Zum 25. Mal findet heuer das Spendenprojekt „Weihnachtshilfe“ der Saale-Zeitung statt.  Das Geld wird für Menschen aus dem Landkreis gebraucht, die in eine Notlage geraten sind. In den kommenden Wochen besuchen wir vier Hilfsorganisationen in Bad Kissingen und stellen Schicksale von Menschen vor. Mit Ihren Spendengeldern der letzten Weihnachtshilfe oder dem Geld, das in diesem Jahr zusammenkommt, wird oder wurde diesen Menschen und vielen anderen geholfen. 

Sozialpsychiatrische Dienst der Diakonie

Der Sozialpsychiatrische Dienst der Diakonie ist eine Beratungsstelle für psychisch kranke und behinderte Menschen und Menschen, die von einer psychischen Erkrankung bedroht sind. Ebenso richtet er sich an Angehörige.

Es gibt vier verschiedene Bereiche: Erster Anlaufpunkt ist die Beratungsstelle, an die sich psychisch Kranke oder deren Angehörige wenden können. Auch Hausbesuche sind möglich. Der zweite Bereich: „Die Tagesstätte, wo die Menschen mindestens vier Stunden am Tag bei uns beschäftigt sind“, sagt Jürgen Wolfer, der die Tagesstätte leitet. Hier kommen sie auf andere Gedanken, treffen andere und können sich austauschen. Ein dritter Bereich ist das Einzelbetreute Wohnen, wo die Menschen zu Hause Unterstützung  in ihrem Alltag bekommen, den sie allein nicht mehr stemmen können. Zuletzt gibt es noch die Soziotherapie, bei der psychisch Kranke ärztliche Hilfe erhalten. Die Coronazeit gehe „an die Nieren“, vor allem Ängste wurden stärker, sagt Jürgen Wolfer.

Solwodi Bad Kissingen

Solwodi steht für Solidarity for Women in distress, also Hilfe für Frauen in Not. Die Organisation hilft und berät  Opfer von Zwangsprostitution oder Menschenhandel; geflüchtete, ausgebeutete oder missbrauchte Frauen. Solwodi hilft ihnen bei ausländer- oder sozialrechtlichen, aber auch persönlichen Problemen. Auch sie hat Corona stark getroffen. „Viele Behörden waren im Lockdown, die Kommunikation war oft schriftlich. Die Frauen waren wegen der Behördensprache oft überfordert“, erzählt Renate Hofmann, Leiterin von Solwodi. Zudem waren manche in Quarantäne oder Isolation: Bei nur einem Zimmer in einer Gemeinschaftsunterkunft sei das eine große Belastung für die Frauen und die Kinder gewesen.

Sozialer Beratungsdienst der Caritas

Im Sozialen Beratungsdienst der Caritas  berät Gabriele Morath Menschen aus dem Landkreis, die aus verschiedenen Gründen Hilfe brauchen. Beispielsweise, wenn sie in finanziellen Schwierigkeiten sind, Informationen zu Sozialleistungen benötigen, mit Behörden nicht zurechtkommen,  Probleme im Umgang mit anderen Menschen haben oder im Augenblick einfach nicht weiter wissen. „Corona bedingt, dass der persönliche Kontakt zu Sachbearbeitern, etwa beim Jobcenter, unterbunden ist. Das macht es zusätzlich schwierig“, sagt Morath. Im Gespräch mit den Menschen bietet sie Beratung, unterstützt bei Anträgen und Behördengängen, vermittelt aber auch direkt finanzielle Hilfen. Sie bezahlt etwa mal den Strom, wenn es noch dauert, bis ein gestellter Antrag beim Amt bearbeitet wurde.  Kurzum: Gabriele Morath ist dafür da, Menschen in Krisen Mut zu machen, mit ihnen gemeinsam Konflikte anzugehen, die für die Betroffenen große Hindernisse darstellen. „Hilfe zur Selbsthilfe“, das ist Moraths Motto.

Kidro (Kissinger Drogenhilfe)

Die Kidro (Kissinger Drogenhilfe) ist für Menschen da, die eine  Suchterkrankung haben, einen Schicksalsschlag erlitten oder Probleme zu Hause haben. Die Coronapandemie trifft viele hart, die Regelungen seien für diese Menschen kaum einzuhalten, sagt Leiter Christian Fenn. In diesem Jahr seien sie besonders auf Hilfe angewiesen. 


Hilfestellung gibt die Kidro vor Ort in der Wärmestube, wo es etwas zu essen für wenig Geld gibt. Dazu gehört die Kleiderkammer.  Die Drogenhilfe unterstützt Suchtkranke oder gefährdete Menschen im Alltag, bei Behördengängen oder der Arbeitssuche. 

 Das  Kissinger Integrationsprojekt (KIP) versucht, Menschen wieder an eine Arbeit und einen normalen Tagesrhythmus zu gewöhnen. Das Möbellager SoFa (SOzial und FAir) bietet gebrauchte Möbel. Ein Sportangebot soll zudem  Menschen wieder in die Mitte der Gesellschaft inkludieren.

Spendenkonten:

  • CaritasDE80 7935 1010 0000 0019 41 (neue Kontonummer)
  • Kidro: DE05 7935 1010 0000 0335 55
  • Solwodi: DE73 7906 5028 0005 7260 50
  • Diakonisches Werk: DE48 7935 0101 0000 0025 35

Verwendungszweck: Weihnachtshilfe Saale-Zeitung

Wichtige Anmerkung: Vor ein paar Tagen hatten wir auf dieser Seite bei der Caritas noch eine andere Kontonummer angegeben.  Beim Spendenkonto der Caritas ist ein Fehler aufgetreten. Die Caritas hat vor einiger Zeit eine Kontoumstellung bei der Sparkasse vorgenommen. Aufgrund dieser kam es bei Spendeneingängen, die per Hand getätigt wurden, zu Rückbuchungen auf das Konto des Spenders, teils sogar mit einer Gebühr von 2,50 Euro, berichtet Gabriele Morath von der Caritas. „Uns wurde versichert, dass während des kompletten Jahres 2022 eine Übertragung vom alten ins neue Konto erfolgt.“ Nun hat sich herausgestellt, dass dies nur für Überweisungen gilt, die online getätigt wurden. „Das wurde leider nicht weitergegeben“, sagt Morath. 

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