Nach den Sternen - sprich dem Meistertitel der Bezirksliga Ost - greift der SV Garitz (1./62). Mit einem Sieg gegen den FC Fuchsstadt (9./49) wäre den Sadowski-Mannen Platz eins nicht mehr zu nehmen und der Aufstieg in die Landesliga perfekt. Feierlichkeiten sind laut dem Spielertrainer nicht geplant, die große Sause käme wohl spontan. Doch vorher steht ein hartes Stück Arbeit auf dem Programm, denn Derbygegner Fuchsstadt erteilte den Garitzern im Hinspiel schon eine deftige 0:7-Packung. "Ich erwarte einen starken Gegner. Für mich ist Fuchsstadt mit die beste Mannschaft in der Liga. Schenken werden sie uns nichts. In einem Derby geht es ums Prestige", warnt SV-Coach Sadowski, der bis auf Arthur Gerlinger, Johannes Schloßbauer und Bastian Knauer aus dem Vollen schöpfen kann. Fuchsstadts Coach Marius Kubo verteilt vor dem Spiel Komplimente. "Ein dickes Lob an Andrzej Sadowski. Er macht seine Sache richtig gut.
Garitz ist vielleicht nicht unbedingt die spielerisch beste Mannschaft der Liga, aber die konstanteste und steht deswegen zu recht da oben. Wir müssen uns gegenüber dem letzten Spiel steigern, denn da waren wir nicht gut, der Gegner zum Glück noch schlechter", fand Kubo die Leistung beim 4:1-Sieg über Gädheim ausbaufähig. Trotz personeller Probleme will Fuchsstadt dem Tabellenführer das Feld nicht kampflos überlassen. Sicher fehlen wird Andreas Ermisch, während der Einsatz von "Jogo" Feser auf der Kippe steht.

Auf eine starke Leistung der Fuschter werden die Verfolger TSV Münnerstadt (2./58) und DJK Schwebenried/Schwemmelsbach (4./55) hoffen, die sich im direkten Duell gegenüberstehen. Von Platz eins oder zwei beziehungsweise der Landesliga will TSV-Trainer Dominik Schönhöfer dennoch weiter nichts wissen und legt den Fokus rein auf das Spiel seiner Truppe. "Es kommt wie es kommt. Für uns geht es darum, dass wir uns auf das Spiel freuen, denn es ist eine interessante Konstellation für beide Teams. Und wir versuchen, besser Fußball zu spielen als zuletzt beim 1:1 in Röthlein. Dieses Spiel war sehr lehrreich für uns." Im Verfolgerduell kommt es auch zum Aufeinandertreffen der beiden Top-Torjäger der diesjährigen Bezirksligasaison. Da liegt Schwebenrieds David Fleischmann mit 33 Toren genau einen Treffer vor TSV-Goalgetter Simon Snaschel, der nach vielen Jahren Abschied vom heimischen Sportzentrum nimmt.

Um das nackte Überleben geht es für den SV Riedenberg (14./38) beim TSV Mühlhausen (5./55), der sich durch die drei jüngsten Siege selbst noch mit in die Verlosung um die Spitzenplätze gebracht hat. Dagegen müssen die "Störche" nach der 2:4-Niederlage gegen Garitz weiter um den Klassenerhalt bangen. "Für uns gilt es, den Relegationsplatz zu sichern. Das ist ein realistisches Ziel, denn in Mühlhausen wissen wir, was auf uns zukommt, wenngleich wir dort natürlich nicht verlieren wollen", weiß SV-Trainer Charly Storch um die hohe Hürde. Dabei kommt ihm die chronisch dünne Personaldecke seiner Truppe nicht entgegen. "Ich erwarte jetzt, dass jeder seine persönlichen Dinge zurückstellt und sich auf die letzten Spiele konzentriert", fordert der Riedenberger Übungsleiter. Zu einem rein freundschaftlichen Duell ohne sportlichen Wert kommt es zwischen dem SV Obererthal (18./8) und der FSG Wiesentheid (10./45). Für Absteiger Obererthal geht es nach zuletzt heftigen Niederlagen darum, sich im letzten Bezirksliga-Heimspiel charakterstark zu verkaufen.

Es ist tatsächlich möglich, dass am vorletzten Spieltag alle Titel vergeben sind in den Klassen ab Kreisliga abwärts. Bereits als Meister fest stehen der FC Elfershausen (B-Klasse Rhön 1) und die Reserve des TSV Münnerstadt (B-Klasse Rhön 3). Kurz vor dem Aufstieg in die A-Klasse steht der FC Fuchsstadt II, der in der B-Klasse Rhön 2 mit einem Sieg bei Ramsthals dritter Mannschaft durch wäre, weil noch drei Punkte vom grünen Tisch auf das FC-Konto kommen aus der vom SV Machtilshausen II abgesagten Begegnunung.

