FT Freiburg - Hammelburg Volleys 2:3 (18:25, 25:18, 27:25, 17:25, 12:15).

Die einen schmissen ihre Fäuste zum Jubeln in die Luft, andere zeigten die "Beckerfaust" und einer präsentierte nach einem 180 Grad Luftsprung seine fast schon typische "Säge": Headcoach Philipp Fischer. Die Serie der jüngsten Niederlagen war endlich gestoppt. Was geblieben war: eine spannungsgeladene Partie gegen Freiburg, die mal wieder erst im Tiebreak entschieden wurde.

Aufschlag-Serien auf beiden Seiten dominierten das Bild im ersten Satz: Janick Sill zum 4:1, dann fünf Aufschläge von Mauri Kurpa zum 6:4, die den Hammelburger Trainer zur ersten Auszeit zwangen. Als Moritz Rauber seinerseits ein 8:11 mit Aufschlagdruck egalisieren konnte, ließ es sich erneut Janick Sill nicht nehmen, mit einer beeindruckenden Serie von sechs Aufschlägen zum 20:13 den Grundstein zum Satzerfolg zu legen. "Wir haben in allen Sätzen einen sehr große Aufschlagdruck gezeigt und vor allem im ersten Satz klasse abgewehrt", analysierte Hammelburgs Severin Hauke, der vom Trainerteam nach seiner Quarantäne noch einmal geschont wurde, das Spiel von der heimischen Couch aus.

Nach ausgeglichenem Beginn im zweiten Satz, sollten sich auf Freiburger Seite vor allem der 2,08 Meter große Diagonalangreifer Paul Boto und der sprunggewaltige Außenangreifer Mateusz Lysikowski in bester Angriffslaune präsentieren, während Hammelburg in der Feldabwehr nicht mehr ganz so dominant war. Auch im dritten Durchgang schenkten sich beide Teams nichts. Beim 9:10 beorderte Philipp Fischer Routinier Laurentiu Vinatoru aufs Feld, der fortan die Strippen im Offensivspiel zog und am Ende mit der goldenen MVP-Medaille ausgezeichnet wurde. "Lau hat mit seiner ruhigen und abgeklärten Art dem Spiel eine andere Struktur gegeben", so Hammelburgs Cheftrainer.

Bis zum Satzende war es die viel zitierte enge Kiste, bei der sich beide Teams vor allem in der Block- und Feldabwehr Bestnoten verdienten. Das Momentum hatten schließlich die Breisgauer auf ihrer Seite. Auch die beiden Freiburger Livestream-Kommentatoren fühlten sich "wunderbar unterhalten", was beide Teams im weiteren Verlauf der Partie bestätigten.

Neben einer beeindruckenden Leistung von Moritz Rauber im Angriff, überzeugten die Saalejungs im vierten Satz vor allem durch aufmerksame Blockarbeit. Dadurch gelang es, Freiburgs Diagonalhünen Paul Boto und Mateusz Lysikowski zumindest phasenweise in den Griff zu bekommen.

"Im Tiebreak haben wir unsere Breakchancen effektiv genutzt", analysierte Philipp Fischer den Entscheidungssatz. Mittelblocker Nils Rehmeier zeigte beim 8:8 Nervenstärke und schlug bis zum 11:8 auf. Eine Führung, die reichen sollte, um sich als Sieger auf die 380 Kilometer lange Heimreise zu machen.