L.E. Volleys - Hammelburg Volleys (Samstag, 19 Uhr)

Spiele gegen das befreundete Team aus Leipzig versprechen fast schon traditionell Spannung und spielerische Klasse, weshalb die klare 0:3-Niederlage der Sachsen im Hinspiel aus der Reihe fällt. Beim ersten Vergleich in der Saaletalhalle waren die Jungs von Headcoach Christoph Rascher sehr vom Verletzungspech gebeutelt. Derzeit sind beide Teams allerdings "im Flow": Während Hammelburg (5./48) mit fünf Siegen in Folge anreist, haben die Leipziger (7./35) seit vier Spielen nicht mehr verloren.

Klassische Achterbahnfahrt

Der Saisonverlauf der Gastgeber gleicht einer klassischen Achterbahnfahrt, denn nach einem Blitzstart mit drei Siegen, unter anderem gegen Ligaprimus Karlsruhe, folgte eine Niederlagenserie, um sich pünktlich zum Saisonendspurt wieder in die Erfolgsspur zu schmettern. Dabei haben die Sachsen mit 19 Partien die wenigsten Ligaspiele absolviert und könnten mit einem weiteren Lauf sogar noch an Schwaig (6.) vorbeiziehen. Spannend wird sein, ob sich Routinier Yannik Kühlborn noch einmal das Trikot überstreift. Der Leipziger Leistungsträger soll sich wohl auf die bevorstehende Beachsaison vorbereiten.

Kaum Personalsorgen hat dagegen das Hammelburger Trainergespann um Philipp Fischer und Klaus Baden. Zuletzt stieg Severin Hauke nach fünfeinhalbwöchiger Quarantäne (wir berichteten) wieder ins Training ein, wenn auch mit reduziertem Programm.

Spielerisch können die Leipziger jedes Team der Liga schlagen. Zwei Akteuren gilt hier ein besonderes Augenmerk: Mittelblocker Jerome Ptock, der in der Saison bereits mehrfach durch seine Block- und Angriffsstärke überzeugen konnte; sowie Kapitän und "Lautsprecher" Chris Warsawski, der sein Team oft emotional und brachial zu Höchstleistungen pusht.

Andere Hallen-Dimensionen

So zeigt sich Headcoach Philipp Fischer "gewarnt" und geht von einem "intensiven Spiel" aus, da insbesondere die Erfolge der Leipziger gegen Mühldorf und Freiburg aufhorchen lassen. "Viel wird auch davon abhängen, wie schnell sich die Jungs an die Dimensionen der Leipziger Halle gewöhnen, die doch um einiges größer und höher ist als unser Wohnzimmer und wir in großen Hallen immer etwas Anlaufzeit brauchen", so Fischer. Hammelburgs Volleyballfans können das Spiel wieder per Livestream (www.sporttotal.tv) verfolgen.