Wie die Polizei ermittelte, war das von ihm benutzte Fahrzeug nicht zugelassen, und im Auto lagen entwendete Kennzeichen. Zudem stand der Fahrer unter Alkohol- und Drogeneinfluss und hatte keinen Führerschein.

Kurz nach 13 Uhr war eine erste Mitteilung bei der Polizei eingegangen. Ein Autofahrer aus dem Landkreis Würzburg, der auf der A71 in Richtung Schweinfurt unterwegs war, hatte sich gemeldet. Der 37-Jährige war nach eigenem Bekunden von einem Autofahrer bis zum Stillstand ausgebremst worden, wobei er ein Auffahren auf dieses Fahrzeug nicht mehr verhindern konnte. Bei dem Zusammenstoß war ein Schaden in Höhe von etwa 3000 Euro entstanden. Verletzte gab es nicht.

Der Mann am Steuer des beteiligten Wagens sei allerdings nach der Kollision einfach weitergefahren. Einige Minuten später kam dann allerdings die Mitteilung eines Zeugen aus dem Bereich Rannungen, der auf den schwarzen Pkw an einer Feldscheune am Waldrand aufmerksam geworden war. Als eine Streifenbesatzung der Bad Kissinger Polizei dort eintraf, saß der 32-Jährige noch am Steuer. Der Mann aus Thüringen wurde vorläufig festgenommen. An dem Fahrzeug gab es deutliche Schäden am Heck, die zu dem Unfall zuvor passten. Im Pkw entdeckten die Beamten zwei Autokennzeichen, die vor einer Woche in Schleswig-Holstein entwendet worden waren.

Bei den weiteren Ermittlungen stellte sich heraus, dass der Autofahrer nicht im Besitz eines Führerscheins ist. Der Beschuldigte räumte zudem ein, vor Antritt der Fahrt Drogen konsumiert zu haben. Nachdem ein Alkotest einen Wert von 0,8 Promille ergeben hatte, war auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Schweinfurt eine Blutentnahme fällig.

Schließlich kam der Beschuldigte wieder auf freien Fuß. Gegen ihn läuft jetzt ein Ermittlungsverfahren unter anderem wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Diebstahls, Verstößen gegen die Abgabeordnung sowie das Pflichtversicherungsgesetz und unerlaubten Entfernens vom Unfallort.