Die Gemeinde revanchiert sich außer mit zwei Grundstücken oberhalb von Engenthal, die im Umgriff der Flurstücke "Lehenellern" und "Hefenstall" liegen, mit rund 50 Hektar am Schwedenberg für die Kernzone des Biosphärenreservats. "Die Bemühungen des Markts, in den Besitz des Wegs zur Trimburg und des umgebenden Waldes zu kommen, gehen noch auf die Zeiten von Bürgermeister Küchler zurück", erinnerte Bürgermeister Ludwig Neeb (CSU) in der Gemeinderatssitzung.

Die Versuche waren allerdings immer im Sande verlaufen, weil die Staatliche Forstbehörde und später die Staatsforsten sich dagegen gesperrt hatten. Immerhin gestatteten sie die Auffahrt zur Trimburg und Ausbesserungen des geschotterten Wegs, der nun asphaltiert werden soll. "Es hat immer Ärger mit der Zufahrt und ihrer Befahrbarkeit gegeben. Aber die Bayerischen Staatsforsten waren im Recht", erklärte Landrat Thomas Bold. Er fügte hinzu: "Es wäre wichtig die Auffahrt verkehrssicher herzustellen."

Allerdings verlangen die Staatsforsten einen qualitativ gleichwertigen Tausch. Deshalb riet Bold zu einem Gutachten für die Grundstücke. Die Staatsforstfläche beträgt etwa 15 Hektar. Die beiden Gemeindegrundstücke kommen zusammen auf etwa 36 Hektar, die, je nach Qualität, jedoch nicht vollständig eingebracht werden müssen. Eine Beteiligung des Kreises am Ausbau der Zufahrt, für den es Fördergelder gibt, hielt der Landrat für möglich. Für die Kernzone bekommt der Markt eine Entschädigung für 50 Prozent der Fläche, die andere Hälfte wird dem kommunalen Öko-Konto gutgeschrieben.

Stellvertretender Bürgermeister Jürgen Englert (SPD-FWG) sah in der Tauschaktion "die einmalige Chance zur Ertüchtigung der Trimburg-Auffahrt". Die Probleme mit dem Weg skizzierte Neeb auf Anfrage von Karl-Heinz Kickuth (SPD-FWG). Höchste Priorität hat demnach die Verkehrssicherheit, die durch eine Verbreiterung der Schotterstraße erreicht werden soll. Die Staubentwicklung im Sommer und die Verschmutzung bei starkem Regen könnten mit einer Asphaltierung beseitigt werden. Die Parkplatzsituation an der Trimburg könnte neu geordnet werden.

Zur Abgabe des Areals am Schwedenberg forderte Volker Partsch (Neue Liste) ein Bodendenkmal, um eine mehr als 1000 Jahre alte Siedlung, die Maidburg, als touristische Attraktion zu erhalten. Außerdem plädierte er für einen Lärmschutzwald an der Autobahn: "Nur mit einigen Schildern und dem Besitz des Trimburgwegs bin ich nicht einverstanden." Bold sicherte zu, dass Führungen zur Maidburg weiterhin möglich sein sollen. Zur Anfrage von Walter Schmitt (Bürgerliste) über Auswirkungen auf die Jagd erklärte Bold, dass es keine Änderungen geben werde, außer dem Aussetzen der Fütterung.