Tausche Abenteuer gegen Komfort. Die Tour ist nichts für "zivilisationsverwöhnte Weicheier". Die "Frankenbeduinen" und die "Sternfahrer" mussten und müssen auf dem 6600 Kilometer langen Weg nach Baku, die Hauptstadt Aserbaidschans, Einschränkungen machen. Sie fühlen sich aber wohl, so "ungewaschen und fern der Heimat", teilte Pia Bauer mit, die einzige Frau im Team. Sie haben am Wochenende ein wichtiges Zwischenziel erreicht: Istanbul. Das Fahrerlager wurde nicht an der Galata-Brücke eingerichtet, sondern an der weltberühmten Blauen Moschee.

Dann gab es Freizeit und viel zu besichtigen. Einige suchten einen Hamam (türkisches Bad) auf - eine Wohltat nach vier Tagen ohne die gewohnte Dusche. Andere gingen zum Friseur. In einem Hotelzimmer konnten sich die zwölf Franken frisch machen. Dann trafen sie sich laut Bauer mit der Bad Kissinger "Fangemeinde" in einem Café.


Bisher lief alles glatt



Bislang hatte es keine nennenswerten Schwierigkeiten gegeben. Lediglich ein Lüfter war defekt. Die Rhöner waren über Österreich, Ungarn und Rumänien gefahren. Ihre erste Aufgabe hatten sie schon: Sie müssen im Maßstab 1:200 eine Arche Noah bauen. Die Anleitung dazu gibt es in der Bibel. Der Kahn wird 80 Zentimeter lang und 60 Zentimeter hoch sein. Damit ist der Schreiner im Team betraut.

In Rumänien: Eine Stunde voraus, 30 Grad, ein Gruppenfoto mit Kindern und mittags saftige Geflügelschnitzel aus einer rustikalen Kneipe. Abends erreichte die Expedition Bulgarien. Dort segnete ein Hydraulikschlauch an einem Benz das Zeitliche. Die Stimmung ist nach wie vor super, so Pia Bauer, "von Lagerkoller keine Spur". Allerdings gab es im 1000-Sterne-Hotel unter freiem Himmel keine Nasszellen.

In der Türkei gehört Hupen zum guten Autofahrer-Ton. In Istanbul herrschte dann das übliche Verkehrschaos. Geschlafen wurde auf einer Wiese unter Bäumen und direkt am Meer.