Am Anfang war es nur ein Gedanke: Was passt besser zu einem perfekten Sommernachmittag als elektronische Tanzmusik, erfrischende Cocktails und der Sprung ins kühle Nass? Und warum gibt es das nicht in Hammelburg? Am Ende feierten Hunderte Fans elektronischer Musik und Cocktails im Wasserhaus den Sommer: Die Idee eines jungen Mannes schlug ein wie eine Bombe.
Wochenlang wurde über über das social Network die Werbetrommel gerührt.
"Elotail" lautete die Losung für den Event. Mit leckeren Cocktails und elektronischer Musik sollten im Garten der Musikinitiative Hammelburg entspannte Stunden verbracht werden. Das Konzept des Organisators ging vollends auf. So dicht bevölkert waren die Grünanlagen des Wasserhauses schon lange nicht mehr.
Bereits im Juli 2012 hatte sich eine Gruppe junger Leute rund um Alex Menschow zusammengefunden, um diese verlockende Idee in die Tat umzusetzen. Die rund 35 Mitglieder des FC Hammelburg um den Veranstalter hatten Lust, etwas Außergewöhnliches auf die Beine zu stellen. Gut ein Jahre später haben sie es geschafft. Gleich mehrere hundert Gäste konnte die Truppe, die die gesamte Veranstaltung völlig ehrenamtlich durchgeführt hat, auf dem Außengelände der Musikinitiative begrüßen. Teils, so gestanden die Verantwortlichen schmunzelnd, sei rund um den einladenden Pool im hinteren Bereich des Gartens kein Fleckchen Grün mehr zu sehen gewesen. Ganze zwölf Stunden von zwei Uhr am Nachmittag und dank Sondergenehmigung der Stadt bis zwei Uhr am nächsten Morgen konnte gefeiert und relaxed werden.

Endlich auch vor Ort

"Ich möchte in Hammelburg langfristig das Angebot an elektronischer Musik und die Möglichkeiten an sich so etwas in Hammelburg zu erleben etwas mehr in den Vordergrund stellen", bringt Alex Menschow die Intention der Veranstaltung auf den Punkt. Hier in der Gegend hätten Freunde dieser Musikrichtung ausgesprochen schlechte Karten. Vor allem im Sommer müssten viele Kilometer gefahren werden, um etwa einschlägige Festivals besuchen zu können. Das müsse sich dringend ändern.

Eigenes Logo

Gesagt, getan: Der Begriff "Elotail" samt Logo wurde von Alex Menschow entwickelt. Daneben wurde die Fußballfreizeit-Mannschaft "SpVgg Klömmer & Hänger" ins Leben gerufen, die mit ihren "Elotail"-Trikots einige vordere Plätze auf Turnieren in der Region erzielen konnte. Und auch sonst wurde ordentlich die Werbetrommel gerührt. Über diverse Facebook-Gruppen gelang die Organisation und Weiterverbreitung des Events perfekt.
Nun haben sich sieben regionale und überregionale DJs die Klinke in die Hand, während die Gäste sich an der eigens aufgebauten "Chillout-Area" mit 3000-Liter-Pool, Zelten und bequemen Couch-Garnituren aus dem Hammelburger JUZ niederlassen konnten. Dazu gab es neun alkoholische Cocktails und zwei ohne Alkohol. Neben den bekannten Klassikern wie Caipirinha und Co. ließen sich die jungen Leute auch eine Hommage an ihre Heimatstadt einfallen. So wurde aus "Sex on the Beach" kurzerhand ein leckerer "Sex on the Saale".

Reibungsloser Ablauf

Insgesamt verlief das erste "Elotail"-Festival ausgesprochen positiv. Die Stimmung sei durchwegs fröhlich und friedlich gewesen. Alle Gäste hätten Spaß gehabt und die Premiere gebührend gefeiert. Die helfenden Hände gingen derweil mit Plan ans Werk. So sei etwa die Cocktailbar völlig "industriell" organisiert gewesen. Vorbereitung, so Menschow, sei bei dieser Veranstaltung eben alles gewesen. Wie am Schnürchen gelang es, die zahlreichen Getränkenachfragen zu bedienen. Zeitweise seien jedoch bis zu acht Leute nötig gewesen, um den Sturm auf die Wasserhaus-Außentheke bewältigen zu können.
"Großer Dank gebührt am Ende natürlich allen Helfern und vor allem der Musikinitiative Hammelburg, die ihr Anwesen zur Verfügung gestellt hat", sagt Menschow. Der Garten des Wasserhauses sei geradezu ideal für solch kleine Festivals. Alles sei wunderbar eingezäunt. Das Ambiente sei durchwegs gemütlich. Nächstes Jahr, so kündigte er schon jetzt an: "Gerne wieder. Und vielleicht ein bisschen größer!" Nicole Oppelt