Bezirksliga Männer

TG Veitshöchheim - TV/DJK Hammelburg II 3:2 (23:25, 29:27, 15:25, 25:23, 15:12).
Für die Akteure war es ein Spiel zwischen Himmel und Hölle. Bereits der Auftakt hatte allerhand dramaturgische Effekte zu bieten. Mit dem Happyend für die Saalestädter, die durch eine Aufschlagserie von Philipp Hennig schnell vorgelegt hatten, um später einem hohen Rückstand hinterherzulaufen. Bis zur Auszeit mit mahnenden Worten des Trainerduos Frank Jansen und Olli Burtchen. Der zweite Satz war ein Spiegelbild des ersten mit ständig wechselnden Führungen. Nur hatten die TV/DJK-Youngster diesmal das schlechtere Ende für sich. Danach liefen die jungen Wilden zur Höchstform auf. Allen voran Lorenz Karlitzek, der mit seinen wuchtigen Angriffen den Satzerfolg beschleunigte. Der Wille der Veitshöchheimer war damit allerdings nicht gebrochen. Angetrieben von ihrem Außenangreifer Joshua Deckert, einem ehemaligen Deutschen Meister im Kugelstoßen, gelang den Gastgebern der Satzausgleich und eine 8:0-Führung im Tiebreak. Die Hammelburger bewiesen Moral, kämpften sich heran, doch zu groß war der Rückstand.

TV/DJK Hammelburg II - TSV Lengfeld II 3:0 (25:23, 25:17, 25:20).
Starke Aufgaben, gute Blockarbeit und konzentrierte Angriffe brachten schnell eine komfortable Führung, die durch Nachlässigkeit wieder hergeschenkt wurde. Eine Auszeit durch den Trainer, und schon war das Schiff wieder auf Kurs. Dynamik, Wille und die bessere Technik waren der Garant zum Satzgewinn. In Satz zwei einen Spieler aus einer homogenen Mannschaft herauszuheben, wäre nicht fair, denn die Jungs um Trainer Olli Burtchen spielten wie aus einem Guss. Verschiedene Wechsel brachten anschließend Nervosität in die Truppe, doch durch die Ruhe und sehr gute Annahme von Libero Marius Schlereth kam immer mehr Sicherheit ins Spiel zurück. Gleich den ersten Matchball verwandelte Diagonalspieler Christian Schäder mit seiner ganzen Routine.

Bezirksklasse Frauen

ESV Gemünden - TSVgg Hausen 2:3 (25:20, 20:25, 16:25, 25:20, 10:15).
In der Vorsaison hatten die Hausener Frauen klar mit 0:3 verloren in der extrem niedrigen Halle in Gemünden. Die neue schöne Spielstätte war daher eine positive Überraschung. An der Spielstärke des Gegners hatte sich allerdings nichts geändert, der nach der 14:8-Führung einen sicheren Satzgewinn folgen ließ. Denkbar schlecht begann der zweite Abschnitt für Hausen (0:5), ehe Katharina Meder mit einer Aufschlagserie die Wende einleitete. Vor allem die starken Offensivaktionen von Christine Leurer und Elli Kühnlein waren die Basis für die 2:1-Führung nach Sätzen. Das hohe Niveau konnte allerdings nicht gehalten werden, sodass der Tiebreak die logische Folge war. "Da wollten es die Mädels wissen. Vor allem unsere Abwehr brachte die Gemündener Angreifer zur Verzweiflung", freute sich Hausens Trainer Robert Seller über die zwei Punkte.

TSVgg Hausen - TSV Wonfurt 3:0 (25:17, 25:14, 25:17).
Nur einige wenige Ballwechsel brauchte es, um sich auf die unkonventionelle Spielweise des Gegners einzustellen. Danach reichten oft gute Aufschläge, um den ersten Satz sicher zu gewinnen. Platzierte, variable und harte Aufschläge von Elli Kühnlein, Johanne Kirchner und Janine Hollweck sowie gute Aktionen von Katha Meder und Katja Fuchs machten dem Gegner den Garaus. "Wir hatten eine gute Mischung. Dadurch konnte Jugendspielerin Pauline Künzl wertvolle Erfahrungen sammeln", bilanzierte Trainer Robert Seller.

TV Bad Brückenau - TG Veitshöcheim 3:0 (25:16, 25:8, 25:12).
Kapitänin Theresa Hahn hatte vor Spielbeginn die richtigen Worte gefunden. "Lasst uns das umsetzen, was wir besprochen haben. Lasst uns zeigen was in uns steckt." Und das taten die Rhönerinnen. Mit ihrer beachtlichen Aufschlagserie schuf Vera Schwab die Basis für einen gelungenen Auftakt, zumal Franziska Hahn verlässlich punktete und darüber hinaus im gesamten Spiel mit guten Annahme- und Abwehraktionen brillierte. Den zweiten Satz gewannen Theresa Hahn und Franziska Hahn mit ihren Aufschlag-Serien fast im Alleingang, während Jugendspielerinnen Kerstin Weber in der Mitte für entscheidende Akzente sorgte. Im dritten Satz profitierten die TV-Frauen vom Mitwirken von Zuspielerin Eva Saam, die nach ihrer Babypause so spielte, als hätte es keine Pause gegeben. Rundum wohl fühlte sich auch Diagnonalspielerin Tanja Heil auf ihrer neuen Position, sodass nach 66 Minuten der erste Saisonsieg beschlossene Sache war.

TV Bad Brückenau - TSV Lengfeld 3:0 (25:17, 25:19, 25:22).
Gegen den Aufsteiger aus der Kreisliga waren die Mittelblockerinnen Annika Adamski und Theresa Hahn mehr gefordert. Und erfüllten ihre Aufgabe mit Bravour. Zuspielerin Lilia Proskurjakov überzeugte mit guter Zuspielleistung und setzte ihre Angreiferinnen gekonnt ein. Im zweiten Satz sollte nachlassende Konzentration das größte Problem sein. In der entscheidenden Phase waren es Anastasia Mun und Vera Schwab, die auf der Außenposition für die nötigen Punkte sorgten. Mit 10:6 führte der Gegner im dritten Satz, weshalb sich Trainerin Maika Siliberto selbst einwechselte, um mehr Ruhe und Stabilität ins Team zu bringen. Ein Plan, der aufgehen sollte. "Meine Mädels haben eine überragende Leistung gezeigt, an die es anzuknüpfen gilt", sagte Siliberto nach dem Spiel.

Kreisliga Frauen

TSV Rottendorf - TSV Aschach 3:0 (25:13, 25:10, 25:10).
SpVgg Ermershausen - TSV Aschach 3:0 (25:6, 25:15, 25:18).

Die Aschacher Rumpfmannschaft, die durch die Erkrankungen von Vanessa Markart und Valerie Lochner zusätzlich geschwächt war, hatte gegen die deutlich überlegenen Gegnerinnen nichts zu bestellen. "Gefreut hat mich, dass sich meine Mädels nicht haben entmutigen lassen und sich in dem Spiel gegen Ermershausen von Satz zu Satz gesteigert haben", hob Trainer Walter Kuhn hervor. Mit der zwölfjährigen Ella Holzheimer und der 13-jährigen Libera Felicja Grümmer hat Kuhn zwei vielversprechende Talente eingesetzt. Schwachpunkt seiner Mannschaft waren diesmal die Aufschläge, die in den ersten Spielen noch die Grundlage für den Erfolg waren. "Da kam nichts, da ging zu viel ins Netz oder ins Aus."