In der A-Klasse Rhön 1 ist der SV Albertshausen (1./58) auf Schützenhilfe angewiesen. Die Meisterschaft ist nur dann möglich, wenn der TSV Gauaschach beim FC Obereschenbach (2./55) punktet. Sogar ein Remis würde den Albertshäusern in Gräfendorf genügen, falls denn Obereschenbach verlieren sollte. Als Aufsteiger steht nur Albertshausen bereits fest. Den Sprung in die Kreisklasse können die SG Wirmsthal/Ramsthal II (3./52), SV Machtilshausen (4./49) und der FSV Schönderling (5./48) über den Umweg der Relegation vollziehen.
In der A-Klasse Rhön 2 hat die SpVgg Haard (3./52) die Aufstiegs-Relegation bereits sicher und kann die DJK Mühlbach (2./53) von einem direkten Aufstiegsplatz noch verdrängen. In der A-3 stehen ausnahmslos Mannschaften aus dem Nachbarlandkreis an der Tabellenspitze. Die SG Premich/Gefäll steht als Absteiger fest, der TSV Bad Bocklet (14./22) kann im besten Falle punktgleich werden mit dem FSV Hohenroth (13./28), was ein Entscheidungsspiel um den Klassenver bleib zur Folge hätte.

Die besten Trümpfe in der Kreisklasse Rhön 1 hält der TSV Oberthulba (1./63) in der Hand bei zwei Punkten Vorsprung auf den SC Diebach. Allerdings hat der Liga-Primus mit dem Gastspiel des FC Hammelburg eine schwere Hürde vor der Brust, während die Frankonen zuhause gegen den TSV Stangenroth klar favorisiert sind. Eher theoretischer Natur sind die Titelchancen des TSV Wollbach (3./57). Im Tabellenkeller könnte der VfR Sulzthal (12./27) mit einem Sieg in Aura (14./229 letzte Zweifel am Klassenerhalt aus dem Weg räumen. Eine Versetzung in die A-Klasse fürchten insbesondere der SV Morlesau/Windheim (15./17) und der FC Poppenroth (13./22).

In der Kreisklasse Rhön 2 stehen mit dem ASV Sulzfeld und dem FC Eltingshausen die Absteiger bereits fest. Mit dem TSV Oerlenbach (9./30), der DJK Burghausen/Windheim (10./29), TSV Maßbach (11./29), TSV Rothhausen/ Thundorf (12./26) und der DJK Weichtungen (13./26) kommen gleich fünf Teams für die Abstiegsrelegation in Frage. Um den Titel balgen sich immerhin drei Mannschaften. Sämtliche Rechenspiele sind dann hinfällig, wenn der TSV Rannungen (1./54) in Weichtungen gewinnt - und der TSV Steinach (2./53) gegen Rothhausen/Thundorf verliert. Eine Außenseiter-Chance hat der TSV Arnshausen (3./51) auch deshalb, weil sich Rannungen und Steinach am finalen Spieltag im direkten Duell gegenüber stehen.

In der Kreisliga Rhön sind zwei Spiele im besonderen Fokus der hiesigen Fußball-Fans. Die Abstiegs-Relegation vermeiden will der SV Ramsthal (12./30), der aber mit dem TSV Großbardorf (2./53) eine extrem harte Nuss vorgesetzt bekommt. Daher muss die erneut stark ersatzgeschwächte Elf von Thorsten Büttner auch darauf hoffen, dass Waldberg (13./30), Eichenhausen (11./30) und der RSV Wollbach (9./31) möglichst wenig Punkte holen. Der FC Bad Brückenau (10./31) als Mitkonkurrent ist spielfrei. Bereits abgestiegen sind Niederlauer und Burgwallbach.

In seinem letzten Saisonspiel könnte der FC Thulba (3./49) zum großen Spielverderber werden für den FC 06 Bad Kissingen (1./54), der natürlich mit einem Auge nach Ramsthal blickt und den Gastgebern die Daumen drückt. Siegen die 06er und verliert die Bayernliga-Reserve, dann ist die Rückkehr der Saalestädter in die Bezirksliga beschlossene Sache. Ohne jeden Stress empfängt der FC Reichenbach (8./37) den VfR Stadt Bischofsheim (5./41) und freut sich, mit Pascal Reininger (FSV Hohenroth) und Patrick Beck (FC Strahlungen) die ersten Neuzugänge vermelden zu können.