Die Badelatschen sind zu seinem Markenzeichen auf dem Tenniscourt geworden und das Image will gepflegt sein. Sport ist wichtig für Tim Schmid, und das will er auch in seinem zukünftigen Beruf als Lehrer vermitteln. Selbst als Kind hatte er schon extreme Lust auf Bewegung. Gerade erst 19 Jahre alt geworden, wirkt der Poppenrother beim Tennis sehr ruhig und ausgeglichen und bringt damit den ein oder anderen Gegner zur Verzweiflung. Das war aber nicht immer so ...

Herr Schmid, wer hat Sie angespielt?

Tim Schmid: Das war Jan Hofmann, der beim FC 06 Bad Kissingen spielt. Wir haben uns vor ein paar Jahren über gemeinsame Freunde kennengelernt. Oftmals sehen wir uns auf dem Fußballplatz oder an der Konsole.

Wie sieht Ihr Laufweg aus?

Gelernt habe ich das Tennisspielen bei Daniel Albert in Poppenroth. Er ist immer noch mein Trainer. Angefangen habe ich in der Jugend von Poppenroth und Garitz. Nun spiele ich seit drei Jahren in Poppenroth bei den Herren. Fußball habe ich auch gespielt, mich ab der U17 aber voll auf Tennis konzentriert.

Herzlichen Glückwunsch nachträglich zum Geburtstag. Sie sind 19 Jahre alt geworden. Wie intensiv war die Feier?

Vielen Dank für die Glückwünsche. Die Feier war eher ruhig und gelassen. Gefeiert habe ich mit Familie und Freunden, da ich leider im Moment noch einige Prüfungen an der Uni zu absolvieren habe. Am Wochenende beim Rakoczy-Fest wird es vermutlich etwas ausgiebiger.

Sie stammen aus einer sehr sportbegeisterten Familie. Wie wichtig ist Sport für Sie?

Sport spielt in meinem Leben eine wichtige Rolle, da ich von Kindheit an viel Spaß an der Bewegung hatte. Schon in jungen Jahren spielte ich mit meiner Mutter auf der Straße Tennis und wenig später auch auf dem Platz. Auch früh entdeckte ich den Fußball für mich. Ich treibe mehrmals die Woche Sport und daraus hat sich auch mit der Zeit mein Berufswunsch entwickelt.

Sie studieren Mathematik und Sport auf Lehramt. Ihre Eltern sind ebenfalls Lehrer. Was reizt Sie am Lehrerberuf?

Mir macht es Freude, mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten und ihnen etwas beizubringen. Zudem ist für mich am Lehrerberuf auch interessant und wichtig, dass man den Schülern Werte fürs weitere Leben vermitteln kann. Auch möchte ich, vor allem im Sportunterricht, den Spaß daran vermitteln und sie auch zum Sporttreiben in ihrer Freizeit ermuntern.

Wofür können Sie sich mehr begeistern, Mathematik oder doch Sport?

Natürlich viel mehr für den Sport. Da Sport kann man sich austoben und gleichzeitig auch fast immer Spaß haben. In der Mathematik ist es leider meistens theoretisch und das ist oft nicht immer mit Spaß verbunden.

Als Tennisspieler ist man ja Einzelsportler. Sind Sie eher der Einzelkämpfer oder doch Teamplayer?

Obwohl Tennis als Einzelsport gilt, sehe ich es auch als Mannschaftssport, da man fast immer in einem Team agiert und gemeinsam Punkte holen muss, um als Gewinner vom Platz zu gehen. Deswegen sehe ich mich als Teamplayer, was natürlich auch mit meiner Vergangenheit als Fußballer zu tun hat.

Erklären Sie uns bitte kurz, warum Tennis vor allem ein mentaler Sport ist?

Beim Tennis ist sehr viel mentale Stärke gefragt. Umso mental stärker man ist, umso besser spielt man meistens auch, da man sowohl starke als auch schwache Momente in einem Match gut verarbeitet und sich auf den nächsten Punkt konzentriert, egal wie der Spielstand ist.

Sie trainieren Tennis in Poppenroth und in Bad Kissingen. Gibt es ähnlich wie beim Fußball beim Tennis auch eine Trainerausbildung und welche Altersklassen unterrichten Sie?

Ja, beim Tennis gibt es genauso wie beim Fußball auch Trainerausbildungen und Trainerscheine. Ich unterrichte hauptsächlich Kinder im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren, aber auch zwei Damengruppen.

Ihr Markenzeichen auf der Tennisanlage in Poppenroth sind die Badelatschen. Was hat es damit auf sich?

Das ist eigentlich recht einfach zu erklären. Vor und nach jedem Match trage ich meine Badelatschen. Da nach jedem Spiel bei den Poppenroth-Open ein Foto der Spieler gemacht wird, sind auf allen Fotos meine Latschen zu sehen. Das fiel auf und seitdem ist es mein Markenzeichen. Man muss aber auch sagen, dass man solche Schlappen immer öfter auf Tennisplätzen sehen kann.

Ihr Vorjahresfinalgegner bei den Poppenroth-Open, Markus Schott, sagt über Sie, dass Sie aufgrund Ihrer ruhigen und bodenständigen Art auf dem Tennisplatz kaum aus der Ruhe zu bringen sind. Was meint er damit?

Das ist eine gute Frage. In den meisten Spielen bin ich meist sehr konzentriert und ruhig und will mich nach außen hin auch so zeigen. In mir brodelt es aber trotzdem meistens. Es gab auch schon Spiele, vor allem in der Jugend, in denen ich das ein oder andere Mal schon aus der Haut gefahren bin. Das ist aber mittlerweile, zum Glück, nicht mehr der Fall.

Wie sind Sie eigentlich zum Ihrem Hobby Kitesurfen gekommen?

Seit vielen Jahren fahre ich in den Ferien nach Spanien in den Urlaub. Dort betreibt mein Vater immer Windsurfen und vor etwa sechs Jahren wollte ich auch eine Wassersportart lernen. Da es dort auch ein Kitegebiet gibt, habe ich mich schnell begeistern lassen und einen Kurs gemacht. Seitdem kite ich mit viel Freude.

An wen spielen Sie weiter?

Ich spiele an Paul Mathes weiter. Er spielt Fußball in Oehrberg. Kennengelernt habe ich ihn in der Schule und seit einigen Jahren sind wir sehr gute Freunde.