LKR Bad Kissingen
Fußball

Vor Patrick Amrhein wird gewarnt

Der FC Fuchsstadt hat gehörigen Respekt vor dem Ex-Profi in Diensten des TuS Frammersbach. Der FC 06 Bad Kissingen und der TSV Münnerstadt wollen ihre Pokal-Erfolge nun in der Bezirksliga veredeln.
Den nötigen "Drive" von seiner Offensive (rechts: Yanik Pragmann) erhofft sich Fuchsstadts Trainer Martin Halbig. Foto: Ryan Evans
Den nötigen "Drive" von seiner Offensive (rechts: Yanik Pragmann) erhofft sich Fuchsstadts Trainer Martin Halbig. Foto: Ryan Evans

TuS Frammersbach - FC Fuchsstadt (Sonntag, 15 Uhr)

Für den FC Fuchsstadt (1./21) führt die Reise am Sonntag zu Aufsteiger TuS Frammersbach (13./12), der nach sieben Jahren Abstinenz wieder die Rückkehr in die Landesliga geschafft hat. Und das dank einer Hitchcock-verdächtigen Last-Minute-Meisterschaft, als man am letzten Spieltag in der Bezirksliga West zuhause vor fast 1500 Zuschauern auf den punktgleichen Verfolger ASV Rimpar traf und Patrick Geiger in der neunten Minute der Nachspielzeit den 2:2-Ausgleich erzielte, nachdem nur 120 Sekunden vorher Rimpar zum vermeintlich titelbringenden 2:1 traf. Doch das ist alles Schnee von gestern. Die Mannschaft von Spielertrainer Patrick Amrhein hat sich eine Klasse höher schnell akklimatisiert und agierte in den bisherigen Partien zumeist auf Augenhöhe mit dem jeweiligen Gegner. Ex-Profi Amrhein selbst, er lief unter anderem für Eintracht Braunschweig, Carl-Zeiß Jena und der SpVgg Unterhaching im bezahlten Fußball auf, ist dabei Dreh- und Angelpunkt seines Teams. Nachdem er in der vergangenen Saison 35 mal (!) traf, ist der Antreiber auch aktuell mit vier Treffern gefährlichster Akteur seiner Mannschaft. "Das ist ein überragender Fußballer", weiß auch Fuchsstadts Coach Martin Halbig, der nach dem 1:1 gegen Röllbach auch diesmal wieder einen ein enges Spiel erwartet: "Wir kennen Frammersbach sehr gut, haben in den letzten Jahren öfter gegen sie getestet. Man darf sie nicht am Tabellenplatz messen. Es wird eine 50:50-Partie." Ähnlich war es auch zuletzt gegen Röllbach, weswegen der Punkt trotz des späten Ausgleichs völlig in Ordnung war. "Wir haben immerhin gegen den Vizemeister gespielt. Das Spiel kannst du 3:1 gewinnen, aber auch 2:0 verlieren. Die Leistung hat gepasst, gerade im Defensivbereich war es überragend." Von der hochgelobten Offensive um das Dreigestirn Dominik Halbig, Christoph Schmidt und Yanik Pragmann erwartet der Füchse-Dompteur eine Leistungssteigerung gegenüber der Vorwoche. Halbig: "Da war noch Luft nach oben. Die paar Prozent mehr brauchen wir in Frammersbach." Ein Wechsel tut sich indes auf der Torwartposition auf, da Stammkeeper Tyrell Kruppa urlaubstechnisch genauso absent ist, wie Mittelfeldspieler Marcel Frank. Wer im Kasten steht, ob Simon Finke oder Neuzugang Andreas Kohlhepp, darauf will sich Halbig erst kurz vor dem Spiel festlegen: "Beide sind auf Augenhöhe und bringen ihre Leistung. Von daher mache ich mir da keine Sorgen."

