Denn die Oberpfälzer brauchen nach ihrem 1:1-Unentschieden in Eltersdorf unbedingt die drei Punkte, um an Tabellenführer Aschaffenburg dran zu bleiben. Denn die Mannschaft von Ex-Profi Timo Rost hat derzeit vier Zähler Rückstand auf die Aschaffenburger. Zudem wollen die Amberger ihren derzeitigen Vier-Punkte-Vorsprung auf den Dritten Weiden weiter ausbauen.

Defensivspieler Maximilian Zang fällt es schwer, zu erklären, weshalb es nach dem sehr guten Auftritt in Erlenbach gegen Frohnlach nicht so gut lief. "Diese Frage können wir selbst nicht beantworten. Wir bringen einfach keine Konstanz in unser Spiel. Nur so sind zwei so unterschiedliche Partien zu erklären. Dem außerordentlich guten Spiel folgte nun ein vor allem in der zweiten Halbzeit schlechtes." Für Bardorfs Trainer Dominik Schönhöfer spielen mehrere Faktoren eine Rolle. "In Erlenbach hatten wir gute äußere Bedingungen.
Da war der Platz sehr groß. Außerdem hatten wir einen guten Tag erwischt. Das war gegen Frohnlach leider nicht der Fall. Nach dem Führungstreffer ist der Faden gerissen. Meine Elf weiß, dass sie nach der Pause alles andere als gut gespielt hat."

Das muss und soll gegen das Spitzenteam anders werden. "Amberg ist für mich die beste Mannschaft der Bayernliga, das kompletteste Team. Sie stellen nicht nur eine spielstarke, sondern auch körperlich robuste Truppe", lobt Schönhöfer die Gäste. Der Coach der Grabfelder erwartet ein intensives Match und ist "wahnsinnig gespannt", wie sich seine Mannschaft aus der Affäre ziehen wird. "Wir müssen von der ersten Sekunde an voll dagegenhalten und vor allem defensiv gut stehen." Er fordert von den Seinen, dass sie die Nadelstiche, die sie laut Schönhöfer bekommen werden, durchziehen und gut abschließen. Für ihn muss alles passen, wenn etwas Zählbares herauskommen soll. "Wir müssen als echtes Team auftreten und jeder muss dem anderen helfen, um gegen Amberg bestehen zu können."

Zang ist derweil froh, dass man nach etlichen Spielen, in denen man als Favorit den Rasen betreten hat, diese Bürde an den FC abgeben kann. "Für Amberg geht es um den Aufstieg, für uns um die Ehre. Deshalb können wir befreit aufspielen." Für den 26-jährigen Industriekaufmann ist das Ergebnis eher zweitrangig. "Viel entscheidender ist für mich, dass wir wie in Erlenbach wieder ein gutes Match über 90 Minuten abliefern." Insgesamt gibt sich der Außenspieler der Viererkette optimistisch. "Wir haben bewiesen, dass wir gegen alle Mannschaften der Liga mithalten können. Wir sind imstande, jeden Gegner zu besiegen, vor allem auf unserem Platz. Dazu müssen wir aber unsere Stärken in die Waagschale werfen. Wir wollen auf jeden Fall etwas Zählbares holen." Das gelang im Hinspiel, als der TSV in der Nachspielzeit ein 2:2-Remis sicherte. Verzichten muss Schönhöfer sicher auf Alexander Mantlik, der sich gegen Frohnlach wohl eine schwere Muskelverletzung zugezogen hat.