Erstmals krachte es um 8.30 Uhr, als ein 51-jähriger Kleintransporter-Fahrer in Geroda auf der Kissinger Straße in Richtung Bad Brückenau unterwegs war. Auf Höhe der Einmündung zum Kirchberg brach das Heck des Sprinters trotz geringer Geschwindigkeit aus. Der Fahrer konnte sein Fahrzeug nicht mehr unter Kontrolle bringen und rutschte gegen einen Lkw, der in der Kissinger Straße im Bereich der Tankstelle wartete. Verletzt wurde niemand, der Schaden an den Fahrzeugen beträgt circa 4000 Euro.
Sachschaden in Höhe von circa 1500 Euro entstand, als ein 30-jähriger Autofahrer um 10.30 Uhr von der Bischofsheimer Straße in Wildflecken auf die Staatsstraße 2289 einbog, ins Rutschen geriet und schließlich gegen eine Leitplanke prallte.
Mindestens 10 000 Euro ist die Bilanz einer Rutschpartie, die an einer Straßenlaterne endete.
Ein 27-jähriger Autofahrer war gegen 10.45 Uhr auf der Schlüchterner Straße von Züntersbach kommend unterwegs und konnte auf Höhe der Ernst-Putz-Straße seinen Wagen nicht mehr abbremsen. Er prallte gegen einen Lichtmast. Das Auto war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden.
Ebenfalls einen Abschleppdienst musste ein 45-jähriger Lkw-Fahrer gegen 17.15 Uhr in Anspruch nehmen, nachdem er auf der B27 von Neuwirtshaus kommend in Richtung Untergeiersnest mit der Zugmaschine aufs schneebedeckte Bankett geraten war. Er konnte seinen Lastzug aufgrund des rutschigen Untergrundes nicht mehr unter Kontrolle bringen und überrollte einen Leitpfosten. Der Anhänger rutschte letztendlich in einen Straßengraben. Der Sachschaden beträgt einige hundert Euro.
Während des gesamten Tages wurden von praktisch von allen Steigungsstrecken im Altlandkreis Bad Brückenau hängen gebliebene Laster und Auto gemeldet. Ab Mittag entwickelte sich die B27 zwischen Bad Brückenau und Fulda zum Problemschwerpunkt. Der Verkehr kam zwischen Volkers und Motten an mehreren Stellen zum Erliegen.
Bereits am Vormittag musste bei Kothen ein schwerer Lastzug durch ein Bergungsunternehmen befreit werden, nachdem er sich festgefahren hatte. Auch im Bereich der B286 zwischen Römershag und Schildeck und entlang der B27 am so genannten Hammelburger Berg ging zeitweise nichts mehr.
Viele Verkehrsteilnehmer wollten die Landstraßen dazu nutzen, um den Stau auf der A7 auf hessischer Seite zu umfahren. Allen Warnungen der Polizei zum Trotze, verstopften unzählige Laster das nachgeordnete Straßennetz. Die Räumdienste waren pausenlos im Einsatz, zu Straßensperrungen kam es nicht. Auch die Einsatzkräfte der Polizei selbst waren zum Teil den Straßenverhältnissen gegenüber machtlos und mussten deshalb Schneeketten aufziehen. Die Polizei lobte den Großteil der Verkehrsteilnehmer in der Region. Fast alle seien äußerst besonnen, vorausschauend und vorsichtig gefahren. pol/red