Kissinger Wölfe - ESV Gebensbach 11:6 (1:0, 5:1, 5:5) - Freundlichen Applaus gab es von den spärlich gefüllten Rängen für den deutlichen Erfolg über das Liga-Schlusslicht. Doch Wölfe-Manager Andreas Goerke war sauer. Sauer, weil die Kurstädter mit Ausnahme des Mitteldrittels eine lustlose Vorstellung boten. Sauer aber vor allem deshalb, weil einmal mehr die Fans ausblieben. "So macht Landesliga-Eishockey in Bad Kissingen keinen Sinn. Ich weiß nicht, ob ich unter diesen Umständen weitermache."

Eine richtig gute Mannschaft haben die Verantwortlichen in der Kurstadt auf die Beine gestellt. Auch das Sponsoring ist exzellent. Nur die Akzeptanz vor Ort fehlt. "Auch von der Stadt erwarte ich mir mehr Initiative. Ein gutes Eishockey-Team ist doch auch ein Werbefaktor für die Stadt.
Und wenn ich sehe, dass für unsere Tombola für den Sonnenhügel-Cup im März fast ausnahmslos nur auswärtige Firmen spenden, ist das für den Verein frustrierend. Ohne Unterstützung ist es sinnvoller, ein besseres Hobbyteam in der Bezirksliga spielen zu lassen."
Die Freude hielt sich auch bei Spielertrainer Marc Hemmerich in Grenzen, "weil gerade die Leistungsträger mich enttäuscht haben. Da schließe ich mich mit ein", kritisierte der 27-Jährige, der einzig jenen Spielern ein Lob aussprach, die gewöhnlich nicht so viel Eiszeit bekommen wie ein Martin Schuler oder Max Hildenbrand. Der Langweiler mit vielen Defensivschwächen hatte auch noch Überlänge, weil die Partie verspätet begann und später eine Plexiglas-Scheibe repariert werden musste.

Von zweifelhafter Unterhaltung war der finale Abschnitt mit seinen zehn Treffern, fünf davon für die Gäste, die im Schnitt zwei Tore pro Partie erzielen. So freundlich wurden die Oberbayern in dieser Saison sicher noch nie zum Toreschießen eingeladen. Im Auftaktdrittel hatten die Gastgeber gegen die Schießbude der Liga ein einziges Tor zustande gebracht. "Da musste ich in der Kabine einige deutliche Worte an die Mannschaft richten", sagte Goerke. Viele Strafzeiten gegen das Schlusslicht unterstreichen zusätzlich, dass die Disziplin an diesem Abend keine Kissinger Stärke war. Weiter geht es für die Wölfe am Freitag mit dem Gastspiel in Freising, ehe am Sonntag (18 Uhr) Amberg gastiert.
Tore für Bad Kissingen: Maxi Stöpel (3), Marvin Moch (2), Viktor Ledin, David Franek, Mark Stiebitz, Kevin Tausend, Patrick Pfänder, Marc Hemmerich - Strafzeiten: Bad Kissingen 20, Gebensbach 22 + 10 + 10 - Zuschauer: 50.