Die Jugendlichen schrieben ihre Wünsche und Anmerkungen auf große Plakate. Die gemeinsame Auswertung zeigte vor allem, dass der Wunsch nach einem eigenen Jugendraum groß ist. Eine Gebäude Richtung Landschaftssee sei zu teuer, habe eine Bestandsaufnahme ergeben. Ein Anwesen der katholischen Kirche sei zu baufällig, als dass es renoviert werden könnte. Im Angebot stünde auch ein Raum im ehemaligen Rathaus, für dessen Instandsetzung der Bauhof derzeit die Kosten ermittelt. Einem Bauwagen auf Gemeindegrund musste der Bürgermeister eine Absage erteilen. Die Gemeinde habe weitaus mehr Vorschriften zu beachten, als etwa eine Privatperson.

10 000 Euro stehen zur Verfügung


An den Kosten scheitert ein Beach-Volleyballfeld. Das Problem sei, dass der Sand immer weiter nach unten abwandere. Ein entsprechender Unterbau sprenge die finanziellen Möglichkeiten. Gar nicht gerne nahmen die Jugendlichen die Empfehlung auf, ein solches Feld im Maßbacher Freibad zu nutzen. Zu weit weg und auch noch mit Eintritt behaftet, sei dies zudem eher ein Beitrag zur Attraktivitätssteigerung von Maßbach.
Nachdem auf mehrfaches Drängen, wieviel Geld für Jugendarbeit in Poppenlauer ausgegeben werden könne, die Zahl 10 000 im Raum stand, sprudelten zunächst die Ideen. Schnell war ausgerechnet, wie viele voll ausgestattete Bauwägen dafür angeschafft werden könnten. Doch das würde das Landratsamt niemals genehmigen, meinte Wegner. Immer wieder musste er die unterschiedlichen Kompetenzen der Behörden erläutern, weil die Gemeinde beispielsweise nichts dafür könne, dass der Staat in Zusammenarbeit mit dem Bund viel Geld für die Froschtunnel unter der Straße in Richtung Maßbach ausgegeben hat. Auch dass die nicht gebaute Parkscheune in Maßbach 60 000 Euro eingespart habe, stimme so nicht. Das Geld werde in Poppenlauer für die Sanierung der Grundschule verwendet.
Nichts unternehmen könne die Gemeinde auch gegen die immer weiter um sich greifende Praxis, dass Festveranstalter nur noch über 18-Jährige zu ihren Partys zulassen. Gerne würden Jugendliche die Turnhalle im Winter zum Zeitvertreib nutzen. Die Gemeinde sei in dem Fall jedoch nicht der Eigentümer.
Ein inzwischen schon Jahrzehnte altes Ärgernis sind überfüllte Schulbusse. Und überhaupt seien die Verbindungen nach Schweinfurt und Bad Kissingen schlecht. Eine Verbindung zwischen Poppenlauer und Weichtungen fehle gänzlich. In Weichtungen gab es zwar einmal einen Jugendraum in der alten Schule, doch dieser sei aufgrund eines fehlenden zweiten Rettungsweges nicht mehr zulässig. Die Weichtunger Jugendlichen halten es außerdem für sehr unglücklich, dass eine Tischtennisplatte zwischen Altglascontainern und dem Friedhof positioniert sei.