TSV Münnerstadt - TSV Essleben 1:0 (0:0). Tor: 1:0 Samuel Radi (72.).

Der Liveticker vermeldete tatsächlich den späten Ausgleich der Esslebener durch einen verwandelten Strafstoß. Doch Münnerstadts Co-Trainer Simon Snaschel stellte am Telefon schnell klar. "Stimmt nicht. Wir haben gewonnen." Es war der erste Saisonsieg der Lauerstädter, der im Duell zweier Auftakt-Verlierer kein selbstverständlicher war. Schließlich hatten die Mürschter ein weiteres Mal mit reichlich personellem Notstand zu kämpfen, weshalb Michael Halupczok zu einem Comeback kam. "Von uns war das knüppelharte Arbeit und beiderseits bestimmt kein Leckerbissen", sagte Snaschel, der aber zumindest von einer starken Defensivleistung seiner Elf berichten durfte, "weil Essleben keine klare Chance hatte. Das haben die Jungs schon gut gemacht. Unser Keeper Patrick Balling war nur einmal richtig gefordert".

So einige Zitterei hätten sich die Gastgeber sparen können, hätten sie sich durch technische Schwächen nicht selbst um gute Möglichkeiten gebracht. Aber auch so reichte es zu diversen Hochkarätern wie den Pfostenschuss von Sebastian Schubert oder der auf der Linie geklärten Gelegenheit für Samuel Radi, der auch für das Tor des Tages verantwortlich zeichnete. Erzielt per Abstauber nach dem Schuss von Lukas Katzenberger, den TSV-Keeper Jonas Ringelmann hatte prallen lassen. "Bei Kontern hätten wir alles klar machen müssen, aber ach die haben wir nicht sauber zu Ende gespielt, so Snaschel.js

Münnerstadt: Balling, N. Markert, Schubert, Luk. Katzenberger, Pöhl (60., Halupczok), Sperlich, Weber. J. Markert, J. Schmittzeh, Back (60. Lou. Katzenberger), Radi.

FC 06 Bad Kissingen - SG Heidenfeld/Hirschfeld 5:0 (4:0). Tore: 1:0 Jan Krettek (2.), 2:0 Florin Popa (4., Foulelfmeter), 3:0 Vincent Kiesel (28., Foulelfmeter), 4:0 Julius Albert (43.), 5:0 Vincent Kiesel (91.). Rot: Rony Schreiber (90., SG).

Dass die 06er auf diverses Stammpersonal sowie auf ihren Coach Tim Herterich verzichten mussten, sollte nicht ins Gewicht fallen. Denn zu den frühen Kissinger Toren gaben die Heidenfelder und Hirschfelder reichlich Hilfestellung. Nach einem weiten Einwurf von Jonas Eschenbacher rutschte einem Gästeverteidiger das Leder über den Scheitel Richtung zweiter Pfosten, wo Jan Krettek einnickte. Gleich nach Wiederanpffiff wurde Julius Albert ohne Not über den Haufen gerannt. Den fälligen Strafstoß verwandelte Florin Popa. Die Elf von Martin Schendzielorz tauchte nur einmal gefährlich vor dem von Lucian Creanga gehüteten Kasten auf, als Jannik Lutz den Ball aus aussichtsreicher Position am langen Eck vorbei setzte.

Eine ungestüme Aktion von Gäste-Verteidiger Dominic Zahn, der Alexander Brakk an der Torauslinie "fällte", führte zum zweiten Strafstoß, diesmal verwandelte Vincent Kiesel. Nach einer halben Stunde zweifelte niemand mehr am ersten Saisonerfolg der Kurstädter, zumal Julius Albert noch vor dem Seitenwechsel nachlegte nach einem Klasse-Solo von Brakk. SG-Keeper Rony Schreiber hatte in der 48. Minute Glück, dass Vincent Kiesel nach Krettek-Rückpass das Spielgerät über den Kasten setzte, aber auch eine Portion Pech in der Schlussphase, als er einen Heber von Krettek abfing, allerdings zwei Meter außerhalb des Strafraums, was zwingend zum Platzverweis führte. Für Rony Schreiber musste ein Feldspieler zwischen die Pfosten, der beim Freistoß von Kiesel dann keine gute Figur abgab. "Absolut verdienter Sieg", freute sich Co-Trainer Harry Bayer. Bei der Heimelf ragten insbesondere der junge Michael Salzmann und Mittelfeldrenner Jonas Schmitt heraus. "Was auf jeden Fall verbesserungswürdig ist, ist die Verwertung unserer Konterchancen", fand Bayer doch ein Haar in der Suppe.sbp

Bad Kissingen: Creanga - Heimerl (64. Rödl), Popa (68. Fischer), Salzmann, Eschenbacher - Morper (77. Füller), Kiesel, J. Schmitt - Krettek, Albert (68. L. Schmitt), Brakk (57. Fella).