Das Freistoß-Spray kommt nach der Winterpause am Wochenende erstmals auch im Amateurspitzenfußball zum Einsatz. Die Schiedsrichter des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) setzen das Spray ab sofort in der Regionalliga Bayern ein. "Alle Schiedsrichter haben die Dosen bekommen, sind geschult und einsatzbereit", erklärt Verbands-Schiedsrichterobmann Walter Moritz. Premiere feiert das Freistoß-Spray am Freitag bei der von Patrick Hanslbauer geleiteten Partie der Würzburger Kickers gegen den SV Heimstetten.

Nach den positiven Erfahrungen bei der Fußball-WM in Brasilien und in der Bundesliga hatte der Schiedsrichterausschuss des BFV die Einführung des Sprays in der bayerischen Amateurspitzenliga beschlossen. "Mit dem Freistoß-Spray gibt es keine Diskussionen mehr über den richtigen Mauerabstand. Das erleichtert die Arbeit der Schiedsrichter.
Beim Spray-Einsatz in der höchsten bayerischen Amateurspielklasse, also an der Schwelle zum Profifußball, stehen auch Aufwand und Nutzen aus unserer Sicht in einem vernünftigen Verhältnis", sagte Moritz auf der Regionalliga-Tagung im Januar.

Sollte sich das Pilotprojekt bewähren, kann sich der Verbands-Schiedsrichterobmann zukünftig auch einen Einsatz in der Bayern- und Landesliga vorstellen. "Eine flächendeckende Einführung bis in die untersten Spielklassen durch den BFV wird es aber nicht geben. Wir reden ausschließlich über die Amateurspitzenklassen auf Verbandsebene", so Moritz. In der Bundesliga hat sich die Anzahl der Freistoßtore seit der Einführung des Sprays Mitte Oktober fast verdoppelt.