HC Cadolzburg - SG Garitz/ Nüdlingen 30:29 (14:16)

"Schade ist eigentlich nur, dass sich meine Mannschaft für ihr tolles Spiel nicht belohnt hat und wir am Ende mit leeren Händen dastanden", kommentierte SG-Coach Harun Tucovic die unglückliche Niederlage im Spitzenspiel.

Seine Mädels fanden bestens in die Partie und gingen schnell mit 5:2 in Front, diese Führung bauten sie kontinuierlich auf 12:7 aus. Den erstmaligen Fünf-Tore-Vorsprung konnten die SGlerinnen zwar nicht halten, denn die Gastgeber kämpften sich in einer starken Phase auf 12:13 heran, doch zur Pause lagen die Tucovic-Schützlinge wieder mit zwei Treffern vorne.

Die zweite Halbzeit begann wenig verheißungsvoll für die Gäste mit einer doppelten Zeitstrafe für Anna Zimmer und Julia Albert. "Die Entscheidungen der Schiedsrichter waren nicht immer nachvollziehbar. Es ist sicher unglücklich, dass sie aus Nürnberg kamen - ich will da aber nichts unterstellen", ärgerte sich Tucovic besonders darüber, dass Lisa Wenzke und Anna Kleinhenz sehr hart genommen wurden, ohne dass das geahndet wurde.

Die Unterzahl überstanden die Unterfranken trotzdem gut und lagen zehn Minuten später mit 21:16 wieder auf Siegkurs. Ab diesem Zeitpunkt versuchte der Tabellenführer, den Vorsprung zu verteidigen. "Dann wurde die Halle zu einem maßgeblichen Faktor, da gibt es keine Tribüne, da sind die Zuschauer ganz nah dran und die Atmosphäre entsprechend aufgeheizt", sah Harun Tucovic, wie seine Mädels die Führung zunächst über 22:18 und 23:19 behaupteten, ehe die Mittelfranken mit einem starken Lauf auf 24:24 erstmals ausglichen.

Die Dramatik war kaum mehr zu überbieten, die erstmalige HC-Führung von 26:25 in der 54. Minute konnte die SG wieder auf 28:27 zu ihren Gunsten drehen. "Dann haben wir den Ball gut verteidigt, kamen aber mit einer ersten schnellen Welle nicht durch und fingen uns im Gegenzug durch einen Konter prompt das 28:28", registrierte Tucovic anschließend zwei weitere Treffer der Cadolzburger, während seine Mädels zwei Mal am Innenpfosten scheiterten.

"Unser letzter Treffer fiel dann nicht mehr ins Gewicht", war der SG-Trainer aber mit der Leistung seiner Mannschaft sehr zufrieden. Kämpferisch und spielerisch hat ihn das ganze Team überzeugt. "Wir müssen ja ohne Natascha Will auskommen und da freut es mich besonders, dass Julia Albert immer mehr Verantwortung übernimmt. Sechs schöne Treffer aus dem Rückraum beweisen, dass sich das Einzeltraining lohnt."

Mit Anna Zimmer und Anna Kleinhenz attestiert er zwei weiteren jungen Spielerinnen, "dass sie von Spiel zu Spiel besser werden". Mit einem Heimsieg gegen Helmbrechts will sich die SG als Tabellenführer in die Winterpause verabschieden. Da passt es, dass sich Mintraching mit der Heimniederlage gegen Rimpar einen weiteren Ausrutscher leistete. "Wir halten alle Trümpfe in der der Hand", verweist Tucovic darauf, dass alle Konkurrenten in der Rückrunde noch in Nüdlingen antreten müssen.

Tore für die SG: Lisa Wenzke (7/3), Julia Albert (6), Anna Kleinhenz (5), Anna Zimmer (4), Sabrina Kleinhenz, Carolin Annon, Claudia Pfleger (je 2), Nina Barnickel (1).