauenroth bereits auf den Weg gebracht: Eine Idee des Rhönklub-Zweigvereins Burkardroth aus den 1990-er Jahren wurde aufgegriffen. Im Aschachtal wird ein altes Stauwehr zur Bewässerung der Wiesen restauriert, ein Wanderweg führt zu weiteren Nachweisen des kargen Lebens der Vorfahren, und Klaus Wehner und Alois Müller haben dazu eine umfangreiche Broschüre erstellt. Das Projekt leistet der jeweiligen Gemeinde und ihren Bürgern Hilfestellung im Umgang mit diesen Elementen bei Dorfentwicklungsprojekten und in der Bauleitplanung.

Das Projekt soll Heimatbewusstsein fördern und identitätsstiftend wirken. Angesprochen werden Einheimische und Gäste, Lehrkräfte, Tourismusverantwortliche und Kommunalpolitiker sowie alle Rhönliebhaber, die sich für die Entwicklung dieser Kulturlandschaft interessieren.


Informationsveranstaltung

Am Donnerstag, 8. September, werden um 19 Uhr im Pfarrheim von Waldfenster zum Abschluss des zweiten Teilprojekts von der Arbeitsgemeinschaft Dr. Thomas Büttner, Katrin Herber und Armin Röhrer die bisher erarbeiteten Ergebnisse vorgestellt. Gleichzeitig beginnt die Bearbeitung des dritten Teilprojekts für die Gemeindeteile Gefäll, Premich und Stangenroth mit Salzforst. Weitere Interessierte können dazustoßen. red