Regionalligist TSV Aubstadt wird sehr bald in Sachen Überdachung der Sitztribüne Vollzug melden. Bereits in der Jahreshauptversammlung im Herbst hatte Vorsitzender Herbert Köhler bei seinem Ausblick ins neue Jahr angekündigt, dass rechtzeitig zum ersten Heimspiel am 5. März gegen die SpVgg Greuther Fürth II ein Teil der Zuschauer, falls es regnen sollte, im Trockenen sitzen wird. Genauer gesagt waren es 152 Sitzplätze, bevor nun die Stahlrohr-Tribüne samt Sitzschalen komplett abgebaut wurde. "Es kann sein, dass durch die Konstruktion des Dachs ein oder zwei Plätze verloren gehen", gibt Herbert Köhler aber weniger zu denken, als es eine Sanktionierung seitens des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV) gewesen wäre.

Bei der Lizenzierung für den Regionalliga-Spielbetrieb im Frühjahr 2019 war die Kommission dem TSV Aubstadt übergangsweise in einigen Punkten entgegengekommen. So bekam man Aufschub, was die A-Lizenz für den Cheftrainer der ersten Mannschaft betraf. Josef Francic war nur im Besitz der B-Lizenz. Mit der Stabübergabe an Victor Kleinhenz im Juli 2020 war dieses Thema vom Tisch. Die zweite größere Auflage für den TSV war der Gästeblock, der seit eineinhalb Jahren fertig ist.

An die dritte erinnerte erst Mitte Juli der BFV-Präsident Rainer Koch bei seinem Besuch anlässlich des offiziellen Saisoneröffnungsspiels gegen Unterhaching. "Es ist eine Mindestanforderung für die vierthöchste Liga in Deutschland, dass man seine Zuschauer nicht im Regen stehen lässt", sprach Koch nicht durch die Blume, sondern Klartext. Der Aufschub bezog sich nicht auf zweieinhalb Jahre, wurde aber unter Corona-Einfluss großzügig verlängert.

"Es hat sich schon was bewegt", erklärt Herbert Köhler auf Nachfrage dieser Redaktion. "Die Stahlrohrtribüne, die dem Bau der Dachkonstruktion im Weg gewesen wäre, ist erst mal abgebaut. Rechtzeitig vor der Frostperiode wurde das Beton-Fundament für die tragenden Säulen gesetzt." Es drehe sich dabei um Fertigfundamente mit einem darüber betonierten Kranz.

Keine Kollision mit der Mannschaft

"Hinten ist es ein Streifen-Fundament und vorne sind es drei Einzel-Fundamente für die tragenden Stützen", ergänzt Köhler. "Wenn die beauftragte Firma aus Norddeutschland nicht durch Material-Engpässe gehindert worden wäre, dann wären wir schon ein großes Stück weiter. Am 23. Dezember kam das Material, die Stahlträger und sonstigen Teile, von der Verzinkerei an die Firma zurück, die es uns in diesen Tagen liefern wird. Dann gehe ich davon aus, dass das Stahlgerüst bis Ende Januar, spätestens Mitte Februar steht und mit einer Folie überzogen werden kann."

Danach werde man die Tribüne wieder an ihren angestammten, nunmehr überdachten Platz zurück bauen, "je nachdem, wie das Wetter mitspielt". Die Baumaßnahmen und der Trainingsbetrieb, den die erste Mannschaft am Dienstag in der Fußballhalle in Bad Kissingen wieder aufnahm, werden sich nicht im Weg stehen, weil die meisten Trainingseinheiten auf dem Kunstrasenplatz in Strahlungen und alle sieben Vorbereitungsspiele auswärts ausgetragen werden.Rudi Dümpert