Der Leichtathletik-Nachwuchs des TSV Oberthulba setzte sich auch bei den unterfränkischen Meisterschaften wieder in Szene. In Güntersleben gab es neben zahlreichen Spitzenplätzen gleich zwei Bezirkstitel zu bejubeln. Mit 1387 Punkten fiel der Erfolg von Max Granich im Vierkampf der Altersklasse M10 sogar deutlich aus. Mit hervorragenden 1,31 Metern im Hochsprung, 33 Metern im Ballwurf und den 7,71 Sekunden im Sprint über 50 Meter war er jeweils der Beste im Feld der jungen Mehrkämpfer. Dazu kam ein zweiter Platz mit guten 3,79 Metern im Weitsprung. Mit Hannes Knüttel, der 1198 Punkte sammelte, folgte auf Platz vier ein weiterer Oberthulbaer.

Moritz Füller verbuchte im Vierkampf der Altersklasse M12 mit 1387 Zählern einen zweiten Rang und hatte seine besten Ergebnisse im Weitsprung mit 3,92 Metern sowie im Ballwurf mit der Tagesbestweite von 35,50 Metern. Teamkollege Finn Wehner, der mit 10,96 Sekunden der Schnellste über 75 Meter war, wurde mit 1326 Punkten Vierter, Max Knüttel landete mit 1305 Punkten auf Platz sechs.

Ein bärenstarkes Quintett

Im stark besetzten Vierkampf der Schülerinnen W12 setzte sich Jule Hirschmann vom FC Schweinfurt 05 mit 1634 Zählern knapp durch. Auf den weiteren Plätzen folgten nicht weniger als fünf Mädchen des TSV Oberthulba. Mit 7772 Punkten gewannen die Schützlinge von Christina Füller und Roland Fröhlich den Titel der Klasse U14 vor den Teams des LAZ Kreis Würzburg und der LG Main Spessart. Antonia Haas wurde mit 1608 Punkten Zweite in der Einzelwertung der W12 und zeigte als Schnellste im Sprint über die 75 Meter (10,88 Sekunden), dass sie bei den Einzelmeisterschaften zu den Favoriten gehören wird.

Maris Amthor, die sich im Hochsprung auf gute 1,32 Meter steigerte, wurde mit 1582 Punkten Dritte. Auf den weiteren Rängen behaupteten sich Sara Schmitt (1551), Anne Granich (1523), die mit der Bestleistung von 1,36 Meter im Hochsprung erfreute, und Annika Henz (1460), die mit 33 Metern Tagesbeste im Ballwurf wurde. Unter den 18 Teilnehmerinnen der W12 kam Katharina Haas (1327 Punkte) auf den elften Platz. In der Altersklasse W13 sammelte auch Amy Schulz mehr als 1500 Punkte und wurde damit Sechste. Antonia Mayer steuerte in der W10 mit ihren 1185 Punkten einen weiteren dritten Rang hinzu. Mathilda Hüttel wurde Sechste, Klara Vorndran Achte. Sophie Kirchner landete im Vierkampf der W11 auf dem neunten und Nina Wigand auf dem 21. Platz. In der Mannschaftswertung belegte der TSV Oberthulba in der U12 (W10/W11) den vierten Rang. Im Rahmenwettbewerb der Kinder kam Lina Füller auf Platz zwei. Ida Werner wurde Dritte und Charlotte Manger immerhin Sechste.

Feinschliff im Fitness-Studio

Der Motor von Langstreckenläufer Manfred Dormann geriet auch während der Corona-Pause nicht ins Stottern. Bei den Landesmeisterschaften der Senioren in Herzogenaurach gewann der Athlet vom TV Bad Brückenau die 5000 Meter der Altersklasse M70 in überlegener Manier. "Vor zwei Jahren war ich genau eine Minute schneller", wusste Manfred Dormann zu berichten. Dazwischen hatte auch er die Folgen der Coronakrise zu meistern. "Ich habe natürlich weitertrainiert, aber das ständige Alleinelaufen war nicht immer eine Freude. Zudem musste ich auf das gewohnte Fitnessstudio verzichten", so der 70-Jährige, der sich mit dem zusätzlichen Athletik-Training im Studio seinen lockeren Laufstil erhält.

In Herzogenaurach rannte Manfred Dormann die zwölfeinhalb Runden in 21:48 Minuten. "Ich bin jede Runde exakt gleich schnell gelaufen", beschreibt er sein Rezept für die starke Zeit. Der vielfache deutsche Seniorenmeister blickt bereits zum eventuellen Saisonhöhepunkt. "Anfang September finden in Telfes im Stubaital die Senioren-Weltmeisterschaften im Berglauf statt. Da hätten wir vor allem in der Mannschaftswertung gute Chancen auf Edelmetall." Zuvor will Dormann allerdings noch Anfang August in Kemmern die bayerischen Meisterschaften über zehn Kilometer bestreiten.

Teamkollege Gerd Geyer lief die 1500 Meter der M65 in guten 5:35,65 Minuten und wurde mit einem Vorsprung von 47 Sekunden überlegen bayerischer Meister seiner Altersklasse. Kurt Weinmann vom TSV Rannungen wurde über die 1500 Meter der M55 in 5:38,75 Minuten gestoppt, damit landete er auf dem undankbaren vierten Rang.  Guntram Röhlinger vom TSV Münnerstadt rannte die 800 Meter der M70 in 3:02,88 Minuten. Bei seinem Sieg hatte er auf den zwei Runden knapp vier Sekunden Vorsprung auf den Höchstädter Joachim Masatz herausgelaufen. Seine Teamgefährtin Iris Heid trat einmal mehr im Hochsprung an. Mit übersprungenen 1,37 Meter landete sie auf Rang zwei der W55.