Die römische Glaubenskongregation hat das Ergebnis der kirchenrechtlichen Voruntersuchung jetzt offiziell bestätigt.Damit sind die von Bischof Friedhelm Hofmann im Dekret vom 25. Mai 2016 verhängten Maßnahmen gegenüber dem Ruhestandspfarrer im vollem Umfang wirksam, teilte das Bischöfliche Ordinariat Würzburg am Montag mit. M. ist damit jedes öffentliche Wirken als Priester in Seelsorge und Liturgie verboten. Weiter ist ihm der Aufenthalt in den Pfarreien des Dekanats Bad Kissingen untersagt. Dort hatte er zuletzt gewirkt.
Die kirchenrechtliche Voruntersuchung wurde am 11. November 2015 eingeleitet und schließlich im Bischöflichen Offizialat Würzburg durchgeführt. Ergebnis war, dass M. vor mehr als 40 Jahren während seines Wirkens in Polen eine Minderjährige über mehrere Jahre hinweg sexuell missbraucht hatte.


Verfahren abgeschlossen

Das Ergebnis der Voruntersuchung wurde im September 2016 der Glaubenskongregation zur Prüfung vorgelegt. Mit der Bestätigung durch diese und der bereits erfolgten Zustimmung des Ruhestandspfarrers zu der Maßnahme ist das kirchenrechtliche Verfahren abgeschlossen, teilte das Ordinariat mit. Bei den staatlichen Behörden hatte sich der Priester Ende März 2016 selbst angezeigt. Das Verfahren wurde seinerzeit wegen Verjährung eingestellt.