Eine 41-jährige Riedenbergerin beobachtete gegen 9 Uhr zufällig in der Kreuzbergstraße zwei junge Waschbären, die sich in luftiger Höhe in einer Scheune aufhielten und zu Boden zu stürzen drohten. Sie rief Bekannte hinzu, um die Tiere zu retten, von den eines bereits aus etwa acht Metern Höhe aus der Scheune gefallen war.

Eine zufällig vorbeifahrende Polizeistreife wurde auf die Situation aufmerksam. In dem Moment stürzte das zweite Jungtier zu Boden. Die Beamten brachten die verletzten Tiere sofort zu einer Tierärztin, die sich der beiden annahm. Kurz nach dieser Aktion ließ sich ein drittes Tier an der gleichen Stelle in der Scheune blicken.

Die 41-Jährige und ihre Bekannten holten geistesgegenwärtig eine Matratze und platzierten diese genau für einen Sprung des Tieres. Dies geschah gerade noch rechtzeitig, denn das dritte Waschbär-Baby sprang tatsächlich auch aus der Scheune. Es landete glücklicherweise genau auf der Matratze, blieb vermutlich unverletzt und wurde von der Tierärztin abgeholt und zu seinen beiden Geschwistern gebracht. Diese hatten den Sprung überlebt und befanden sich allem Anschein nach auf dem Weg der Besserung. Alle drei wurden von der Tierärztin in gute Hände gegeben, die sie nun wieder aufpäppeln.

Hunger macht mutig

Zusammen mit dem hinzugerufenen Scheunenbesitzer suchten die Frau und ihre Bekannten die Scheune nach weiteren jungen Waschbären ab, fanden aber keine mehr. Als Ursache für das sprichwörtlich lebensmüde Verhalten der drei jungen Tiere wird vermutet, dass sie Hunger hatten. Ihre Mutter war wohl weg und konnte oder wollte sich nicht mehr um ihren Nachwuchs kümmern. Und nach ein paar Tagen Muttermilchentzug schwindet wohl auch die Furcht vor der Höhe ...