TSV Mühldorf - TV/DJK Hammelburg 2:3 (23:25, 25:16, 23:25, 25:23, 13:15) - Das Spitzenduell der Regionalliga hielt alles, was es versprach. Auf der einen Seite die Gastgeber aus Mühldorf, die die meisten ihrer Siege mit 3:0 ablieferten. Auf der anderen Seite die von weit angereisten Saalemänner, die zuletzt eine Tie-Break-Serie hinlegten. In zwei Dingen setzten sich schließlich die Unterfranken durch, denn sie blieben ihrer Nervenstärke treu und verließen am Ende das Feld knapp als Sieger.
Zuvor gab es allerdings eine kleine Hiobsbotschaft für TV/DJK-Trainer Tado Lehmann. Neben den verletzten Oliver Bauer gesellte sich nach dem Freitagstraining auch noch Lukas Spachmann. Doch hier macht sich die Qualität des Kaders bemerkbar. "Da rufen dann alle anderen ihre Leistung ab", so Lehmann stolz, der umstellen musste.
Henning Schulte wurde auf außen beordert, während sich Michael Schottorf mit Friedrich Fell eine Mittelposition teilte. Die andere übernahm wie gehabt Stefan Basmer.
Von Beginn an entwickelte sich ein Fight auf hohem Niveau. Zunächst verschafften sich die Gäste Vorteile und gingen in Führung. Doch Mühldorf verfügte über eine sensationelle Abwehr und kam immer näher heran. Daneben wechselte sich Mühldorfs Trainer Michael Mayer ein, "der ist in der Liga immer noch eine Granate", so Lehmann, dessen Jungs knapp das Rennen machten.
Mit einem Kollektivschlaf ging der TV/DJK in die zweite Runde (2:6). Der Druck im Aufschlag ließ nach und Mühldorf machte zum einzigen Mal souverän das Rennen. Dies sollte den Hammelburgern nicht noch einmal passieren. Mit schwierigen Aufschlägen brachten Schulte, Fell und Möller die Gastgeber ins Wanken. Es reichte, um sich wieder knapp mit 2:1 nach Sätzen in Führung zu schieben. Der Sieg war nun greifbar nahe. Die Saalemänner blieben bis zum 22:20 auf Erfolgskurs und waren bis dato nie im Rückstand. "Wir hätten das Ding nur noch zu machen müssen", erklärte Lehmann. Doch ausgerechnet in dieser entscheidenden Phase unterliefen taktische Fehler. "Dafür sind wir ja auch noch jung", nahm der Coach seine Mannen in Schutz.
Im Tie-Break gab es dafür die Entschädigung, nicht jedoch was die nervliche Belastung angeht. Die Unterfranken starteten mit 6:4, wurden aber von den Spitzenreitern überrundet (7:8). "Das war die Phase, in der das Spiel brach", so Lehmann. Felix Bendikowski und Stefan Basmer machten die entscheidenden Punkte, während Mühldorf einen frei gestellten Ball ins Netz semmelte. Doch trotz des 13:11-Vorsprungs kamen die Oberbayern durch ein Aufschlagass und einen Block wieder heran (13:13). "Da hat der Stefan Böhm einen rein gedonnert", so Lehmann erfreut. Mit ihrem Block erlösten schließlich Schottorf und Schulte die unterfränkische Delegation. "Das war mit das Beste, was wir bisher geliefert haben", so Lehmann. Vor allem hob er Libero Dominik Seller und Kapitän Felix Bendikowski hervor: "Das waren die beiden Matchwinner".
Letztendlich entschieden Kleinigkeiten dieses Gipfeltreffen. "Gut, dass wir Mühldorf in ihrem Heimspiel schlagen konnten", so der Trainer. Für ihn ist das ein erster Meilenstein. "Wenn wir das nutzen, kann uns dieser Sieg weiter tragen", sieht Lehmann diesen Triumpf auch als Bestätigung dafür, dass sein Team auf dem richtigen Weg ist.

ASV Dachau - TV/DJK Hammelburg 3:1 (18:25, 25:18, 25:0, 25:0) - Der überraschende Ausrutscher ist schnell erklärt. Hammelburg war bereits auf dem besten Wege mit einem weiteren Sieg das Wochenende abzurunden, als ein verletzungsbedingter Ausfall das Aus bedeutete. Der TV/DJK konnte nur zu siebt antreten. Dennoch entschied sich Coach Lehmann, den siebten Mann als Libero einzutragen, zumal Dominik Seller am Vorabend eines seiner besten Spiele zeigte. Nach dem ersten Satzerfolg drückten die Unterfranken weiter, doch beim 18:14 nahm das Unheil seinen Lauf. Mittelangreifer Stefan Basmer, der nach seiner Handverletzung ja erst seit zwei Wochen wieder dabei ist, erwischte es. Die alte Verletzung klaffte wieder auf. Es fehlte ein Auswechselspieler, somit pfiff das Schiedsgericht die Partie zu Gunsten der Gastgeber ab. "Das muss man erst mal so akzeptieren", blieb Lehmann nichts anderes übrig, als dem gegnerischen Trainer die Hand zu geben.