"Wir haben unsere zwei gesteckten Ziele erreicht", meinte FC-Coach Dirk Züchner nach dem Abpfiff zufrieden: "Wir haben gewonnen und zu Null gespielt." Dass der Erfolg hochverdient war, "steht außer Zweifel", stimmte ihm sein Kollege, TSV-Interims-Coach Stefan Mühlfeld, zu. Tatsächlich hatten die Kohlenbergler die Grabfelder jederzeit im Griff, aufgrund der klaren Chancen für die Heimelf schmeichelt das Ergebnis den Gästen. Die hatten bereits in der 4. Minute Glück, als Harald Bayer den Ball nach einem Abwehrfehler der TSV-Deckung am verwaisten Tor vorbeischob. Es dauerte nach Vergeben weiterer Gelegenheiten bis zur 24. Minute, ehe Johannes Feser seine Farben endlich in Führung brachte. Nach einer Kombination über vier Stationen bediente ihn Simon Bolz maßgerecht. "Ich hatte überraschend viele Freiräume", staunte der Ex-Großbardorfer Bolz, der in der Folgezeit etliche gescheite Angriffe einfädelte. So legte er nach einer halben Stunde dem heranstürzenden Harald Bayer auf, der aber nur den Außenpfosten traf. Drei Minuten später tauchte Andreas Ermisch frei vor TSV-Keeper Thomas Kneuer auf, schoss aber überhastet vorbei. Kurz vor dem Seitenwechsel lief Bolz durch, scheiterte aber am Goalie. "Da hätten wir den Sack schon längst zumachen müssen", kommentierte sein Trainer das Geschehen in der ersten Halbzeit.

Nach dem Wechsel vergab Christoph Mützel eine hundertprozentige Möglichkeit, als er nach Querpass von Johannes Feser das leere Tor nicht traf (50.). Beim nächsten gefährlichen Angriff schlug Mützel, allerdings aus Abseitsstellung, doch zu. Nachdem Harald Bayer Bardorfs Marco Bulheller vernascht hatte, legte er den Ball am herauslaufenden Kneuer vorbei auf Mützel, der nur noch Patrick Lugert vor sich hatte. Der hatte gegen den satten Mützel-Schuss unter die Latte keine Abwehrchance. Wer nun erwartet hatte, dass die Gäste die Offensive suchen würden, sah sich getäuscht. "Da fehlt doch jegliches Aufbäumen", zeigte sich nicht nur Thulbas Gottfried Kolb von der Vorstellung der Bayernliga-Reserve enttäuscht. Deren Offensive fand zu keinem Zeitpunkt statt, lange Bälle ins Nichts fanden keinen Abnehmer. "Ich hatte fast nichts zu tun", stellte FC-Torhüter Marc Rösler nach dem Abpfiff fest. Und nicht nur er wunderte sich, wie der Gegner zwei Tage zuvor in Münnerstadt zwei Treffer erzielen konnte.

In der Schlussphase war beiden Parteien anzumerken, dass die Karsamstag-Spiele doch viel Kraft gekostet hatten. Die Angriffe der Einheimischen wurden nicht mehr so konzentriert ausgespielt, außerdem hemmten die diversen Auswechslungen den Spielfluss etwas. Gefährlich wurde es nur bei ein paar Standardsituationen, so hätte Niko Wolf einen Eckball fast ins kurze Eck geschnitten. "Ich bin von der Vorstellung meiner Spieler maßlos enttäuscht", sagte Mühlfeld, dessen Elf wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wurde. In Fuchsstadt hat man mehr denn je wieder Platz zwei im Visier.

Torfolge 1:0 Johannes Feser (24.), 2:0 Christoph Mützel (61.).

Fuchsstadt Rößler - Ermisch (73. Zink ), Thurn, Stöth,Luxem- Mützel (77.Hölzer), Wolf, Wahler, (73. Sauermann) - Bayer, Feser, Bolz.
Schiedsrichter Wolfgang Hellert (Lindach)

Großbardorf II Kneuer - Wirsing (71. Kanz), Bulheller, Rossmann (53. Schönwälder), Lugert - Leicht, Firnschild (75. Döll), Markert, Kirchner - Jäger, Hardge.

