Als Einzelne, in Kleinst- und Fahrradgruppen machten sich die Pilger am Samstag zusammen mit 22 Retzbach-Musikanten ab 2.30 Uhr zu unterschiedlichen Zeiten und auch teils auf unterschiedlichen Wegen - nicht nur aus Oerlenbach - auf nach Retzbach zu "Maria im Grünen Tal".

Unterwegs trafen sich die Pilger immer wieder an unterschiedlichsten Orten, so zum Beispiel an der Wallfahrtskirche "Maria Sondheim" in Arnstein, zu Andachten oder Marienlieder-Singen, um dann wieder getrennt und eigenverantwortlich nach Retzbach weiter zu pilgern. Hier zogen dann etwas mehr als 80 Wallfahrer unter den Klängen der Retzbach-Musikanten in die Wallfahrtskirche ein.

Gottesdienst mit Musikanten

Höhepunkt war dann der feierliche Gottesdienst mit Generalvikar Dr. Vorndran und Pfarrvikar Wollbeck aus Retzbach. Die Retzbach-Musikanten unter der Leitung von Tobias Lutz waren dabei maßgebend an der Ausgestaltung des Gottesdienstes beteiligt.

Ehrung für langjährige Teilnahme

Im Anschluss an den Gottesdienst wurden dann vier Wallfahrer für ihre langjährige Teilnahme an der Wallfahrt besonders geehrt. Es waren dies Doris Beutert und Willy Schmitt, die sich 50 Mal auf den langen und beschwerlichen Weg gemacht hatten.

Für 25-malige Teilnahme und prägenden Einsatz für die Wallfahrt wurden Martin Vierengel und Tobias Lutz geehrt. Martin Vierengel ist seit über 15 Jahren Vorbeter und Sänger von Gebetsrufen und Litaneien. Tobias Lutz hat bei all seinen Teilnahmen Musik gespielt und ist seit 2015 der Dirigent der Retzbach-Musikanten.

Am Sonntag machte sich dann eine Gruppe von 50 Pilgern auf den Heimweg, wobei hier das "Marienlieder-Singen" in Poppenhausen und die "Marien-Andacht" in Oerlenbach die stimmungsvollen Höhepunkte waren. In seinem Schlusswort dankte Wallfahrtsleiter Otmar Lutz allen, die zum Gelingen der diesjährigen Wallfahrt beigetragen haben.

Zwar habe Corona die mehr als 150-jährige Tradition nicht stoppen können. Otmar Lutz sagte weiter, er hoffe aber auf eine normale Wallfahrt in 2022 mit vielen gesunden Teilnehmern.