TSV Rannungen - TSV Steinach 2:0 (1:0). Tore: 1:0 André Wetterich (12.), 2:0 Maximilian Bindrim (72.). Rot: Peter Hahn (88., Rannungen).

Das Landkreisderby, gleichzeitig ein Verfolgerduell im Kampf um den Aufstiegsrelegationsplatz, ging an Rannungen, "weil wir in der Chancenverwertung effektiver waren als die Steinacher, die uns im Vergleich zur Vorwoche wesentlich mehr abverlangt haben als Bad Neustadt", sagte Trainer Klaus Seufert. Tatsächlich dominierte Steinach, zunächst ohne den angeschlagenen Spielertrainer Michael Voll, durch sicheres Pass-Spiel - und geriet bei der ersten gefährlichen Aktion der "Gücker" in Rückstand. Nach einer Freistoßflanke von Marcello Weigand war die Gäste-Deckung unaufmerksam und übersah den am langen Eck einlaufenden André Wetterich, der sofort abschloss. Im Gegenzug hatte Kevin Schuck den Ausgleich auf dem Fuß, verzog aber genauso knapp wie wenig später Fabian Rottenberger, der frei zum Schuss kam. Die kampfbetonte Partie verlief bei bissigen Zweikämpfen und stabilen Abwehrreihen im ersten Durchgang ohne weitere Höhepunkte. Steinach agierte in der zweiten Hälfte noch elanvoller und hatte in der 55. Minute das berühmte "Brett". Doch nach Freistoß von Joshua Jung strich der Kopfball von Holger Wieschal über das Rannunger Tor. Das Geschehen wogte hin und her; die Steinacher Fans beklagten dann den zweiten Gegentreffer. Nach Freistoß von Weigand behielt nur Bindrim die Übersicht und schob die Kugel über die Torlinie. Der Treffer löste bei den Gästen alle Bremsen. Aber weder der Kopfball vom eingewechselten Voll (80.) noch der Flachschuss von Jung (83.) führten zum Anschlusstreffer. Rannungen eröffneten sich Konterchancen. So scheiterte der durchgebrochene Julian Stahl, ein Querpass auf den mitgelaufenen Peter Hahn hätte zum sicheren 3:0 geführt. Das wäre auch zwei Minuten später möglich gewesen. In eine 2:1-Situation platzte der überraschende Pfiff des Unparteiischen Martin Maier, der abseits des Angriffs ein Nachtreten von Peter Hahn gesehen hatte. Die Rote Karte war der unrühmliche Schlusspunkt in einem Spiel, "das immer auf Messers Schneide stand", so die beiden Coaches.