Regionalliga Herren

TV/DJK Hammelburg - TSV Grafing II:
Eine weitere Hürde steht vor dem bislang noch ungeschlagenen Tabellenführer Hammelburg (19 Punkte). Wer aufgrund der völlig unterschiedlichen Tabellensituation von einem leichten Match spricht, agiert mehr als nur voreilig. Im Gegensatz zur letzten Saison hat sich Grafing II deutlich verjüngt. "Das erklärt die anfänglichen Schwierigkeiten, sich in der Saison zu akklimatisieren", so TV/DJK-Trainer Tado Karlovic über seine Gäste, die mit fünf Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz liegen.
Spätestens mit dem Sieg über Zirndorf bewiesen die Oberbayern, dass sie zu mehr in der Lage sind. Die knappe Tie-Break-Niederlage zuletzt gegen die Zweitplatzierten und Mitauf stiegskonkurrenten aus Hirschau, denen sie immerhin einen Punkt abgerungen haben, lässt erahnen, welches Potenzial in der Bundesligareserve steckt.
"Es ist zu beobachten, dass sie gegen stärkere Teams deutlich besser spielen", weiß Karlovic, der sich auch aus persönlichen Gründen auf diesen Gegner freut. TSV-Trainer Adis Katanovic hat die gleichen Volleyballwurzeln wie Karlovic. "Er stieß damals zu unserer goldenen Jugendgeneration dazu."
Nach der Wiedersehensfreude wird es jedoch zunächst einmal ein knackiges Kräftemessen am Netz geben. "Gegen uns wird Katanovic viel auf Risiko spielen lassen", erwartet Hammelburgs Coach. Doch darin sieht er auch eine Chance, denn das Risiko hat auch eine andere Seite. Sprich das Risiko von Eigenfehlern ist ebenso hoch und das kann das Spiel durchaus lähmen. "Auf genau solche Angriffe müssen sich meine Jungs einstellen und andererseits ihre Lufthoheit am Netz effektiv nutzen." Für die Unterfranken ist es in diesem Jahr das letzte Spiel vor eigener Kulisse, ein weiterer Grund also, hier ein "Drei-Punkte-Paket" zu schnüren. "Schließlich wollen wir mit unseren Fans und Zuschauern nach der Partie noch zusammensitzen", so Coach Karlovic. Und da passt nichts besser als ein Sieg, um für gute Laune zu sorgen.

Regionalliga Damen

TV/DJK Hammelburg - FSV Marktoffingen:
Mittlerweile wurde am "grünen Tisch" über das TV/DJK-Spiel gegen Straubing entschieden und Hammelburg ein 3:0-Sieg zugesprochen. So wurde das Punktekonto auf zehn aufgestockt, der TV/DJK etwas aus dem Tabellenkeller gehievt und der sechste Platz erreicht.
Natürlich wären weitere Punkte dienlich, noch dazu in einem Heimspiel. Die Gegner sind jedoch alles andere als leicht einzuschätzen. Mit 14 Punkten (3. Platz) ist Marktoffingen sogar punktgleich mit dem Zweiten Eisel fing. Allein die Tatsache, dass die Gäste aus Schwaben nur knapp mit 2:3 gegen die noch ungeschlagenen Tabellenführer DJK-SB München-Ost verloren, demonstriert ihre Stärke.
"Es ist ein aufschlags- und kampfstarke Mannschaft", urteilt TV/DJK-Trainer Frank Otter über seinen sympathischen Gegner. Gerade wegen dieser Aufschlagsstärke tut es gut, dass Franziska Schlumprecht wieder mit im Kader ist. "Damit haben wir jetzt in der Annahme wieder mehr Alternativen." Allerdings müssen die Saaledamen neben der Langzeitverletzten Caro Streck nun auch die nächsten Spiele auf Laura Schmitt verzichten. Dennoch zeichnet sich ein Silberstreif am Horizont ab. "Unser Lazarett leert sich zunehmend", kehrt Otters Zuversicht langsam wieder zurück.
Ansonsten erwartet der Coach, dass einige Mädels eine Schippe drauflegen. Erfreut stellt er fest, dass der Leistungsabstand von den "jungen Wilden" aus der Zweiten Mannschaft zum Regionalligateam schrumpft. "Das alleine lässt ja schon für die Zukunft hoffen", betont der Trainer. Hoffen tut er indes noch auf den heutigen Einsatz von Annemarie Gehl. "Das Zusammenspiel von ihr und Libera Denise Roy hat mir zuletzt sehr gut gefallen." Und auf eine stabile Annahme kommt es gegen Marktoffingen an