In der Nacht zum 16. September hatte sich gegen 0.30 Uhr, ein Lkw-Fahrer bei der Polizei gemeldet, dass zwischen den Orten Waldfenster und Platz bei Burkardroth ein BMW neben der Fahrbahn gegen einen Baum geprallt war. Der 23-Jährige war, wie berichtet, alleine in seinem Fahrzeug unterwegs und offenbar nach links von der Fahrbahn abgekommen. Nachdem er von der Feuerwehr aus dem stark beschädigten Pkw befreit worden war, kam er schwerverletzt in eine Klinik. Dort erlag er am 20. September seinen Verletzungen.

Bereits im Zuge der Unfallaufnahme hatten Beamte der Polizeiinspektion Bad Kissingen festgestellt, dass ein Hinterrad mehrere Meter vom Unfallort entfernt lag. Die Radmuttern fehlten und waren vor Ort nicht auffindbar. Daraufhin war auf Anordnung der Schweinfurter Staatsanwaltschaft der BMW und das Rad noch in der Nacht sichergestellt worden. Ferner wurde ein Sachverständiger beauftragt entsprechende Begutachtungen durchzuführen.

In der Folgezeit ermittelten Beamte der Schweinfurter Kripo und der Bad Kissinger Polizei in enger Abstimmung mit der Schweinfurter Staatsanwaltschaft gemeinsam in dem Fall. Zentrale Frage war und ist nach Polizeiangaben, ob sich der Hinterreifen aufgrund einer Manipulation oder eines technischen Defektes gelöst hat. Beides kann derzeit nicht ausgeschlossen werden.

Deshalb werden nach Auskunft der Polizei am Donnerstagnachmittag Hausbefragungen in Bad Kissingen - dem Wohnort des Verstorbenen - durchgeführt. Dabei werden insbesondere Zeugen gesucht, die möglicherweise Hinweise zu den fehlenden Radmuttern geben können. pol