Mit einem lachenden Auge will der SV Ramsthal wieder in die Zukunft blicken. Nach stetigem Wachstum in den vergangenen Jahren stagnierten in jüngster Zeit die Mitgliederzahlen oder gingen sogar zurück. Mit der Verpflichtung des slowenischen Tennis-Trainers Tomasz Mileta soll dieser Trend gestoppt werden.

"Weg von der Playstation"

Durch den sportbegeisterten 32-Jährigen wird vor allem die jüngere Generation angesprochen. Die vom Verein angestrebte Öffentlichkeitsarbeit in Schulen und Kindergärten der näheren Umgebung zielt darauf ab, das Interesse am Tennis zu wecken. "Die Kids weg von der Playstation und hin zum Sport", fordert SV-Abteilungsleiter Heiko Jaksch. Für diese Aufgabe scheint der gebürtige Slowene prädestiniert. Die Verständigung stellt kein Problem dar - die Deutschkenntnisse sind durch Schulunterricht und die räumliche Nähe Sloweniens zu Österreich sehr gut. Seit Mai befindet er sich in Deutschland, die Einigung und darauffolgende Anstellung als hauptberuflicher Trainer war nach einem Treffen schnell erzielt. Zuvor setzte er sich gegen gut 15 Bewerber durch, die auf die Stellenausschreibung des SV Ramsthal geantwortet hatten. Die Kontaktaufnahme gelang durch Mundpropaganda und Informationsweitergabe von Dritten.

Internationale Erfahrung

In seiner Heimat ist Tomasz Mileta, der seit seinem sechsten Lebensjahr aktiv Tennis spielt, kein unbeschriebenes Blatt. Zahlreiche Turniersiege in der Jugend gehen auf sein Konto. Internationale Erfahrung konnte er auf Plätzen in Italien, Frankreich und Deutschland sammeln. Derzeit in Ramsthal mit seiner Freundin und zweijährigen Tochter wohnhaft, betreut er mit 30 Wochenstunden neben der Tennisabteilung des SV auch die des TC Hammelburg, wo er auch aktiv spielt. In seiner Heimat hat er bereits eine exzellente Trainerschule durchlaufen und war als Coach angestellt. Beste Voraussetzungen also, um die Förderung junger und talentierter Spieler voranzutreiben und eine langfristige Perspektive für den Verein zu entwickeln.