TSV Zschopau - TV/DJK Hammelburg 3:2 (25:22, 26:24, 23:25, 21:25, 15:12).
"Obwohl die ersten Sätze sehr ausgeglichen verliefen, haben wir den sehr gut spielenden Zschopauern im entscheidenden Moment mit leichten Fehlern den Weg frei gemacht", bedauerte TV/DJK-Trainer Tado Karlovic nach der knappen Auswärtsniederlage, die den Hammelburgern aber wenigstens einen Punkt bescherte.
Die weite Anreise wurde von den Saalemännern humorvoll genommen. "Als der Mannschaftsbus um genau 15.38 Uhr die Landesgrenze zum Freistaat Sachsen überquerte, wurde das mit Jubel begrüßt", berichtet der Coach, der sich auch über die freundlich Aufnahme in Zschopau freute, wo das Team nach der langen Fahrt zum Kaffee eingeladen wurde. Im Spiel gab es dann zwar nichts zu verschenken, aber irgendwie revanchierten sich die Hammelburger.
"Vor allem im zweiten Satz, als wir bereits mit 23:21 führten, schlichen sich zwei Fehler ein, die das Team um den starken Roy Nentwich zum Ausgleich nutzte." Einen weiteren Satzball verwerteten die Gäste nicht, Zschopau ließ sich nicht lange bitten und schon stand es 2:0.
Doch das junge Gäste-Team fand zurück ins Match, besonders Henning Schulte bestrafte TSV-Fehler konsequent. Der Anschluss der Hammelburger war geschafft. Der vierte Satz wurde zum Wechselbad der Gefühle für Karlovic, denn seine Jungs starteten mit einem 0:8 und 4:12. Als Henning Schulte und Felix Bendikowski starke Aufschläge setzten und der Block von Friedrich Fell und Michael Schottdorf wie einen Wand stand, holte das Team Punkt um Punkt bis zum 15:15. Eine Rote Karte gegen Schottdorf, der protestierte, bescherte den erneuten Rückstand (15:18). "Der Schiedsrichter hat nicht schlecht gepfiffen, aber ich hätte mir etwas mehr Fingerspitzengefühl gewünscht. Irgendwann stauen sich Emotionen auf, die raus müssen", meinte Michi Schottdorf. "Die Karte hat uns aber nicht umgeworfen, das ist wichtig, denn danach legten wir los und erkämpften uns den verdienten Tiebreak."
Mit dem Rückenwind schien der Auswärtssieg ein Selbstläufer zu werden, doch zwei spieltaktische Fehler ließen die Saale männer schnell in Rückstand geraten. Besonders Florian Haase verwertete alle sich bietenden Chancen zu Punkten für Zschopau. Über 10:6 bauten die Gastgeber die Führung auf 14:9 aus. "Die drei Punkte zum Schluss waren reine Ergebniskosmetik, der Tiebreak war nicht so spannend, wie das Ergebnis von 12:15 vermuten lässt", räumte Tado Karlovic ein.

VC Katzwang-Schwabach - TV/DJK Hammelburg 1:3 (18:25, 21:25, 25:22, 16:25).
Trainer Frank Otter standen zwar nur acht von zwölf Spielerinnen für das Auswärtsspiel zur Verfügung, doch die machten ihre Sache ausgezeichnet und fuhren einen souveränen Auswärtssieg ein. "Wir waren von Beginn an am Drücker , die Mädels haben das klasse gemacht", freute sich der Coach.
In den ersten Satz starteten die Hammelburgerinnen mit einer furiosen Aufschlagserie von Jana Baumgart bis zum 9:2. In der Annahme lief noch nicht alles optimal, doch insgesamt wurden sehr wenig Fehler gemacht. Christine Fell stellte die Bälle sicher auf die Außen Katharina Wehner und Laura Schmitt, die ihrerseits gekonnt vollendeten.
Der zweite Durchgang war fast ein Spiegelbild des ersten. Nur, dass es diesmal Laura Schmitt war, die mit ihren Aufschlägen auf 8:3 vorlegte. Libera Denise Roy verteilte die Bälle, bis zum 23:15 lief es wie geschmiert. "Dann bekamen wir zunehmend Probleme in der Annahme", registrierte der Coach das 23:21 und reagierte mit der Einwechslung von Maxi Bindrum. "Sie hat uns die entscheidende Sicherheit gegeben." Bis zum 13:11 hatten seine Mädels auch den dritten Satz im Griff. Es schlichen sich Fehler in der Annahme ein und über außen fanden die Bälle nicht mehr ins Ziel. Mit der erneuten Hereinnahme von Maxi Bindrum kam der TV/DJK nochmal auf 22:24 heran, doch der Satz ging an die Gastgeber.
Otter beorderte Christin Heim in die Annahme und "Carina Keilholz verwertete in der Mitte zu 100 Prozent", lobte der Trainer. "Die zwei Schwächephasen haben wir gut ausgeglichen", so ein zufriedener Trainer.