Von Beginn an ging es auf dem Lauterer Sportplatz ordentlich zur Sache. Zwar gab es anfangs wenig Torszenen, dafür umso mehr Foulspiele zu sehen. Bis zum Gegentor verstand es Lauters Defensive, die Waldberger Stürmer Timo Schmitt und Manuel Wehner vom Tor fern halten. Dann ging es jedoch ruckzuck. Nach einem Ballverlust schaltete Waldbergs Mirko Kleinhenz am schnellsten und setzte per Steilpass Timo Schmitt in Szene, der Lauters Torwart Thomas Metz umspielte und auf Kleinhenz flankte, der problemos einköpfte. Drei Minuten später herrschte erneut "Alarmstufe Rot" in Lauters Strafraum, als eine Kombination über Kleinhenz und Michael Herbert zum 2:0 durch Julian Raab führte. Wiederum bot sich keine Abwehrchance für Torwart Metz.
Von nun an schaltete Waldberg einen Gang zurück, Lauter brachte jedoch lediglich ein paar harmlose Torschüsse zustande. In der 40. Minute hätte Kleinhenz alles klar machen können für Waldberg, sein versuchter Heber landete jedoch in den Armen von Thomas Metz. Kurz vor der Pause die erste echte Möglichkeit für den BSC: Der nach Rotsperre zurück ins Team gekehrte Tobias Ziegler setzte eine Volleyabnahme an die Latte. Während der Halbzeitpause bemerkte der an diesem Spieltag in der zweiten Lauterer Mannschaft eingesetzte Thomas Eckert, "dass es jetzt schwierig und nur ein schnelles Tor noch eine Wende herbeiführen wird".
Thomas Eckert, dessen Bruder Stefan und Julian Voll bilden das Waldfensterer Trio, das für die erste Lauterer Mannschaft spielberechtigt ist. "Die restlichen Waldfensterer werden ausschließlich bei der zweiten Mannschaft eingesetzt, die als Spielgemeinschaft fungiert. Um für die erste Mannschaft eingesetzt werden zu können, haben mein Bruder, Julian und ich einen Spielerpass vom BSC Lauter beantragen müssen", erklärt der junge Polizist die Regularien. Um die Bevölkerung die Entscheidung für eine Spielgemeinschaft transparenter zu machen, habe man jedem Haushalt ein Infoblatt darüber zukommen lassen. Innerhalb der Mannschaft gebe es keine Probleme und "es macht Spaß, mit den Jungs aus Lauter Fußball zu spielen", so Eckert weiter.
BSC-Trainer Oliver Schönwiesner trainiert beide Mannschaften in Lauter, was eine rege Trainingsbeteiligung mit bis zu dreißig Spielern zur Folge hat. "Um den Ansprüchen aller Spieler gerecht zu werden, unterstützen ihn die Betreuer Bernd Bischof aus Lauter und Jürgen Götz aus Waldfenster", erzählt derweil Lauters Abteilungsleiter André Lang und zeigt sich ganz zufrieden mit der getroffenen Entscheidung.
Den von Eckert geforderten schnellen Anschlusstreffer in der zweiten Hälfte konnte Oliver Kleinheinz per Foulelfmeter zwar erzielen, doch sah BSC-Trainer Schönwiesner insgesamt "einen Klassenunterschied" zwischen den beiden Kontrahenten. Dass die "Fritzlich" so lange auf einen Punkt hoffen durften, lag eher an der desolaten Chancenverwertung seitens der Waldberger. Ein besonderes Schmankerl hatte Johannes Arnold in der Schlussminute anzubieten. Aus 26 Metern "knallte" er einen Freistoß unhaltbar in den Winkel. Für den BSC war diesmal nichts zu holen.

TSV Ebenhausen - SV Riedenberg 1:4 (1:3) - Torfolge: 0:1 Philipp Dorn (14.), 0:2 Simon Hergenröder (26.), 0:3 Max Schultheiß (37.),1:3 Julian Wahler (38.), 1:4 Christoph Dorn (75.).

Wie schon beim 1:1 in Bad Kissingen verschlief der TSV Ebenhausen die erste Halbzeit und verpasste es nachzusetzen, als sich der SV Riedenberg passiv verhielt. Die Schützlinge von Charly Storch übernahmen nach einer zerfahrenen Anfangsphase das Kommando und profitierten von einem kollektiven Tiefschlaf der Einheimischen. Anspielstation bei den ersten beiden Treffern war der technisch sehr beschlagene Wirbelwind Maxi Schultheiß, der seine tolle Leistung mit dem Tor zum 3:0 gekrönt hatte, ehe Julian Wahler verkürzte. In der zweiten Halbzeit gelang es den TSVlern, mehr Struktur in ihr Spiel zu bringen. Plötzlich geriet die Riedenberger Abwehr ins Schwimmen bei Chancen von Nunzio DeDonato, Julian Wahler und Spielertrainer Christian Engert. Aus dem Nichts heraus hatte Christoph Dorn mit dem 4:1 Ebenhausens Herrlichkeit ein Ende bereitet. ksei

VfR Stadt Bischofsheim - SC Diebach 1:2 (1:1) - Torfolge: 0:1 Patrick Schmähling (3.), 1:1 Christian Rott (6.), 1:2 Patrick Schmähling (50.).

