TV/DJK Hammelburg - VC/ TuS Hirschau 3:0 (25:16; 25:14; 25:13) - Das mit Spannung erwartete Spitzenspiel gegen den bisherigen Tabellenführer wurde vor rund 400 begeisterten Zuschauern in der Saaletalhalle zu einer überraschend klaren Angelegenheit für die Jungs von Trainer Tado Lehmann. Der TV/DJK ging hochkonzentriert und sehr engagiert in die Partie, um die angestrebte Revanche für das 0:3 im Hinspiel zu realisieren. Im ersten Satz verlief die Auseinandersetzung zunächst sehr ausgeglichen mit umkämpften Bällen. "Doch im entscheidenden Moment haben wir immer die Bigpoints gemacht", sah Tado Lehmann sein Team stets im Vorteil. Nach dem 8:8 legten die Hammelburger auf 12:8 vor und so den Grundstein für den Sieg. "Da wurden wir immer sicherer, agierten sehr stabil, und Henning Schulte hat in dieser Phase so gut wie jeden Ball im gegnerischen Feld versenkt", lobte Lehmann seinen Angreifer. An dem Kräfteverhältnis änderte sich auch im zweiten Durchgang nichts. Bis zum 5:5 konnten die Oberpfälzer mithalten, "dann hatten wir eine sehr starke Phase im Block. Felix Bendikowski, Stefan Basmer und Oliver Bauer standen wie eine Mauer, waren quasi unüberwindbar", machte Lehmann den entscheidenden Vorteil seines Teams aus. Nach der 10:5-Führung waren die Gäste machtlos, während die Saale männer locker ihr Spiel durchzogen. "Mit diesem Selbstbewusstsein gelingt einem fast alles", war der Coach von dem Auftritt ohne Schwächephase angetan. Im dritten Satz probierten die Hirschauer alles, änderten ihre Taktik und versuchten, den TV/DJK-Block nur zu touchieren oder mit Lobs zum Erfolg zu kommen. Bis zum 9:8 war das durchaus erfolgreich. Oliver Möller stellte sich darauf immer besser ein und kratzte alles, was möglich war, raus. Den Rest besorgte Libero Dominik Seller und in der Offensive setzten vor allem Lukas Spachmann und Michael Schottdorf die Punkte. Mit zwei Serien, zunächst auf 18:9, dann auf 24:10, wurde dem bisherigen Spitzenreiter endgültig der Zahn gezogen. "Das lief wie aus einem Guss. Die Zuschauer gingen anschließend bei jedem Matchball begeistert mit, doch erst der vierte saß", berichtete Tado Lehmann über den finalen Akt, nach dem die Spieler mit den Fans ausgelassen feierten. Marc Müller hatte als Zuspieler begonnen und zur Hälfte der Partie kam für ihn Oliver Möller, der zuvor zwei Wochen beruflich verhindert war. "Der Wechsel hat perfekt geklappt, wir haben nahtlos weitergemacht, ohne den geringsten Bruch im Spiel", zeigte sich Lehmann stolz auf die geschlossene Mannschaftsleistung. "Das war schon Regionalliga-Niveau."

TV/DJK Hammelburg - TSV Stein 3:0 (25:18; 25:16; 25:23) - Nach dem großartigen Erfolg gegen Hirschau war das Hauptproblem für den neuen Tabellenführer, die Spannung hoch zu halten. "Der Sieg gegen Stein war immens wichtig für uns, sonst wäre der vom Vortag wertlos gewesen", wusste Tado Lehmann um die Schwere der Aufgabe. Doch der Coach konnte sich auf seine Jungs verlassen, die von Beginn an keine Motivationsprobleme erkennen ließen. In den ersten beiden Sätzen bauten die Saalemänner stets ihre Führung aus, auch wenn Stein mit guten Aufschlägen die Annahme forderte. "Mit Felix Bendikowski haben wir den wertvollsten Spieler der Liga in unseren Reihen", freute sich Lehmann. "Er hatte immer eine Lösung parat und gemeinsam mit dem variablen Friedrich Fell legte er den Grundstein für die Stabilität." Im dritten Durchgang schalteten die Hammelburger im Gefühl des sicheren Sieges einen Gang zurück. Bis zum 18:18 konnte sich kein Team absetzen, nach der 20:18-Führung schien schon alles klar, doch plötzlich lagen die Gastgeber mit 21:23 hinten. Mit viel Herz und einem treffsicheren Henning Schulte verhinderten die Hammelburger aber einen Satzgewinn der Mittelfranken. "Die Meisterschaft ist uns jetzt zwar nur noch theoretisch zu nehmen, doch wir wollen nicht vorzeitig feiern", will Lehmann mindestens einen Satz am kommenden Wochenende beim Gastspiel in Mömlingen gewinnen. Besonders stolz können Lehmann und seine Mannen auf den Zuschauerzuspruch sein. "Es lohnt sich für Fans aus ganz Unterfranken, wieder nach Hammelburg zu fahren, wenn man hochklassigen Herren-Volleyball sehen will", wertet Lehmann die rund 400 Begeisterten als schöne Bestätigung.

TV/DJK Hammelburg - TSV Nittenau 1:3 (25:20; 19:25; 20:25; 19:25) - Ganz im Zeichen der Verabschiedung langjähriger Mitspielerinnen stand das letzte Saisonheimspiel der Saaledamen. Eva Frank, Margareta Fell, Katharina Pfennig, Cornelia Schmitt und Katharina Wehner werden künftig wohl nicht mehr spielen. "Wir hatten extra einen Hallensprecher, um für Stimmung zu sorgen. Es hat nochmal richtig Spaß gemacht, gemeinsam auf dem Feld zu stehen", berichtete Christin Heim über eine besondere Atmosphäre. Dass es zum Abschied nicht zu einem Sieg gereicht hat, hatte unterschiedliche Ursachen. Im ersten Satz lief noch alles nach Plan, Nittenau musste ständig einer Führung hinterherhecheln. Doch durch Unkonzentriertheiten schlichen sich in allen Bereichen Fehler ein. "Damit haben wir den Gegner richtig aufgebaut", analysierte Christin Heim selbstkritisch. Besonders bei den Aufschlägen waren die Gäste effektiver. "Die haben uns immer mehrere Dinger reingehauen, bei uns langte es dann nur zu einem Punkt", nannte Christin Heim als weitere Ursache für die ve