TSV Gochsheim - TSV Münnerstadt: Viel Sand im Getriebe ist beim TSV Gochsheim (12./15) vor dem Vergleich mit dem TSV Münnerstadt (4./25). Die Truppe aus dem Landkreis Schweinfurt bezog mit dem 0:1 bei Schlusslicht Obererthal die zweite Niederlage in Folge und hinkt hinter den Erwartungen der Expertenschaft zurück, die den TSV weiter vorne in der Tabelle gesehen haben. Nämlich da, wo sich der TSV Münnerstadt festgesetzt hat: in der Spitzengruppe. Auch dank eines 4:2-Erfolges im Derby. "Fuchsstadt hat richtig gut gespielt und war uns in den ersten 45 Minuten klar überlegen. Im Lauf der zweiten Halbzeit hat bei Fuchsstadt wohl die Kraft etwas nachgelassen, womit wir das Spiel dann in den Griff bekamen", nahm TSV-Trainer Dominik Schönhöfer die hart erkämpften Punkte gerne mit und sieht seine Truppe erneut vor einer schweren Herausforderung. "Gochsheim ist in Normalform eine klasse Mannschaft. Ich hoffe, dass diese Form nicht gegen uns wieder kommt." Dass Gochsheim in Obererthal alle drei Punkte liegen ließ, macht die Sache nicht einfacher. "Da werden deutliche Worte gefallen sein und sie werden alles in die Waagschale werfen, um wieder zum Erfolg zu kommen", weiß der TSV-Coach. Erfreulich, dass Mittelfeldmann Sebstian Halupczok wieder ins Training eingestiegen ist.

SV Riedenberg - SSV Gädheim: Weiter auf der Erfolgswelle schwimmt der SV Riedenberg (3./26), der seine stolze Serie von sechs Siegen am Stück im Aufsteiger-Duell gegen den SSV Gädheim (13./15) nur allzu gerne ausbauen würde. Erfreulicher Nebeneffekt wäre, dass sich die Riedenberger in der Spitzengruppe endgültig festbeißen würden. SV-Trainer Charly Storch hält den Ball aber gewohnt flach: "Mit Blick auf das schwere Auswärtsspiel beim SV Garitz wäre ein Heim-Dreier sicher schön und wichtig. Und viele erwarten jetzt auch einen Sieg von uns, doch wir wollen uns nicht so weit aus dem Fenster lehnen. Wir wollen punkten und so schnell wie möglich die 40-Punkte-Marke erreichen." Zuletzt gelang in Forst wieder ein 1:0-Erfolg nach altem Schema. Die "Störche" nutzten eine ihrer ersten Gelegenheiten zur Führung und verteidigten danach gewohnt gut. "Wir waren durch den Ausfall von Dominik Fröhlich in der Offensive etwas gehemmt", analysierte Storch und hofft, dass der Angreifer, der es wie Kollege André Römmelt bisher auf fünf Saisontreffer gebracht hat, trotz seiner Knöchelprobleme auflaufen kann. Fraglich ist zudem der Einsatz von Manuel Schuhmann (Zerrung), dafür feierten Thomas Vorndran und Stefan Schneider in Forst bereits ihr Comeback. Gegner Gädheim zeigte sich bis auf den 5:2-Erfolg in Obererthal auswärts eher zahnlos, was Riedenberg, bis dato heimstärkste Elf der Liga, entgegenkommen sollte.

FC Fuchsstadt - TSV Forst: Da spielte der FC Fuchsstadt (10./17) beim starken TSV Münnerstadt eine super Partie, stand nach dem 2:4 allerdings dann doch mit leeren Händen da. FC-Trainer Marius Kubo erwartet gegen den TSV Forst (15./13) ein ganz anderes Spiel und hofft, dass seine Truppe die individuellen Fehler weiter reduziert. "Wir bekommen zu leichte Gegentore. Münnerstadt macht aus dem Nichts heraus zwei Treffer, schießt insgesamt fünfmal aufs Tor und macht vier Tore. Unsere Fehler werden gnadenlos bestraft. Das zieht sich wie ein Roter Faden durch die Saison. Es hat immer wieder mal ein Spieler einen Aussetzer." Eine weitere Heimniederlage hätte zur Folge, dass die im bisherigen Saisonverlauf keinesfalls überzeugenden Forster bis auf einen Punkt an den Füchsen dran wären. "Wir wollen die 20-Punkte-Marke erreichen", fordert Kubo damit ganz klar einen Sieg von seinem Team. Routinier Niko Wolf kehrt nach abgelaufener Rotsperre in den Kader zurück, dafür gingen sowohl Johannes Feser (Zeh) als auch Christoph Mützel (Knöchel) angeschlagen aus der Partie in Münnerstadt, was einen Einsatz offen lässt. Tore satt gab es bei den beiden Aufeinandertreffen zwischen Fuchsstadt und Forst in der vergangenen Saison. 7:2 siegten die Füchse im Hinspiel, mussten sich in Forst aber mit 4:6 geschlagen geben.