Mit einer taktischen Meisterleistung in der Defensive haben die Diebacher drei Punkte aus Bischofsheim entführt. Schon nach drei Minuten war der SC in Führung gegangen. Nach einem langen Ball von Florian Ullrich verschätzte sich die komplette Hintermannschaft der "Bischöfe", Patrick Schmähling schaltete am schnellsten und schob das Leder locker in den verwaisten Kasten ein. Der Ausgleich folgte auf dem Fuße. Christian Rott setzte den Ball per Kopf an den Innenpfosten des Diebacher Gehäuses, von dort sprang das Leder in die Maschen. Die Gäste offenbarten in ihrer Hintermannschaft keine einzige Schwäche und waren nach vorne immer wieder durch scharfe Freistöße von Marcus Hein brandgefährlich (45./91.). Entschieden war die Partie, als wiederum Schmähling nach einem Abspielfehler von Martin Enders den Ball von Ralf Franz aufgelegt bekam und nur noch den Fuß hinhalten musste. bit

SV Niederlauer - FC 06 Bad Kissingen 2:2 (1:1) - Torfolge: 1:0 Manuel Mainz (17.), 1:1 Alexander Flink (44.), 1:2 Marcel Klug (80.), 2:2 Alexander Mohler (89.).

Die 06er punkten stetig, aber nicht so, um in die Tabellenspitze vorzustoßen. Beim Aufsteiger schien der zweite Sieg in der noch jungen Saison schon perfekt zu sein, "doch mit der quasi letzten Attacke haben wir doch noch den aus meiner Sicht verdienten Ausgleich geschafft", so SV-Coach Thorsten Seufert, der kurz vor dem Abpfiff mit einem Querpass dem Torschützen Alexander Mohler aufgelegt hatte. Der forsch beginnende Aufsteiger ging nach einer Viertelstunde in Führung, als der Ex-06er Manuel Mainz mit einer Körpertäuschung zwei Gegenspieler austanzte und trocken ins kurze Eck einschoss. Die Kurstädter wehrten sich postwendend, bei einem Konter stand Alexander Flink goldrichtig. Er und seine Mitspieler gerieten ab der 70. Minute unter Druck, gingen aber durch eine Heber von Marcel Klug in Führung. Doch dann erwischte sie mit Thorsten Seufert ein ehemaliger Mitspieler doch noch. sbp

SV Ramsthal - DJK Ginolfs/ Sondernau 4:0 (1:0) - Torfolge: 1:0/2:0 Marcel Schmitt (42./53., Foulelfmeter), 3:0 Thorsten Büttner (58.), 4:0 Alexander Unsleber (81.).

Die Gäste schreckten die Weindörfler mit einem Pfostenschuss nach zehn Minuten, doch dann ergriffen die Ramsthaler die Initiative und gingen durch einen sehenswerten Schuss von Marcel Schmitt in den Winkel hochverdient in Führung. Schmitt baute die Führung gleich nach dem Seitenwechsel aus, als er nach Foul an Tim Danz den fälligen Elfer verwandelte. Fünf Minuten später "war die Sache gegessen", so SV-Pressesprecher Jochen Hesselbach. Mit einer feinen Einzelaktion entmutigte Thorsten Büttner den Kontrahenten vorzeitig. Nachdem der eingewechselte Sascha Ott, erstmals nach langer Verletzungspause mit von der Partie, nur den Innenpfosten getroffen hatte (79.), sorgte Alexander Unsleber nach Pass von Matthias Hallhuber für den verdienten Erfolg. sbp

TSV Aubstadt II - FC Westheim 5:0 (3:0) - Torfolge:
1:0 Pascal Winter (16.), 2:0 Matthias Schäfer (21.), 3:0 Pascal Winter (38.), 4:0 Christof Pecat (48.), 5:0 Matthias Schäfer (75.).

Das Aufsteigertreffen in Waltershausen, das man getrost auch als das Spiel Goliath gegen David umschreiben konnte, endete mit dem erwarteten Sieg des weiter unbesiegten Spitzenreiters. Westheim begann defensiv gut, ging sehr körperbetont, aber fair zur Sache und bremste zunächst die Aubstädter Angriffsmaschinerie. Mit dem Kopfballtreffer zum 1:0 durch Pascal Winter waren alle Verteidigungskünste der "Waster" allerdings schon dahin. Aubstadts Landesliga-Reserve drückte auf die Tube. Erwähnenswert die beiden Mini-Chancen von Maxi Schaub und Sven Hengstermann, die aber sonst keinen großen Schaden in Aubstadts Deckungsverband anrichteten. Westheims Keeper Pascal Kümmert stand häufig im Brennpunkt. Er parierte großartig gegen Sebastian Abschütz und Jonas Bär. Westheim spielte nur phasenweise mit, fürs Auge auch mal schön kombinierend, doch im Sturm lief nichts zusammen.