Beim gut besuchten und stark besetzten Juniorenturnier konnte der Veranstalter TSV Nüdlingen insgesamt 20 Teams aus den Altersklassen U 9 und U 15 in der Schlossberghalle begrüßen. Das Organisationsteam um André Iff zeigte sich mit dem Verlauf absolut zufrieden. "Vor allem verliefen die Begegnungen fair, die Schiedsrichter mussten sich auf das Notwendigste beschränken", freute sich Iff, der auch vom Niveau der Partien angetan war.
In der Altersklasse U 9 war die Freude umso größer, weil die Gastgeber den Turniersieg feierten. Im Duell mit dem SV Garitz behielt man knapp mit 1:0 die Oberhand und blieb so insgesamt ungeschlagen. Die Garitzer waren ihrerseits durch ihre Vorrundengruppe marschiert und mussten da lediglich gegen den kampfstarken Nachwuchs aus Poppenroth einen Punktverlust hinnehmen. Die FCler wehrten sich im Kampf um Platz drei im Stadtduell gegen den TSV Reiterswiesen bis zum Abpfiff, kassierten dann aber doch gegen die technisch überlegenen TSVler eine knappe Niederlage. Auch die anderen Teams bestachen durch Einsatzfreude, boten anständigen Hallenfußball und unterließen die unerwünschten Grätschereien. Etwas enttäuschend das Abschneiden des Nachwuchses zweier Bezirksligateams, die Jungs aus Fuchsstadt und Münnerstadt waren allerdings nicht in Bestbesetzung aufgelaufen.
Bei der U 15 hielten sich die "Mürschter" dann schadlos. "Ich glaube, dass wir das U-15-Turnier nicht unverdient gewonnen haben", freute sich Trainer Rainer Schmittzeh. Im Finale war allerdings Schwerstarbeit notwendig, um die Akteure des TSV Nüdlingen II mit 2:1 niederzuringen. Während der Turniersieger seine sämtlichen sechs Partien schadlos überstand, setzte sich die Nüdlinger Zweite in der Gruppe B wegen des Sieges im direkten Aufeinandertreffen gegen die punktgleichen Mühlbacher durch. Im Halbfinale war es für die "Wurmericher" ebenfalls knapp, erst nach Siebenmeterschießen musste der TSV Steinach klein beigeben. Erstaunlich schlugen sich die Langenleitener, während die Erste der Nüdlinger sowie der Post-SV Bad Kissingen noch Steigerungspotenzial verrieten. "Sehenswerter Fußball, ein guter Besuch bei beiden Turnieren und keine größeren Verletzungen", konnte André Iff mit seinem Team bilanzieren.
Tags zuvor war die Schlossberghalle fest in der Hand der Damen. Dieses Turnier, das vor 13 Jahren klein begonnen hatte, hat sich mittlerweile schwer gemausert. Zwölf Mannschaften aus der näheren und weiteren Umgebung kämpften um den Turniersieg. "Viele Mannschaften kennen sich schon, allerdings achten wir darauf, dass auch neue Gesichter zu sehen sind", so der Nüdlinger Trainer und Organisator Jürgen Ballner.
Erstmalig dabei waren heuer die junge Damenmannschaft aus der Nachbargemeinde Haard und die Mädels aus Wipfeld-Teilheim. In vier Dreier-Gruppen qualifizierten sich die jeweiligen Sieger für das Halbfinale. Hier kämpften zum einen Brendlorenzen-Bastheim gegen Thulba und Nüdlingen gegen Haard um den Einzug ins Finale. Thulba musste nach der knappen 0:1-Niederlage den Brender Mädels den Vortritt lassen. Im Lokalderby zwischen Nüdlingen und Haard hatten die Gastgeber das Glück auf ihrer Seite und gewannen durch ein Eigentor der Haarder. "Absolut sehenswert, wirklich guter Hallenfußball", berichtete Jürgen Ballner. "Die Athletik und die Härte sind mittlerweile nah an den Herren dran. Nur stecken die Mädels auch hartes Einsteigen ohne Schauspielerei weg", wurde Ballners Ansicht auch von den beiden Schiedsrichtern Uwe Heer und Harald Ballner bestätigt. Im Finale gegen Brend-Bastheim übernahmen die Mädels aus Nüdlingen das Kommando und ließen den Gegner nicht zur Entfaltung kommen. Am Ende hieß es 3:1 und der Wanderpokal bleibt für ein weiteres Jahr im Nüdlinger Vereinsheim. "Alles in allem war es ein gelungener Tag, der Werbung für den Frauenfußball nicht nur in unserer Region war", sagte der Vorsitzende des TSV Nüdlingen, Alexander Back. Lob für den Veranstalter gab es auch von Teilnehmer-Seite. "Da wir gerne nach Nüdlingen kommen, freuen wir uns immer über die Einladung", so Julia Fürst, Spielführerin vom FC Eibstadt 05. "Zwischen den Teams aus Nüdlingen und Ebenhausen besteht ja schon solange die Mädels Fußballspielen eine freundschaftliche Verbindung", betonte Johanna Bausewein, Abteilungsleiterin und Spielführerin von Ebenhausen.