Anlässlich des 200. Geburtstages von Giuseppe Verdi in diesem Jahr wird am Samstag, 16. November, um 19.30 Uhr im Großen Saal dessen berühmtes Requiem aufgeführt. Die Ausführenden sind Nathalie de Montmollin (Sopran), Barbara Schmidt-Gaden (Mezzosopran), Martin Koch (Tenor), Evert Sooster (Bass), die Kantorei Bad Kissingen, der Münsterchor Herford (Einstudierung Stefan Kagl) und die Thüringen Philharmonie Gotha; die Leitung hat Stadtkantor Burkhard
Ascherl.

Großen Anklang fand bereits die erste gemeinsame Aufführung aller Beteiligten am vergangenen Wochenende im Herforder Münster. In der "Neuen Westfälischen" hieß es unter anderem: "... doch war es insbesondere der künstlerische Beitrag der beiden Chöre, der diesem Konzertabend einen festen Platz in der jüngeren Herforder Kulturgeschichte sichert."

Als 1873 der Dichter Alessandro Manzoni starb, fasste Verdi den Entschluss, zu Ehren des Schriftstellers sein bis dahin bereits vorhandenes Requiem-Fragment zu vervollständigen. Zur Urauufführung kam das Werk unter Leitung des Komponisten am 22. Mai 1874, am ersten Jahrestag des Todes von Manzoni, in der Kirche San Marco in Mailand.

Von den Vertonungen des Requiem-Textes hat neben der von Mozart kaum eine so universelle Anerkennung gefunden wie die von Verdi. Es ist nicht nur ein großes Werk, sondern auch ein schwieriges, das hohe Anforderungen an die Interpreten stellt - und deshalb wohl auch nicht so oft zu hören ist.

Verdi setzt die Ohnmacht des Menschen vor der Allgewalt des Todes, seine Schulderkenntnis vor dem jüngsten Gericht und sein Flehen um Gnade in überwältigende Klangvisionen meisterhaft um. Dabei strahlt das Stück keine düstere Endzeitstimmung aus, sondern unterstreicht mit seiner farbenreichen Orchestrierung und seiner hoffnungsvollen Melodik die Bedeutung des Lebens. Das Requiem hat durch das anhaltende Interesse der Musikwelt bis heute seine Lebenskraft bewiesen.

Karten gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse.