TV/DJK Hammelburg - FTSV Straubing II 3:1 (25:18, 25:20, 20:25, 25:22) - Sehr zur Freude des Trainerteams Frank Otter/Thomas Oschmann präsentierten sich die Hammelburgerinnen in glänzender Spiellaune gegen das Team des Oldstar-Trainers Wolfgang Schellinger. Mit einem furiosen Start wurden die Weichen schnell auf Sieg gestellt. Die Annahme funktionierte tadellos, Laura Schmitt, Franziska Schlumprecht und Britta Lohneiß versenkten die Bälle ebenso sicher wie Chris Heim in der Mitte, die von den nahezu perfekt zugespielten Bällen von Christine Fell profitierte. "Chris wurde ihrer Rolle als Führungsspielerin mehr als gerecht, nicht zuletzt, weil sie es schaffte, sowohl im Angriff als auch im Block die Regie zu übernehmen", sparte Thomas Oschmann nicht mit Lob. Da auch Carina Keilholz leistungsmäßig nicht abfiel, war der erste Durchgang schnell eingetütet, weil die Straubinger kein Gegenmittel parat hatten.
Diesen Schwung nahmen die Saaledamen in den zweiten Satz mit und fertigten die Gäste in nur 20 Minuten ab. Gegen Ende des Satzes erlaubten sich die Einheimischen ob ihrer Überlegenheit einige taktische Wechsel: Melanie Meder für Carina Keilholz in der Mitte, Katharina Wehner diagonal für Laura Schmitt und Jana Baumgart für Britta Lohneiß im Außenangriff. Bei der letzten Hammelburger Angabe kam das Talent Paula Hepp aus der 2. Damenmannschaft ins Spiel und damit zu seinem Debüt in der Regionalliga. Erfolgreich, denn mit vollem Risiko hämmerte sie die Kugel übers Netz.

Kurzer Durchhänger

Nach dem gelungenen Auftakt schlich sich im dritten Satz der Schlendrian ein. Taktikvorgaben von Coach Otter wurden nicht konsequent umgesetzt und vorübergehende Mängel in der Annahme ließen die Niederbayern ins Spiel kommen. Daran konnte auch Sabrina Schlereth nichts ändern, die in dieser Phase Christine Fell ersetzte. Sie fügte sich zwar harmonisch ins Team und zeigte gelungene Aufschläge, doch die Mannschaft schwächelte insgesamt und gab den Durchgang ab.
Das Trainerduo reagierte, mit neuer Aufstellung und neuer Taktik sollten die drei Punkte perfekt gemacht werden. Katharina Wehner wurde neben Jana Baumgart beordert. "Katha sollte die Annahme entlasten und tat dies auch. Jana Baumgart zeigte sensationell harte Angriffe und viel Spielfreude", sah Thomas Oschmann jetzt wieder ein Team aus einem Guss. Melanie Meder in der Mitte und Franzi Schlumprecht auf Außen trafen fast nach Belieben und in der Abwehr glänzten Christine Fell und Libera Denise Roy, da war es nur eine Frage der Zeit, bis der Sack zu war. "Die letzten drei Punkte aber wurden durch freche Angriffsschläge der Diagonalangreiferin Katha Wehner inszeniert, sie war wohl die Gewinnerin des vierten Satzes", urteilte Co-Trainer Oschmann, der insgesamt mit dem Auftritt aller zwölf eingesetzten Spielerinnen sehr zufrieden war. "So schaut mannschaftliche Harmonie aus, die Rollen werden toll besetzt, die eine hilft der anderen." Das Trainergespann kann den letzten drei Spieltagen auf Tabellenplatz vier entspannt entgegensehen. Doch wer die Philosophie der beiden Trainer kennt, weiß dass sie bis zum Saisonende sehenswerten Volleyball präsentieren wollen. "Da macht es gewaltig Spaß Trainer zu sein - Frank und ich sind schon ein bisschen stolz auf unsere Mädels", betont Thomas Oschmann.

TV/DJK Hammelburg - SC Freising 3:2 (21:25, 25:22, 26:24, 23:25, 15:11) - Ein hochdramatisches Spitzenspiel bekamen die Fans anschließend von den Männern geboten. "Das war die erwartet enge Kiste", meinte Oliver Bauer nach dem Sieg. "Für die ganzen Umstellungen war das richtig ordentlich und es hat bis zum Schluss richtig Spaß gemacht", ergänzte er. Durch die Ausfälle von Oliver Möller und Aaron Dettner musste Lukas Spachmann als Zusteller agieren, Michael Schottdorf rückte auf die Libero-Position. Die Umstellungen wirkten sich zunächst auf den Spielfluss der Gastgeber aus. "Wir mussten uns erst finden, das war mit der Aufstellung schwierig", kommentierte Oliver Bauer den Verlust des ersten Satzes. Anschließend klappte das Zusammenspiel immer besser und die Hammelburger fanden über den Kampf in die Partie. Als schwieriges Hindernis erwies sich ein ums andere Mal Tom Geiler, der bärenstarke Libero auf Seiten der Freisinger, doch am Ende glichen die Einheimischen aus. Im dritten Durchgang führten die Saalemänner bereits 23:19, ehe sie die Zügel schleifen ließen. Nach dem 24:24 versenkte Friedrich Fell seinen Aufschlag und Henning Schulte machte mit einem sehenswerten Block die 2:1-Führung perfekt. Im vierten Durchgang wurden die Hammelburger erneut leichtsinnig, was die Freisinger konsequent bestraften. "Wir haben die Bälle nicht tot gemacht und wollten das nach Hause schaukeln", gestand Oliver Bauer selbstkritisch nach dem Satzverlust. Im fälligen Tie-Break konnten die Gäste lediglich bis zum 5:5 mithalten, anschließend übernahm der TV/DJK das Kommando und spielte das Match abgeklärt zu Ende. Mit einem Leckerbissen als Schlusspunkt: "Henning hat den Matchball locker über den Freisinger Block gespielt, das war super gemacht", lobte Oliver Bauer seinen Mitspieler, der für ihn in einer starken Mannschaft der Beste war. "Er hat in den fünf Sätzen fast keinen Fehler gemacht."