TSV Großbardorf - SpVgg Bayern Hof 0:1 (0:1). Tor: 0:1 Thomas Stock (29.). Rot: Cosmin-Adrian Ichim (86., Hof). Gelb-Rot: Florian Rupprecht (63., Hof), Björn Schönwiesner (61., Großbardorf).
Sehr unglücklich verloren die Schützlinge von Trainer Dominik Schönhöfer gegen einen der großen Meisterschaftsfavoriten, der in der Bioenergie Arena seine Klasse allerdings nicht nachdrücklich nachweisen konnte. Denn die Oberfranken konnten nur die ersten 45 Minuten ausgeglichen gestalten und durften sich vor allem bei ihrem Schlussmann Jiri Bertelman bedanken, der reihenweise Möglichkeiten der Platzherren zunichte machte. "Unser Keeper hat uns die Punkte gehalten.
Er hat eine sensationelle Leistung heute abgeliefert", lobte Trainer Faruk Maloku seinen Torwart.

Mantlik trifft nur die Latte

So zum Beispiel in der 31. Minute, als er gegen Alexander Mantlik die Oberhand behielt. Bereits vorher aber hatten die Grabfeld-Gallier viel Pech, als nach einer flach hereingegebenen Piecha-Ecke Mantlik nur die Latte traf (28.). Nur eine Minute später gingen die Hofer in Führung. Nach einem Einwurf und einer Verlängerung spitzelte Thomas Stock das Leder am herausstürzenden Keeper Julian Schneider vorbei, Markus Neder kam zu spät und konnte den Ball nicht mehr von der Linie schlagen. "Da hatten wir gleich zweimal Glück. Erst der Lattenschuss und dann unser Tor", gab Maloku zu.

Zwei Ampelkarten

Die zweite Halbzeit glich einem einzigen Sturmlauf der Hausherren, die bereits in der ersten Minute, wiederum durch Mantlik nach einem schönen Spielzug, eine gute Chance zum Ausgleich hatten. Aber wiederum hielt Bertelman per Fußabwehr seinen Kasten sauber. Nur einmal hatten die Platzherren in den 90 Minuten auch Glück, als Manuel Orf den durchgebrochenen Alexander Bareuther von den Beinen holte und Schiedsrichter Hanslbauer auf den Elfmeterpunkt zeigte, diese Entscheidung aber auf Intervention seines Assistenten zurücknahm, da das Foul außerhalb des Strafraums passiert war (54.). Danach kam Hektik in die Partie. Die Folge waren zwei Ampelkarten für Björn Schönwiesner (TSV) und Florian Rupprecht (Hof). Danach versuchte der Bardorfer Coach alles, brachte mit Simon Snaschel einen zweiten Stürmer neben Mantlik und mit Tobias Breunig eine weitere Offensivkraft. Doch der mehr als verdiente Ausgleich wollte einfach nicht fallen, obwohl die Hausherren in der Schlussphase noch drei Riesenbretter hatten. Aber noch einmal Mantlik vergab die erste, als er aus guter Schussposition das Leder am langen Eck vorbei setzte. Dann war es, wer sollte es auch anders sein, Gästetorhüter Bertelman, der den TSV zwei weitere Male zur Verzweiflung brachte. Erst hielt er Manuel Leichts Schuss aus Nahdistanz nach einem weiten Zang-Diagonalpass (78.), dann holte er einen Freistoß von Stefan Piecha aus 17 Metern bravourös aus dem Winkel (87.).
Schönhöfer lobte in der Pressekonferenz zunächst beide Teams "für das tolle Spiel angesichts der herrschenden Temperaturen. Ich muss aber besonders meine Mannschaft loben, die ein ganz starkes Spiel abgeliefert hat. Sie hat sich gegenüber dem Aschaffenburg-Spiel noch einmal gesteigert, ist ein enorm hohes Tempo gegangen und hat nie aufgesteckt. Da hat man den Charakter der Elf und jedes einzelnen Spielers gesehen. Leider ist uns der Ausgleich nicht gelungen." Genauso sah es auch Mannschaftskapitän Manuel Leicht. "Heute kann man überhaupt nichts Negatives sagen. Wir haben guten Fußball geboten. Leider hat das Ergebnis nicht gestimmt. Man hat gesehen, dass eine intakte Mannschaft auf dem Platz stand, die sich viele Möglichkeiten erspielt hat. Auf diese Leistung können wir aufbauen."
Großbardorf: Schneider - Zang, Orf, Kirchner, Neder (77. Breunig) - Piecha - Stahl (66. Snaschel), Zehe, Leicht, Schönwiesner - Mantlik.