FC 06 Bad Kissingen - SG Stadtlauringen (Samstag, 16 Uhr)

Auf eine Mannschaft im Aufschwung trifft der FC 06 Bad Kissingen (11./7) im Sportpark. Zu Gast ist die SG Ballingshausen/Stadtlauringen (12./4), die nach vier Niederlagen zum Saisonstart zuletzt vier Punkte aus zwei Spielen holte. Gerade der 3:0-Erfolg im Kellerduell gegen Trappstadt dürfte für Aufatmen bei Neu-Spielertrainer Patrick Prescher, er löste den nach Großbardorf gewechselten Klaus Seufert ab, gesorgt haben. Insgesamt fand bei der Spielgemeinschaft durch den Abgang von Clemens Neubert (TSV Aubstadt II), in der abgelaufenen Saison bester Torschütze, sowie Abwehrchef Felix Kaufmann (Karriereende) ein mittlerer Umbruch statt. "Sie sind schwer in die Saison gekommen, scheinen aber jetzt im Aufwind zu sein und werden mit deutlich mehr Selbstvertrauen anreisen", stellt sich Bad Kissingens Coach Tim Herterich auf einen unangenehmen Kontrahenten ein. Seine 06er schossen sich unter der Woche beim 5:1 im Totopokal gegen den SV Rödelmaier den Frust der Derbyniederlage in Münnerstadt (0:1) von der Seele und revanchierten sich gleichzeitig für die ganz bittere 0:5-Pleite gegen eben jenen SV Rödelmaier beim Punktspielaufeinandertreffen am vierten Spieltag. "Wir haben hochverdient gewonnen und dabei schöne Tore erzielt, was uns in der Liga ein bisschen gefehlt hat. Das Thema Chancenverwertung begleitet uns ja schon eine Weile. Man sieht die guten Leistungen in der Tabelle eben nicht, wenn man sich beim Torabschluss nicht belohnt", bemerkt Herterich. Nicht mit von der Partie sein kann der urlaubende Julian Hüfner.

TSV Ettleben/Werneck - TSV Münnerstadt (Samstag, 16 Uhr)

Vor einer hohen Hürde steht der TSV Münnerstadt (5./12) beim TSV Ettleben/Werneck (2./14). "Wir hatten sie schon vor der Saison auf der Liste der Meisterschaftskandidaten. Sie haben in der letzten Saison als Aufsteiger eine starke Runde gespielt, sind körperlich unheimlich präsent. Man merkt, dass dort einige Akteure mit höherklassiger Erfahrung im Team sind", ist der Tabellenplatz des TSV für Münnerstadts Co-Trainer Simon Snaschel keine allzu große Überraschung. Mit dem Ex-Großbardorfer Pascal Stahl kam einer eben jener höherklassigen Kicker vor der Runde noch dazu. Bisher sind die Jungs von Trainer Mario Schindler bei vier Siegen und zwei Remis noch ungeschlagen. Zuletzt setzte man mit dem 2:1-Sieg bei stark eingeschätzten Oberschwarzachern ein weiteres Ausrufezeichen. Doch Münnerstadts Elf um Trainer Goran Mikolaj muss sich vor dem Gegner bei weitem nicht verstecken. Zum einen ist man bei lediglich zwei Zählern Rückstand auf den Gegner völlig im Soll und zum anderen hat man in der vergangenen Runde gezeigt, dass man Ettleben/Werneck "kann". Da sprangen zwei knappe Siege (1:0/2:1) heraus. "Unser Ziel ist es auch diesmal, sie zu besiegen. Wir fahren ohne Druck dorthin, da wir zuletzt dreimal in Folge gewonnen haben und in einer Tabellenregion angekommen sind, die wir uns vorstellen. Sofern man nach sechs Spieltagen davon sprechen kann", gibt sich Snaschel kämpferisch-optimistisch. Natürlich mit dem Wissen, dass es einer Leistungssteigerung im Vergleich zum Pokalerfolg in Rannungen bedarf, als man sich gegen den Kreisligisten erst im Elfmeterschießen durchsetzen konnte. Snaschel: "Das war nicht die Leistung, die wir am Samstag brauchen."