FC Fuchsstadt - FC Haßfurt 3:2 (3:1) - Torfolge: 1:0 Simon Bolz (2.), 1:1 Nico Mutisse (5.), 2:1/3:1 Johannes Feser (10./23.), 3:2 Thomas Zettel (Foulelfmeter/54.) - Bes. Vorkommnis: Roland Hau (Haßfurt) verschießt Foulelfmeter (12.) - Gelb-rote Karte: Benjamin Wahler (Fuchsstadt/89.).

Die Kohlenbergler mussten bis zum Abpfiff um die drei Punkte im Aufstiegskampf zittern. "Was wir uns aber selbst zuzuschreiben haben, denn wir hätten nur besser unsere Möglichkeiten nutzen müssen", kommentierte Pressesprecher Willibald Kippes. Das gelang zunächst perfekt, denn auf Vorlage von Johannes Feser schloss Simon Bolz den ersten Angriff erfolgreich ab. Das gelang auch dem Abstiegskandidaten vom Obermain, weil Torschütze Nico Mutisse viel zu spät attackiert wurde. Die Akteure zeigten sich weiter torhungrig, denn in der zehnten Minute fiel bereits der dritte Treffer, als Christoph Mützel einen Haßfurter Pass an der Mittellinie abgefangen und Johannes Feser auf die Reise geschickt hatte. Die Gäste besaßen unmittelbar nach Wiederanpfiff per Strafstoß die dicke Chance zum Ausgleich, doch nach Foul von Florian Thurn an Florian Hau setzte Roland Hau die Kugel an die Oberkante der Latte. Als Fuchsstadts Torjäger Feser nach einem Freistoß und einer Kopfballverlängerung von Harald Bayer per Abstauber auf 3:1 erhöhte, glaubten nicht wenige an die Vorentscheidung. Doch vor dem Kabinengang verpassten die "Füchse" den Ausbau des Vorsprungs, weil Feser den Ball freistehend am langen Eck vorbeisetzte (33.). Die Gäste kamen frisch motiviert zum zweiten Durchgang auf den Rasen zurück und hofften besonders nach dem schnellen Anschlusstreffer auf ein positives Resultat. Dem Elfer-3:2 ging ein Foul von Marc Rösler an Florian Hau voraus. Die Angelegenheit hätte Christoph Mützel rasch beruhigen können, aber er scheiterte an Haßfurts Keeper Ferdinand Fallenbacher (55.). Der Gäste-Keeper rettete in der 83. Minute gleich zweimal, als er einen Freistoß von Benjamin Wahler samt Nachschuss von Feser entschärfte.
Fuchsstadt: Rösler - Ermisch (46. Luxem), Stöth, Thurn, Sauermann (78. Zink) - Mützel, Wolf, Wahler, Bayer (85. Hölzer) - Bolz, Feser.

SV Obererthal - TSV Forst 0:1 (0:1) - Tor des Tages: Stefan Krieger (30.).

Nun hat es im Jahr 2012 die Rot-Weißen erstmals erwischt. "Das war aber insofern kein Beinbruch, weil wir auf einen technisch beschlagenen Gegner gestoßen sind, mit dem wir uns ein gutes Bezirksliga-Duell geliefert haben", fand SV-Abteilungsleiter Manfred Rüth. Per Weitschuss prüfte Tobias Bold Forsts Keeper Alexander Osmanovic, ehe Gäste-Akteur Gani Dervisi mit einem Lupfer auf die Oberkante der Latte das Startsignal für die Haßbergler gab. Einer der wenigen SV-Fehler zog das Tor des Tages nach sich. Nach Ecke von Emra Haliloglu hatte Stefan Krieger bei seinem Kopfball zu viel Raum. Nach der Pause erhöhten die Platzherren den Druck mit sehenswerten Ballstafetten und guten Möglichkeiten zum Ausgleich. "In solchen Szenen haben wir David Böhm, der sich im Urlaub befindet, vermisst", sagte Rüth. Und: "Gegen Forst zu verlieren, ist keine Schande."
Obererthal: Rottenberger - Heid - Fl. Hofbauer, J. Schmitt (85. O. Graup), J. Rüth - Bold, T. Brust, Gerber, B. Hofbauer - Weidinger (60. Uschold), B. Brust.