SV Rödelmaier - SV Garitz: Der vergangene Sonntag war so ganz nach dem Geschmack von Andrzej Sadowski. Vor dem Spiel gegen Mühlhausen wurde der Spielertrainer des SV Garitz (6./23) zum zweiten Mal Vater, Frau Tanja brachte Sohnemann Paul zur Welt, dann siegten seine Fußballer in einem schwierigen Match mit 1:0 und befinden sich wieder in Lauerstellung zur Tabellenspitze. Nun steht das Gastspiel bei BOL-Absteiger SV Rödelmaier (11./16) auf dem Programm, und auch dieses Spiel wollen die Garitzer möglichst erfolgreich gestalten. "Das sieht von den Punkten her richtig gut aus. Auf die hinteren Ränge haben wir schon ein kleines Polster und können etwas befreiter in die Partien gehen", freut sich Sadowski. Mahnt sein Team aber zur Vorsicht, denn Rödelmaier zeigt auf eigenem Terrain ein anderes, wesentlich gefährlicheres Gesicht. Während man auf fremdem Geläuf ausschließlich Niederlagen kassierte, stehen daheim fünf Siege und ein Remis zu Buche. Damit ist der SV Rödelmaier neben Riedenberg das heimstärkste Team der Liga. "Wir wollen trotzdem versuchen, das Spiel zu gewinnen, doch muss man in dieser Liga in jedem Spiel alles geben. Nur dann hat man Erfolg", weiß der Garitzer Coach. Seine Defensive sollte vor allem vor Sergej Schmidt auf der Hut sein, der mit elf Treffern auf Platz zwei der Torjägerliste rangiert. Weit vorne ist auch der Garitzer Bastian Schober, der es auf neun Tore bringt, die nächsten Spiele allerdings wegen eines Lehrgangs passen muss. Dafür kehrt Arthur Gerlinger nach Ablauf seiner Sperre wieder ins Team zurück.

TSV Röthlein - SV Rot-Weiß Obererthal: Groß war die Freude im Lager des SV Obererthal (18./4), als passend zur Kirchweih beim 1:0 über Gochsheim der erste Saisonsieg gelang. Nach den Feierlichkeiten gilt jetzt die volle Konzentration auf das schwere Spiel beim TSV Röthlein (7./21). Die Röthleiner um Trainer Klaus Keller unterlagen zwar zuletzt mit 0:2 in Bad Königshofen, zeigten im bisherigen Saisonverlauf aber erfreuliche Leistungen. So trotzten sie Tabellenführer Rottendorf auf dessen Platz immerhin ein Remis ab. Doch klein beigeben will man bei den Rot-Weißen auf keinen Fall laut Interimscoach Michael Leiber: "Wir haben Respekt vor Röthlein, sie leisten gute Arbeit. Wir wollen aber unsere Chance suchen und möglichst eine kleine Serie starten." Stimulierend wirkt da sicher der Sieg über Gochsheim, welcher letztlich verdient war. "Unsere Defensivleistung war sehr ordentlich und in Andreas Graup hatten wir einen eiskalten Vollstrecker", resümiert Leiber, der den Charakter der Truppe trotz der vorhergegangenen Niederlagenserie lobt. "Klar war der Sieg befreiend, doch die Moral war immer da. Wir sind untereinander alle befreundet und halten zusammen. Da gab und gibt es keine Gruppenbildung." Neben den langzeitverletzten Marco Schmitt (Mittelfußbruch), Marco Wolf (Knöchel) und Christoph Uschold (Kapselverletzung) fehlt in Röthlein Fabian Böhm wegen einer Knochenmarkspende.