Wenn nur ein Treffer fällt, den auch noch ein Obererthaler erzielt, hätte es doch klappen müssen mit dem ersten Saison-Dreier für die Rot-Weißen. Klappte es aber nicht, weil Lukas Heid ins eigene Tor getroffen hatte. Mit dem Glücklichen Derbyerfolg sind die Riedenberger nun seit sechs Spielen ungeschlagen. In einem Spiel, das kein Bezirksliga-Niveau hatte. Selbst die eingefleischtesten Fans in beiden Lagern schüttelten ob der vielen Fehlpässe und weiterer Unzulänglichkeiten samt Chancenarmut nur den Kopf. Das Tor war typisch für die Auseinandersetzung. Zehn Minuten nach dem Pausentee schickte Dominik Fröhlich Außenverteidiger Max Schultheiß auf der linken Seite auf die Reise. Der erlief sich die Kugel gerade noch vor der Grundlinie, seine Hereingabe drückte Libero Lukas Heid unglücklich und unhaltbar für Michael Leiber über die Torlinie.
"Das war natürlich Pech für Obererthal und Glück für uns", kommentierte Riedenbergs Trainer Charly Storch die Szene des Tages, "aber so etwas passiert einer Mannschaft, die in der Tabelle hinten drin steht".

Dessen Schützlinge zeigten wohl die schwächste erste Halbzeit seit langem. Null Torchancen wurden beim Kabinengang bilanziert. Aber auch die Rot-Weißen hielten sich in dieser Hinsicht vornehm zurück, hatten aber, jeweils nach Freistoß-Flanken von Lukas Heid, zwei Möglichkeiten. Bei der ersten wurde ein Schuss von Johannes Rüth noch rechtzeitig von Manuel Schuhmann abgeblockt (26.), bei der zweiten setzte Marcel Schmitt seinen Kopfball am Tor vorbei (37.).

"Es kann nur besser werden", hoffte Obererthals Kassier Friedbert Brust zur Pause, "der Gegner scheint schlagbar". Riedenberg brachte nach dem Wechsel mit Markus Rüttiger einen zweiten Angreifer, tatsächlich waren die Offensivbemühungen, die zuvor nur auf Simon Hergenröder fokussiert waren, durchdachter. So stand Rüttiger kurz vor dem 0:2, doch sein Schuss schlug ans Außennetz. In der 71. Minute hatte Marcel Schmitt Glück, dass sein Befreiungsschlag nach erneuter Hereingabe von Schultheiß knapp über das eigene Tor strich. Bei der nachfolgenden Fröhlich-Ecke zielte Benedikt Carton bei seinem Kopfball daneben. Die Endphase war von hilflosen Angriffsbemühungen der Gastgeber geprägt, die auf ihren Sturmführer Andy Graup (beruflich verhindert) verzichten mussten. Aber auch der Gast bekleckerte sich nicht mit Ruhm, auf dem unebenen Geläuf war mit dem angedachten Flachpassspiel wenig zu gewinnen. "Auch wir tun uns schwer, wenn wir gegen einen so tief stehenden Gegner und dazu noch auf einem engen Platz das Spiel machen müsste", erklärte Riedenbergs Pressesprecher Stefan Dorn nach dem Abpfiff. Am Sonntag in Münnerstadt ist der Platz für die Grün-Weißen wieder größer, die Chance, das geliebte Konterspiel aufzuziehen, auch besser. Obererthal hofft auf Besserung auf dem Fuchsstädter Kohlenberg. "Irgendwann muss der Knoten platzen", so Abteilungsleiter Manfred Rüth.

Tor des Tages Lukas Heid (Eigentor/55.)

Zuschauer 100

Obererthal Leiber - L. Heid - Wolf (56. F. Böhm), F. Hofbauer, Marcel Schmitt - J. Rüth, J. Schmitt, B. Brust, D. Böhm - Fuß (70. Ch. Rüth), Weidinger (76. F. Heid).

Riedenberg Fl. Dorn - Büchner, Schaab, Schuhmann, Schultheiß - D. Dorn, Carton, Fe. Dorn (46. Rüttiger), Fröhlich, Seuring - S. Hergenröder (74. Gerstner).

TSV Münnerstadt - SV Rödelmaier 2:1 (2:0) - Torfolge: 1:0/2:0 Simon Snaschel (25./29.), 2:1 David Hornung (75.).

