EV Füssen - Kissinger Wölfe 3:2 n.V. (0:1, 1:0, 1:1, 1:0). Gefühlt standen hernach zwei Verlierer-Teams auf dem Füssener Eis. Klar, die Allgäuer hatten das Spiel durch den Treffer von Markus Vaitl nach 68 Sekunden der Verlängerung gewonnen. Aber halt auch einen Punkt liegen gelassen, der schmerzen könnte im Kampf um den Aufstieg in die Oberliga. Die bis dato punktgleichen Miesbacher hatten schließlich zeitgleich den EHC Klostersee mit 5:1 besiegt, liegen damit einen Zähler vor dem EV Füssen, der am Freitag Spitzenreiter SC Riessersee empfängt, ehe es am letzten Spieltag zum großen Showdown mit dem TEV Miesbach kommt, der am Freitag im Kissinger Wolfsbau gastiert.

Zwei Tage nach dem Sensationssieg nach Penaltyschießen über Riessersee bot das Kissinger Häuflein auch unweit der Landesgrenze zu Österreich eine bemerkenswerte Leistung gegen ein weiteres Top-Team der Bayernliga. Aller Ehren wert war diese denkbar knappe Niederlage, aber Michael Rosin war angefressen. Dass Kristers Freibergs in der Overtime seinen Sololauf nicht erfolgreich abgeschlossen hatte, brachte den Wölfe-Boss nicht in Rage. So was passiert, zumal die Reaktion von EV-Goalie Benedikt Hötzinger in dieser Szene sensationell gut war. Echauffiert hatte sich Rosin über die Leistung des Hauptschiedsrichters. "Eine Farce mit einem Penalty gegen uns, der keiner war sowie überzogenen Zeitstrafen. Und dem 2:1 von Füssen ging ein klares Abseits voraus. Meiner Mannschaft kann ich keinen Vorwurf machen, die Jungs haben bis zum Umfallen gekämpft."