"Ende August vergangenen Jahres begannen wir mit dem Ausheben des Grunds. Seitdem sind etwa 1400 Arbeitsstunden von 35 freiwilligen Helfern und lokalen Firmen in das Projekt geflossen", erinnert Vereinsvorsitzender Manfred Öftring, der gemeinsam mit Ralf Hartan die sechs Zentner schwere Weltkugel auf einem Stahlgerüst in der Raummitte der Kapelle ausrichtet.

Die Kugel, in die ein auf Fuchsstadt blickendes Gesicht, eine Hand und eine Taube eingemeißelt sind, bildet den Mittelpunkt der Kapelle und symbolisiert die Dreifaltigkeit, Gottvater, Jesus Christus und Hl. Geist. Der heimische Bildhauer und Ideengeber, Ralf Hartan, schuf das Werk, für das er Jura-Kalkstein aus Pappenheim kommen ließ.

"Ich habe - Sockel und Stellage inbegriffen - nach meiner Modellvorlage aus Styropor rund sechs Wochen an dem Objekt gearbeitet, das zunächst einen Grob-, dann einen Feinschliff erhielt. Danach meißelte ich Symbole ein", informiert der Künstler. Zu dem Unikat passt die Inschrift an der Ostinnenwand: "Der sein Haus auf einem Felsen baute" (Mt 7,24).

Die Dreifaltigkeitskapelle war in Fuchsstadt ein zunächst umstrittenes Projekt und schlug einige Wellen im Ort. "Inzwischen hören wir fast nur positive Meinungen und Urteile", freut sich Öftring, unter dessen Regie es gelang, das Andachtshäuschen ohne Kosten für die Gemeinde nur aus Spendengeldern und mit Unterstützung heimischer Firmen und ehrenamtlicher Helfern zu erbauen.

"Wir haben jeden Bauschritt im Verein abgestimmt und den geschätzten Kostenrahmen von rund 40 000 Euro sogar unterschritten. Durch die zahlreichen Spenden ist sogar der künftige Unterhalt der Kapelle in trockenen Tüchern", betont Öftring stolz. Im Zuge der Baumaßnahme wurde auch der Fußweg vom "Heinigkreuz" zur Kapelle hergestellt und mit Feinschotter geebnet. An ihm sollen noch drei Stelen Platz finden, die für Dankbarkeit, Glaube und Verantwortung stehen.