Die Mannen von Dominik Schönhöfer, der beim Spiel der zweiten Mannschaft aufgrund der vom Platz gestellten Keeper noch im Tor stand, verdienten sich trotz aller Verletzungsproblematik die drei Punkte in der ersten Halbzeit. Da ließ man Ball und Gegner laufen. Trotzdem hätte der Gast bei einem Konter in Führung gehen können, doch Christian Hofgesang traf nur das Quergestänge. Mehr Übersicht und Glück hatte TSV-Torjäger Simon Snaschel, der nach Flanke von Außenverteidiger Dominik Fiedler einnickte. Der BOL-Absteiger hatte seine Taktik noch nicht auf Offensive umgestellt, da lag das Spielgerät schon wieder in seinem Tor. Nach Steilpass seines Sturmpartners Julian Göller behielt Snaschel die Nerven und schob nach Abschütteln seines Gegenspielers ins kurze Eck ein. Dem Torjäger wäre fünf Minuten später fast ein Hattrick gelungen, doch der erfolgreiche Fallrückzieher wurde vom Unparteiischen wegen gefährlichen Spiels zurückgepfiffen. Nach dem Seitenwechsel wurde die faire Begegnung immer zerfahrener, die Platzherren zollten nun dem hohen Tempo vor der Pause Tribut. Brenzlig wurde es nach dem Anschlusstreffer, David Hornung hatte die Kugel über den zuvor parierenden Florian Rottenberger gelupft. Doch die SVler verzettelten sich bei ihren Angriffsversuchen. Rottenberger und seine Vorderleute standen aber auch ganz gut.
Münnerstadt: Rottenberger - Fiedler, Ph. Müller, Kanz, M. Halupczok (65. J. Schmitt) - Coprak, Markart, H.C. Schmitt, Kiros - Snaschel, Göller.

TSV Bad Königshofen - FC Fuchsstadt 2:0 (2:0) - Torfolge:
1:0 Frederic Werner (20.), 2:0 Tobias Saam (28.).

Nach der zweiten Niederlage binnen vier Tagen nähern sich die "Füchse" gefährlich der Abstiegszone. Im Grabfeld war aufgrund einer schwachen Angriffsleistung nichts zu holen. Wesentlich aktiver waren da die Schützlinge von Werner Köhler, die aus ihrer Überlegenheit heraus auch verdient in Führung gingen. Nach Freistoß von Markus Lockner schlug die Direktabnahme von Frederic Werner unhaltbar für Rösler-Vertreter Marc Heid im Kasten ein. Der hatte wenig später ein zweites Mal das Nachsehen: Beim Kopfball von Tobias Saam nach einem erneuten Freistoß unterlief der FC-Deckung ein Stellungsfehler. Die Platzherren kontrollierten danach die Begegnung, ohne dass ihr Vorsprung in Gefahr riet. TSV-Pressesprecher Julian Grell, gleichzeitig Aubstadts Torjäger, berichtete dagegen von von zwei weiteren Gelegenheiten der Köhler-Elf in der Schlussphase durch einen Kopfball von Thorsten Eckhardt und einen Weitschuss von Ferdinand Heusinger.
Fuchsstadt: Heid - Heinlein (82. Thurn), P. Stöth, Wolf, Baldauf - T. Stöth, Bayer, Plehn, Ch. Mützel (75. B. Wahler) - Bolz, Feser.


Kreisliga Rhön



FC Thulba - TSV Nordheim 4:0 (1:0) - Torfolge: 1:0 Marco Schmidt (Eigentor/26.), 2:0 Philipp Hölzer (62.), 3:0 Florian Heim (63.), 4:0 Markus Kaufmann (77.) - Gelb-rote Karte: André Fischer (Nordheim/46.).

"Ich habe selten ein Spiel erlebt, in dem der Gegner so geknüppelt hat", erregte sich FC-Pressesprecher Alfred Kolb. Julian Wüscher durfte seiner Meinung nach froh sein, nicht ohne schwere Verletzung vom Rasen zu gehen. Die Gastgeber kamen wesentlich besser ins Spiel. Nach einem Schuss von Florian Heim hielt Marco Schmidt den Fuß in die Schussbahn und der Ball flog ins eigene Tor. Die offensiv schwachen Gäste ereilte gleich nach Wiederanpfiff der "Genickbruch" (Kolb), als sie ihren Spielmacher André Fischer wegen wiederholten Foulspiels durch eine Ampelkarte verloren. Das 2:0 war schon die Vorentscheidung: Nach Zuspiel von Christian Kolb netzte Philipp Hölzer ein. Eine Minute später zeichnete sich Hölzer als Vorbereiter für Florian Heim aus. Von da an ergingen sich die Schützlinge von Markus Herbert, die lediglich beim Latten-Schuss von Markus Stumpf torgefährlich waren, in Frustfouls. Beim 4:0 profitierte Markus Kaufmann von der Vorarbeit von Philipp Hölzer. sbp
SV Ramsthal - RSV Wollbach 2:0 (0:0) - Torfolge: 1:0/2:0 Florian Hahn (72./90.).

