SG Garitz/Nüdlingen - HaSpo Bayreuth 29:28 (13:11) - Spätestens nach diesem Erfolg zweifelt wohl keiner mehr, dass für den Aufsteiger das Unternehmen "Klassenerhalt" ein glückliches Ende finden wird. 15:15 Punkte nach 15 Spielen - die SG Garitz/Nüdlingen hat ihre Wettbewerbs-Tauglichkeit in Bayerns höchster Liga längst eindrucksvoll nachgewiesen.
"Das war der erwartet schwere Gegner und ein Spiel auf Augenhöhe", bilanzierte SG-Trainer Hans Wenzke, der in Abwesenheit von Holger Jordan diesmal das alleinige Sagen hatte. Eine stabile Abwehr sollte die Basis bilden für einen weiteren Heimsieg, und diese Vorgabe wussten die SG-Damen bestens umzusetzen. Die obligatorischen Schwächeperioden kamen, gingen aber auch wieder, weil die Mannschaft in den entscheidenden Momenten die richtigen Antworten parat hatte. "Für die Zuschauer war das ein geniales Spiel und Spannung pur. Das war auch für mich nervenaufreibend. Die Zuschauer haben uns jedenfalls wieder super unterstützt", lobte Wenzke das Publikum in der Schlossberghalle.
Nach dem Wechsel überraschten die Oberfranken mit einer Taktik-Änderung. Natascha Will sah sich mit einer offenen Manndeckung konfrontiert, während Sabrina Kleinhenz auf der Mittelposition ebenfalls eine "Aufpasserin" vor die Nase gesetzt bekam. "Da waren die Mädels erstmal geschockt und sind nicht so gut damit zurecht gekommen. Aber das haben wir nach einer Auszeit wieder in den Griff bekommen", sagte Wenzke. Neben den Top-Werferinnen Lisa Wenzke und Natascha Will wusste auch Carmen Mantel in ihrem laut Wenzke besten Saisonspiel zu überzeugen.
"Das war eine starke Mannschafts- und Willensleistung. Man hat gesehen, dass die Mädels das Spiel unbedingt gewinnen wollten", äußerte sich Wenzke zufrieden. Zum Unterfranken-Derby am nächsten Samstag (18 Uhr) beim TV Etwashausen würde die Spielgemeinschaft bei ausreichender Nachfrage wieder einen Fanbus organisieren (Abfahrt ca. 15 Uhr). Interessenten sollen sich bis Mitte der Woche bei Sabrina Kleinhenz (sabi_kleinhenz@web.de) melden. shl
Für die Spielgemeinschaft trafen: Lisa Wenzke (9/4), Carmen Mantel (7), Natascha Will (5), Sabrina Kleinhenz (3), Carolin Annon (2), Tanja Sadowski (2), Manuela Schäfer (1).

FC Bad Brückenau - VfL Bad Neustadt 22:20 (9:8) - Mit diesem Sieg wurde ein weiterer Verfolger auf Distanz gehalten. "Das Ergebnis lügt nicht", stellte FC-Trainer Stefan Bott nüchtern fest. Bei den Gästen überzeugte insbesondere die Ex-Garitzerin Ramona Gerbig, die die gut aufgelegte FC-Torfrau Denis Schöppach zwölfmal überwand. Der verlustpunktfreie Spitzenreiter wankte, fiel aber nicht aufgrund seiner individuellen Klasse, wobei laut Stefan Bott die Abwehr der Schlüssel zum Erfolg war. Das hart geführte Match mit vielen Zeitstrafen auf beiden Seiten stand bis zur Schluss-Sirene auf der Kippe. "Wir mussten 60 Minuten lang richtig fighten", meinte Bott, der durch Lisa König und Katharina Schmitt die Kreise der überragenden Ramona Gerbig stören wollte, was aber nur teilweise gelang. In der entscheidenden Phase hatten die FClerinnen zwei Tore vorgelegt, und als Denise Schöppach in der 59. Minute den Saalestädterinnen mit einer tollen Parade das Anschlusstor verwehrte, war die Partie entschieden. ksei
Tore für Bad Brückenau: Julia Reinmann (6), Lisa König (5), Maike Ditzel (4) Katharina Schmitt (3), Nadine Pragmann (2), Sabine Bott, Lisa Reinmann (je 1).

