SV Riedenberg - FC Thulba 2:4 (2:1). Tore: 0:1 Stefan Thoma (4.), 1:1 James Galloway (16.), 2:1 Max Schultheiß (28.), 2:2/2:3 Philipp Hölzer (47., 78.), 2:4 Julian Wüscher (92.).
Die "Störche" mussten bereits nach einer Woche wieder die Tabellenführung abgeben. In einem sehr guten Kreisliga-Match behielt der Gast die Oberhand. Der machte die schwache Vorstellung gegen den TSV Aubstadt II vergessen und ging durch Stefan Thoma in Führung, der nach Vorarbeit von Julian Wüscher das Leder unhaltbar für Geburtstagskind Florian Dorn in den Winkel setzte. Der Rückstand ermunterte die SVler zur verstärkten Offensive. Nach Kopfball von James Galloway und einem Nachschuss des besten Riedenbergers, Max Schultheiß, zuvor war Simon Hergenröder noch an Daniel Neder gescheitert, gingen die Einheimischen mit Vorsprung in die Kabine.
Doch gleich der erste Angriff der Frankonen saß, auf Vorarbeit von André Betz lochte Philipp Hölzer aus Nahdistanz ein. Mitte der zweiten Halbzeit scheiterte Schultheiß an einem Neder-Reflex, einen Kopfball Hergenröders parierte Neder sensationell. Im Gegenzug köpfte Hölzer nach Wüscher-Ecke am kurzen Eck ein. In die Ausgleichsbemühungen platzte in der Nachspielzeit ein FC-Konter. Auf Vorarbeit von Hölzer traf Tobias Huppmann zunächst den Pfosten, den zurückprallenden Ball drückte Wüscher über die Torlinie.

FC Reichenbach - TSV Oberthulba 5:1 (4:0). Tore: 1:0 Claus Kirchner (2.), 2:0 Lukas Nöth (12.), 3:0 Michael Schön (21.), 4:0 Lukas Nöth (42.), 5:0 Markus Buhlheller (58.), 5:1 Günter Pfülb (81.).
Die Teutonen haben ihre Hausaufgaben im Titelkampf problemlos gelöst, was für sie selbst etwas überraschend kam, gingen sie doch mit großen Bedenken ins Spiel. Nach dem Ausfall von Markus Bach und der jüngsten schweren Knieverletzung von Spielmacher Michael Seith schien jeder Gegner aktuell gefährlich. Doch die TSVler entpuppten sich als harmloser Kontrahent, waren aber auch personell gebeutelt. Ihr Trainer Norman Jung musste mangels Alternativen mit Kevin Voll eine etatmäßige Offensivkraft in den Kasten beordern, dieser machte schon nach zwei Minuten beim ersten Gegentreffer keine glückliche Figur.

Immer wieder Lukas Nöth

Die schnelle Führung sorgte für Selbstvertrauen bei den Platzherren, die durch Lukas Nöth zügig nachlegten. Dieser war schwer zu bändigen und legte zum 3:0 die Kugel maßgerecht in den Lauf von Michael Schön. "Dessen Schuss aus vollem Lauf in den Winkel war das schönste aller sechs Treffer", freute sich Vorsitzender Klaus Katzenberger, der noch vor dem Seitenwechsel eine Kombination der Rot-Schwarzen über mehrere Stationen erlebte, die Nöth abgeklärt zur Vorentscheidung abschloss. Nach dem Seitenwechsel kontrollierte die Heimelf das Geschehen weiter, während den abstiegsgefährdeten Gästen jenseits der Mittellinie wenig Produktives gelang. Als der eingewechselte Markus Buhlheller auf Vorlage von Pascal Reininger auf 5:0 erhöhte, war die Luft aus dem Spiel heraus. TSV-Routinier Günter Pfülb sorgte zwar noch für den Ehrentreffer, doch da war die faire Auseinandersetzung längst entschieden.

SV Ramsthal - FC Strahlungen 1:1 (1:0). Tore: Sascha Ott (2.), 1:1 Dominik Beck (65.).
Unterhaltung auf gehobenem Niveau bekamen die Fans in Ramsthal geboten. Die Akteure beider Mannschaften wussten jedenfalls spielerisch wie kämpferisch zu überzeugen. "Das Ergebnis entspricht dem Spielverlauf. Das war rassig bis zum Schluss", freute sich SV-Pressesprecher Jochen Hesselbach über die Kurzweil. Die für die Gastgeber perfekt begann mit dem Führungstreffer von Sascha Ott, als Strahlungens Abwehr nur ungenügend hatte klären können. Der Kopfball von Enrico Ott nach der Freistoßflanke von Alexander Ullrich hätte das 2:0 bedeuten können. Danach meldete sich Strahlungen zurück mit dem knapp verzogenen Schuss von Tim Krais und dem Pfostentreffer durch den Freistoß von Benedikt Bötsch. Verdient daher der Ausgleich nach der Pause durch Dominik Beck, der per Kopf im Anschluss an eine Ecke eingenetzt hatte. Als Tim Krais seinen Versuch zu hoch angesetzt hatte, war wieder Ramsthal an der Reihe. Jan Morper platzierte das Leder an den Innenpfosten, dann parierte FC-Schlussmann Johannes Bömmel den Schuss von Willi Voss.

TSV Rannungen - Spfr. Herbstadt 1:0 (0:0). Tor: Fabian Erhard (55.).
Das war ein Spieltag ganz nach dem Geschmack der Rannunger, die sich mit dem Dreier über bis dato punktgleiche Herbstädter auf einen Nichtabstiegsplatz katapultierten. Mann des Tages war einmal mehr Fabian Erhard. Weil der Rückkehrer das Tor des Tages markiert hatte. Und weil der Stürmer in der Schlussphase gleich drei Sololäufe in den Sand gesetzt hatte. Vor allem bei Versuch Nummer drei stöhnten die Rannunger Fans, als Erhards Lupfer über den Torwart auf der Latten-Oberkante landete. Bis zum finalen Pfiff musste also um die wichtigen Punkte gebangt werden. Und das, obwohl Florian Erhard im TSV-Tor keine Höchst-Schwierigkeiten meistern musste. Vielversprechend war allenfalls der Schuss von Martin Naber, der am TSV-Gehäuse vorbeistrich.

Aufmerksame Viererkette

Einen guten Job hatte nämlich die Viererkette der Rannunger verrichtet. Allen voran Patrick Leurer auf der ungewohnten Position in der Innenverteidigung. Trotz der Brisanz war es ein faires Match, das beiderseits zu Beginn von Nervosität geprägt war, mit vielen Fehlpässen inklusive. Das aktivere Team stellten aber eindeutig die Gastgeber, die Pech hatten, dass der Unparteiische einem Treffer von David Schad die Anerkennung verweigerte, weil ein Mitspieler aktiv im Abseits stand. Zwei Fernschüsse von Fabian Erhard verfehlten das Ziel (32., 39.), der aber in Minute 55 alles richtig machte beim Flankenball von Julian Stahl, als sich Herbstadts Keeper Thomas Kneuer und Julian Ankenbrand gegenseitig behinderten. Julian Stahl wollte später ebenfalls zum Tor ansetzen, doch auch er musste mit der Abseits-Position leben.