Mit dem schwer erkämpften, aber verdienten Heimsieg über jenen RSV Wollbach, der zuletzt noch sechs Tore gegen den VfR Bischofsheim schoss, blieben die Männer um Spielertrainer Thorsten Büttner nun schon zum sechsten Mal in Folge unbesiegt. Die ersten 45 Minuten waren stark von der Taktik geprägt. In hervorragender Form präsentierten sich Timo Kaiser, Marcel Schmitt und Tim Danz, die Wollbachs Stürmer Dominik Baumüller, Michael Heine und Benjamin Schlusche an die Kette legten. Nach dem Wechsel starteten die Gastgeber schwungvolle Angriffe über ihren Trainer Thorsten Büttner, so dass RSV-Keeper Johannes Köhler vermehr im Blickpunkt stand. Nachdem Björn Morper und Matthias Hallhuber beim Sturmlauf Hochkaräter versiebten und Daniel Six das Spielgerät an die Latte gehämmert hatte, war das 1:0 überfällig, erzielt von Florian Hahn aus einem Gewühl heraus. Gegen die nun alles auf eine Karte setzenden Gäste gelang Hahn nach einem klassischen Konter das 2:0. ksei

FC Bad Brückenau - TSV Großbardorf II 1:2 (0:1) - Torfolge: 0:1 Kilian Wenzel (17.), 1:1 Markus Klüpfel (Foulelfmeter/58.), 1:2 Daniel Lurz (90.) - Gelb-rote Karte: Florian Jakobsche (Brückenau/92.) - Bes. Vorkommnis: Dominik Hüfner (Bad Brückenau) pariert Foulelfmeter von Patrick Jäger (90.).

Eine starke Vorstellung lieferten die Badestädter gegen den Spitzenreiter. In einem technisch hochwertigen Spiel siegten die Gäste am Ende glücklich. Sieht man einmal von der Großbardorfer Führung ab, Kilian Wenzel hatte mit einem Heber ins lange Eck FC-Keeper Dominik Hüfner überrascht, waren die TSV-Stürmer Marco Prediger, Kilian Wenzel und Daniel Lurz bei Burkhard Schüssler, Alexander Gartung und Markus Schumm so gut wie abgemeldet. Das 1:1, das Markus Klüpfel mit einem an ihn selbst verwirkten Strafstoß erzielte, ließ Bad Brückenaus Hoffnungen auf den dritten Saisonsieg aufkeimen, zumal es durch Florian Jakobsche und Markus Schumm noch die eine oder andere Torchance gab. Gerechterweise muss aber auch gesagt werden, dass Keeper Dominik Hüfner Glück bei einem Lattenkracher von Daniel Lurz hatte. Als sich Freund und Feind schon mit dem 1:1 abgefunden hatten, unterlief Alexander Gartung ein Foul an Kilian Wenzel, das zum Strafstoß führte. Patrick Jäger scheiterte an Dominik Hüfner, doch den Nachschuss brachte Daniel Lurz zum Siegtreffer unter. ksei

Spfr. Herbstadt - FC Reichenbach 1:3 (0:2) - Torfolge: 0:1 Michael Seith (15.), 0:2 Lukas Nöth (40.), 1:2 Moritz Hess (60.), 1:3 Claus Kirchner (89.).

Mit dem 3:1-Sieg der Teutonen wurde der Heimnimbus der Herbstädter Sportfreunde geknackt. Aus einer bärenstarken Abwehr heraus gelang es der Reichenbacher Defensive um Spielertrainer Marc Hartmann, Herbstadts Goalgetter Peter Hutzler und Moritz Hess auszuschalten, während Claus Kirchner, Michael Seith und Lukas Nöth die Schwächen im Herbstädter Zentrum nutzten. An der Entstehung beider FC-Tore waren Markus Bach und der Coach selbst beteiligt gewesen. Das Anschlusstor von Moritz Hess war der Weckruf der Gastgeber, die in der Folge aber Reichenbacher Abwehrstärke zu spüren bekamen. Freilich auch Pech hatten, dass Peter Hutzler und Moritz Hess zweimal knapp scheiterten. In der 90. Minute die Entscheidung, als Claus Kirchner nach einem Konter erfolgreich war.

TSV Aubstadt II - FC 06 Bad Kissingen 1:1 (0:1) - Torfolge: 0:1 Mario Wirth (10.), 1:1 Jan Schneider (60.).

Für die Kissinger war es der erste Punkt in dieser Saison auf fremdem Geläuf. Bei den von Hans Waldner gecoachten Gästen stimmten von Beginn an Kampfgeist und Einsatz. Für Spielfreude sorgten Mario Wirth, Christan Laus, Christian Heilmann und Maximilian Pfülb. Hans Waldner vermisste aber bei aller spielerischer Überlegenheit seiner Mannschaft vor dem Aubstädter Tor den Mann mit dem Durchblick. Allerdings hatte man im Aubstädter Lager respektvoll auch ordentlich Beton angerührt. Den Führungstreffer der Kurstädter erzielte Mario Wirth per Volleyschuss nach Hereingabe von Maxi Pfülb. In der zweiten Halbzeit konnten die TSVler endlich den Respekt ablegen, belagerten das FC-Tor permanent, doch bis auf Jan Schneiders Ausgleichstor ließ sich FC-Keeper Jörg Schaffelhofer nicht bezwingen. Seine größte Tat vollbrachte er mit einem tollen Reflex gegen Jan Schneider (68.). ksei