Bei den süddeutschen Meisterschaften in Walldorf bei Heidelberg, schafften es drei heimische Leichtathleten in die Finals. Johanna Büchs vom TV/DJK Hammelburg sowie Niklas Amthor und Moritz Fischer vom TSV Bad Kissingen liefen über die Hürden zu neuen persönlichen Bestzeiten. Niklas Amthor erzielte sogar eine bayerische Jahresbestleistung über die 400 Meter Hürden.

Johanna Büchs hatte in dieser Saison schon viel Pech über die 100 Meter Hürden, wollte aber in diesem Jahr unbedingt noch einmal unter 15 Sekunden bleiben. Im Vorlauf kam die 26-Jährige tatsächlich einmal gut durch den Hürdenwald und sprintete im ersten von drei Vorläufen als Dritte ins Ziel. Aber beim Blick auf die Anzeigetafel musste die junge Frau aus Diebach doch etwas schlucken. "Das darf nicht wahr sein", sagte sie, weil sie mit 15,02 Sekunden um wenige Hundertstel erneut ihr Saison-Ziel verfehlte. Für die Qualifikation für die beiden gleichberechtigten Endläufe reichte es dennoch locker. Angetrieben vom Ziel, endlich unter 15 Sekunden zu bleiben, mobilisierte sie im Endlauf noch einmal all ihre Kräfte - und schaffte es tatsächlich. In 14,96 Sekunden rannte Johanna Büchs als Neunte über die zehn rund 84 Zentimeter hohen Hürden. "Als ich die Zeit sah, war ich einfach nur happy", strahlte sie nach dem Rennen.

Niklas Amthor, der bayerische Meister über die 400 Meter Hürden, war ebenfalls mehr als zufrieden mit seinem Auftritt in der Jugend U18 und wurde als Siebter in 57,97 Sekunden gestoppt. Dies bedeutete für den 16-Jährigen eine neue persönliche Bestleistung sowie die schnellste Zeit in Bayern in der Jugend U18. Am zweiten Tag wollte er auch über die 110 Meter Hürden glänzen, überlief in seinem Vorlauf die zehn 91,4 Zentimeter hohen Hürden in starken 15,11 Sekunden und durfte sich gleich über einen weiteren Hausrekord freuen. "Im Finale hatte ich einfach nicht mehr die Kraft für eine weitere Steigerung", begründete der Bad Bockleter seine 15,17 Sekunden, mit denen er ebenfalls Siebter wurde.

Moritz Fischer vom TSV Bad Kissingen gelang über die 110 Meter Hürden ein gewaltiger Leistungssprung. Nachdem die bisherige Saison beim letztjährigen bayerischen Meister der M15 über die 300 Meter Hürden nicht gut verlief, passte es dieses Mal. Angereist mit einer Leistung von deutlich über 16 Sekunden und damit geradeso qualifiziert für diese Meisterschaften, schaffte er schon im Vorlauf starke 15,45 Sekunden und stand im Finale. "Das war mein Ziel, aber es soll im Endlauf noch schneller werden", kündigte der ehrgeizige 16-Jährige an. Der Nüdlinger hielt Wort und steigerte sich auf sehr gute 15,32 Sekunden, mit denen er Zehnter wurde. Über die 400 Meter Hürden klappte es dagegen noch nicht ganz so gut. In 61,42 Sekunden wurde er da aber ebenfalls auf Platz zehn gelistet.

Die beiden jungen TSVler, die wegen der Pandemie, in diesem Jahr keinerlei Aufbautraining hatten, dürfen im nächsten Jahr noch einmal in der U18 starten und wollen da folglich noch besser werden. Beide beginnen nach der mittleren Reife im September aber erst einmal eine Ausbildung und müssen lernen, dies mit mehr Training in Einklang zu bringen.

Beim Kitzinger Sprung-Meeting fand Lilian Heid vom TV/DJK Hammelburg zu alter Stärke zurück. Sie gewann den Weitsprung der U20 mit einer tollen Weite von 5,47 Meter und verbesserte sich damit auf Platz vier der bayerischen Rangliste.