HSV Bergtheim - FC Bad Brückenau 29:25 (11:14) - "Eine Katastrophe. Wir haben uns heute selbst geschlagen", lautete die erste Bemerkung des Bad Brückenauer Trainers Stefan Richter nach der fünften Niederlage in Folge. Dabei hatten die mitgereisten Fans 50 Minuten lang eine kämpferisch wie spielerisch überzeugende Leistung ihrer Mannschaft gesehen. Auch ohne den beruflich verhinderten "Werferkönig" Alexander Bauer begegneten die FCler dem Titelkandidaten auf Augenhöhe. Aufbauend auf das "Dreigestirn" Oliver Hilbert, Maximilian Richter und Michael Müller führten die Sinnstädter zur Pause gar mit 14:11. Auch danach agierten Richters Schützlinge sehr selbstbewusst. Christian Reidelbach gelang so manch starke Parade und vorne wurde der Vorsprung sogar auf 19:11 (!) ausgebaut. Doch urplötzlich ließen die Kurstädter nach, womit die Führung wie Schnee in der Sonne dahinschmolz. "Meine Mannschaft brachte in den letzten Minuten kein Bein mehr auf den Boden und überließ dem Gegner das Spielen und Torewerfen", haderte Bott. Nicht als Entschuldigung gelten lassen wollte der FC-Trainer, dass der Unparteiische den Bergtheimern sieben Siebenmeter zugestand, seinem Team lediglich einen. ksei
Tore für Bad Brückenau: Oliver Hilbert (7), Michael Müller, Maximilian Richter (je 5), Ralf Müller, Dominik Hüfner, Max Puschner (je 2), Christian Karl, Tom Schumm (je 1).

DJK Nüdlingen - HSC Bad Neustadt II 29:30 (13:16) - "So ist der Handballsport, mal gewinnt man mit einem Tor Unterschied, mal verliert man knapp." Das waren die Worte von Nüdlingens Trainer Dietmar Piechulek, der unlängst beim 31:30-Sieg in Hammelburg mit seinem Team noch das Glück des Tüchtigen gepachtet hatte. Am 45 Jahre alten Torhüter Frank Kuchler hatte es jedenfalls nicht gelegen, der bereitwillig in die Bresche gesprungen war, nachdem die Stammtorhüter Julian und Stephan Wilm kurzfristig ausgefallen waren. Eher an der Defensive, denn die bekam vor allem Ex-Regionalligaspieler Matthias Weth und Peter Scheuplein nicht richtig zu fassen, die dem HSC-Spiel den Stempel aufdrückten. Kurz vor dem Seitenwechsel stand es noch 10:10, ehe die DJKler die Gäste auf drei Tore wegziehen lassen mussten. Und diesen Vorsprung hielten die HSCler bis zur 57. Minute, als Stephan Kirchner, Oliver Speck und Bastian Kiesel auf 29:30 verkürzten. Der Abpfiff sollte schließlich jäh alle Ausgleichsbemühungen durchkreuzen. ksei
Tore für Nüdlingen: Stephan Kirchner (8), Oliver Speck (8/2), Bastian Kiesel (6), Jens Englert (4), Sebastian Wilm (2), Philipp Wilm (1).

TSV Mellrichstadt - TV/DJK Hammelburg 33:17 (15:7) - Ein Wasserschaden hatte das Spiel vergangenes Wochenende verhindert. Diesmal blieb alles Trocken - und trotzdem fühlten sich die Hammelburger wie begossene Pudel. Die deutliche Niederlage erklärt sich allerdings beim Blick auf den Spielberichtsbogen. "Mir standen fünf Herrenspieler zur Verfügung, dazu zwei A-Junioren und ein Ü-40-Akteur", berichtet TV/DJK-Trainer Jürgen Scheller von der persönlichen Schieflage. Weil sich Keeper Manuel Balling im Training einen Bänderriss zuzog, hütete "Handball-Rentner" Holger Friedl das Tor - eigentlich ein Feldspieler. Mit Bänderrissen lahmgelegt sind überdies Lukas Jaguczak (Fuß) und Sebastian Leurer (Schulter), während Jan-Martin Henn aufgrund von Meniskus-Problemen passen musste. Noch nicht fest steht derweil, ob der aktuell achte Platz zum direkten Klassenerhalt in der Bezirksliga reicht. "Daher müssen wir unbedingt noch punkten. Und hoffen, dass es im letzten Saisonspiel in Bad Brückenau um nichts mehr geht", hofft Scheller auf ein versöhnliches Saisonende. js
Tore für Hammelburg: Frank Sell (7/3), Christian Preissler (4), Sebastian Thums (3), Christopher Kessler (2), Simon Winter (1).

TSV Pfändhausen - TV/DJK Hammelburg 31:15 (16:7) - Nicht unerwartet kam für Hammelburgs Damen in der zweiten Runde des Unterfrankenpokals das Aus gegen den ambitionierten Bezirksligisten, der das einseitige Match von Beginn an bestimmte. "Eine einzige Katastrophe war unser Angriffsspiel. Wir haben die gegnerische Torfrau mit unplatzierten Würfen regelrecht warmgeschossen", kritisierte TV/DJK-Trainerin Monika Zülch ihre Offensive. Zudem wurden von elf Siebenmetern sechs verworfen. "Das war einfach grottenschlecht, was meine Mannschaft bot", meinte Zülch. Ab sofort genießt der Abstiegskampf in der Bezirksoberliga absolute Priorität. ksei
Tore für Hammelburg: Nicole Schröter (5/3), Annika Kress (4), Ute Leidner (3/2), Sabine Finke, Sabrina Metz, Tina Schmitt ( je 1).