SV Garitz - TSV Gochsheim 3:2 (2:1) - Torfolge: 1:0 Andrzej Sadowski (22.), 2:0 Björn Schlereth (34.), 2:1 Daniel Greubel (45.), 3:1 Johannes Schloßbauer (72.), 3:2 Sebastian Mai (92.).

"Wir haben eine unserer besten Saisonleistungen gezeigt", freute sich SV-Coach Andrzej Sadowski. Die Heimelf ergriff sofort die Initiative und verdiente sich die 2:0-Führung durch den Weitschuss von Andrzej Sadowski und den Drehschuss von Björn Schlereth. Nachdem Daniel Greubel die Kugel noch über das Tor hob (43.), schaffte der Gochsheimer mit dem Pausenpfiff den Anschlusstreffer. "Das war vom Zeitpunkt her natürlich dumm, denn ich war mir sicher, dass die Gochsheimer nun hochmotiviert in die zweite Halbzeit gehen würden", erinnerte sich Sadowski. Doch irgendwie waren die Mannen von Manfred Fehlbaum von der Aggressivität des Kontrahenten schwer beeindruckt und ließen sich erneut in die eigene Hälfte zurückdrängen. Die Einheimischen schafften schließlich das zu diesem Zeitpunkt hochverdiente 3:1 durch Johannes Schloßbauer nach der Hereingabe von Sandro Cazzella. Die Auseinandersetzung wurde jetzt offener, wobei der TSV mit der Brechstange agierten und die SVler mit Kontern zum Erfolg kommen wollten. Dass Sebastian Mai in der Nachspielzeit auf 3:2 verkürzte, war aus Sicht der Garitzer zu verschmerzen. "Angesichts der Erfolge einiger Teams aus dem Tabellenkeller, waren die drei Punkte lebenswichtig", urteilte Sadowski.
Garitz: Reusch - Krieter, Mützel, M. Niebling - S. Voll (55. Baier), Schloßbauer, S. Cazzella, An. Sadowski, Lang - Flassig (82. Ar. Sadowski), Schlereth (78. J. Niebling).

TSV Münnerstadt - TSV Großbardorf II 0:2 (0:1) - Torfolge: 0:1 Patrick Hardge (14.), 0:2 Niklas Markert (75.).

Das Spiel der Gastgeber, und vor allem das Ergebnis, hatte sich nicht nur Rainer Schmittzeh, der den Spielbericht stellvertretend für den verhinderten Günter Scheuring durchgab, anders vorgestellt. "Wir sind nie richtig ins Spiel gekommen, von unserer Kombinationsstärke war nur selten etwas zu sehen und dass wir neben der Niederlage noch zwei Verletzte zu beklagen haben, passte in den insgesamt tristen Nachmittag", sagte Schmittzeh. Die Heimelf hatte bereits nach sieben Minuten die Chance zum 1:0, doch Simon Snaschels Schuss lief quer zur Torlinie ins Aus. Dass dies die beste Möglichkeit und einzige vor der Pause war, war da nicht zu ahnen. Besser machte es die Elf von Interims-Coach Stefan Mühlfeld: Der Heber von Patrick Hardge war von Johannes Wolf nicht zu parieren. Die nicht sattelfeste Viererkette der Lauertaler wurde nach einer halben Stunde erstmals umgebaut, für den angeschlagenen Hans-Christian Schmitt lief André Scheuring auf. Der bekam es nach der Pause mit einem neuen Nebenmann zu tun, für Thomas Knysak, der mit Verdacht auf Kreuzbandriss ausschied, betrat Stefan Wiethe den Rasen. Nach einer Stunde wurde die Schönhöfer-Elf etwas aktiver, dabei scheiterte Ahmet Coprak nach Steilpass von Sebastian Halupczok an einer Fußabwehr von Großbardorfs nur selten geprüftem Keeper Thomas Kneuer. Als Niklas Markert nach einem weiten Schlag, der die Mürschter Viererkette aushebelte, zum 0:2 einschob, war die Partie gelaufen. "Wir haben uns mit einer solchen Leistung keinen Punkt verdient", urteilte Simon Snaschel selbstkritisch.
Münnerstadt: Wolf - Schmitt (30. Scheuring), Th. Knysak (46. Wiethe), Krell, D. Mangold - N. Müller, S. Halupczok, M. Knysak, Coprak - Snaschel, Kiros (80. Fiedler).