SpVgg SV Weiden - TSV Großbardorf.
Die Oberpfalz, genauer gesagt Weiden, ist das Ziel der letzten Auswärtsfahrt der Saison des Fußball-Bayernligisten TSV Großbardorf. Gegner SpVgg SV liegt nur einen Punkt vor der Mannschaft von Trainer Dominik Schönhöfer. Will heißen: Die Grabfeld-Gallier könnten mit einem Sieg noch ein, vielleicht sogar zwei Sprossen auf der Tabellenleiter nach oben klettern. Insgesamt aber klingt die Bayernliga-Saison am Samstag locker aus. Alle Entscheidungen sind gefallen. Meister Viktoria Aschaffenburg steigt in die Regionalliga auf. Das versucht auch der FC Amberg über die Relegation. Absteigen muss Memmelsdorf, während Ammerthal, Ansbach, Erlangen-Bruck und Neudrossenfeld in die Abstiegsrelegation müssen.
Während der TSV Großbardorf sein Saisonziel erreicht hat, ist dies bei den Weidenern nicht der Fall.
Man hatte sich zwei hohe Ziele gesteckt: Erstens wollte man den Aufstieg in Regionalliga schaffen und hat dafür eine Menge Geld in die Hand genommen, zweitens war die erste DFB-Pokal-Hauptrunde das Ziel. Der Aufstiegszug ist schon vor längerer Zeit ohne die SpVgg abgefahren, das bayerische Toto-Pokal-Endspiel wurde gegen den Drittligisten SpVgg Unterhaching nach einem Krimi mit 7:8 nach Elfmeterschießen verloren - obwohl man bis zur 84. Minute 2:0 in Führung gelegen hatte. Es könnte durchaus ein Vorteil für die Grabfelder sein, dass die Hausherren in dieser Partie viel Kraft verloren haben. Außerdem war die Enttäuschung riesengroß.
Mit einem Erfolg könnten die Schönhöfer-Schützlinge auf die Überholspur und an Weiden vorbeiziehen. Aber unabhängig davon haben die Bardorfer überzeugt. Das untermauern sowohl ihr Coach wie auch Mannschaftskapitän Manuel Leicht. "Über die gesamte Saison gesehen haben wir eine überragende Runde gespielt. Sie verlief sportlich super, das Team ist zusammengewachsen. Ohne Team hat man keinen Erfolg", zeigt sich Schönhöfer sehr zufrieden. Leicht stimmt ihm zu. "Wenn man eine Punktzahl von fast 60 erreicht hat, muss es gut gelaufen sein. Wir haben uns als Mannschaft präsentiert, selbst in der Phase, in der es nicht so rund gelaufen ist."
Leicht betont: "Jeder Sportler will Erfolg. Wir wollen diese Saison gut abschließen und zeigen, was in uns steckt." Sein Trainer schätzt die Spielvereinigung hoch ein: "Sie haben ihr Ziel Aufstieg verfehlt, aber die SpVgg besitzt eine hohe Qualität. Wir werden versuchen, ein gutes Spiel zu liefern." Er weiß indes, dass dies schwer wird. Schönhöfer muss auf den privat verhinderten Manuel Orf sowie die verletzten Pascal Stahl, Alexander Mantlik und Simon Snaschel verzichten. Felix Kaufmann dagegen kehrt wieder in den Kader zurück. Julian Schneider gibt seine Abschiedsvorstellung im Gehäuse der Grabfeld-Gallier. Er wechselt zum Regionalligisten FC Schweinfurt 05. In der kommenden Saison heißt der Großbardorfer Schlussmann Marcel Wehr.