Seine Absicht, eine Freizeitanlage am südöstlichen Ortsrand von Elfershausen zu etablieren, will der Gemeinderat "noch einmal überdenken und überarbeiten lassen". Grund dafür ist die hohe Förderung, die vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) winkt, denn mit diesem Geld könnten auch andere Vorhaben verwirklicht werden.
Bürgermeister Ludwig Neeb und Planer Valtin Dietz erfuhren bei der Behörde in Würzburg von einem bis zu
70-prozentigen Zuschuss auf die förderfähigen Baukosten, in der Summe bis zu 250 000 Euro, der im Rahmen der "punktuellen Dorferneuerung" abgerufen werden könne. "Einen so hohen Fördersatz habe ich noch in keiner Gemeinde erlebt", stellte Dietz überrascht fest.

Keine Privatmaßnahmen

Die einschlägigen Bestimmungen besagen, dass der Zuschuss nicht zwingend auf eine Maßnahme festgelegt ist, sondern mehreren Projekten zugeführt werden kann - allerdings keinen privaten Vorhaben. Die Inanspruchnahme dieser Förderung bedingt allerdings auch, dass der Ortsteil Elfershausen in den nächsten Jahren das Dorferneuerungs-Programm nicht mehr in Anspruch nehmen kann.

Den Vorschlag von Dietz, aus dem Freizeitgelände zwei Maßnahmen zu bilden, um schneller an die Fördergelder zu kommen, stellten Volker Partsch und Karl-Heinz Kickuth die Empfehlung entgegen, mit der Förderung auch andere Projekte zu berücksichtigen, zum Beispiel die Sanierung der Alten Schule und/oder einen behindertengerechten Eingang zum Rathaus in Elfershausen, was im Gremium auf fruchtbaren Boden fiel.

Das warf die Frage auf, wie es mit der Freizeitanlage weitergeht. "Sollen wir eine abgespeckte Version der Freizeitanlage verwirklichen und mit den Mitteln auch andere Maßnahmen anpacken oder das Ganze neu überdenken?", fragte Neeb, der wie Bernhard Büttner dabei die Schulsanierung im Blick hat.

Dietz schlug vor, das Feuchtgebiet im südlichen Gelände und den bestehenden Spielplatz hinter dem Schützenhaus zurückzustellen und vorrangig den Deisselbach und den Wasserspielplatz für ca.150 000 Euro zu realisieren. Die Restmittel will er für die Alte Schule, speziell für neue Fenster und den Umbau der Toilettenanlage, verwenden. Der Rat kam überein, das Freizeitprojekt zugunsten der Schulsanierung und des behindertengerechten Zugangs ins Rathaus noch einmal zu überdenken und die Planung umarbeiten zu lassen.

Die Alte Schule in Langendorf braucht nach Ansicht eines Zimmerers eine neue Eindeckung, der empfahl, "die Arbeiten nicht auf die lange Bank zu schieben". Bürgermeister Neeb schlug eine Ortsinspektion mit dem Gemeinderat und eine unverbindliche Kostenschätzung vor. Der Rat willigte ein.

Der vom Weinbaubetrieb Hümmler beantragten Nutzungsänderung der Häckerwirtschaft in einen Schank- und Speisebetrieb gab das Gremium "grünes Licht". Marcel Hümmler plant eine Erweiterung seines Angebots für Familien- und Vereinsveranstaltungen und braucht dazu eine gaststättenrechtliche Genehmigung. Einstimmig setzte der Rat das Zehrgeld für die Kommunalwahlen von 25 auf 30 Euro herauf. Was die Europawahlen angeht, wird das Wahllokal in Engenthal mit in das Gemeindehaus in Trimberg verlegt, da die Beteiligung im Ortsteil Engenthal ein eigenes Wahllokal nicht rechtfertigt.

Hilfe für Feuerwehr

Für Diskussionen sorgte Volker Partsch mit seinem Vorschlag, dass Feuerwehrleute, die bei der Gemeinde angestellt sind, bei Alarm der örtlichen Feuerwehr für den Fall zur Verfügung stehen, dass zum Beispiel ein Fahrer gebraucht wird. Kämmerer Andreas Mützel hat dies bereits zugesagt. Die Ausrüstung vor Ort soll mit der Wehr besprochen werden.